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Samstag, 29. Mai 2010
 

Heute planten wir die Levada-Wanderung Caldeirao Verde. Ach ja, der Himmel war blau, es zogen ein paar Wolken vorüber und wir genossen wie immer unser Frühstück im Freien. Der Blick auf das Meer ist herrlich!


Caldeirao Verde auf einer größeren Karte anzeigen

 

Infos zum Tage

Levadas:
Levadas sind Bewässerungsrinnen, die der Bewässerung von Feldern dienen. In diesen Rinnen wird das Wasser von den Bergen gesammelt (Wolken oder Regen) und von der regenreichen Nordseite zur regenarmen Südseite auf langen Strecken mit wenig Gefälle geführt. Es heißt, dass die Gesamtlänge der Levadas 5000 km betragen soll. Die erste Levada soll schon im 15. Jahrhundert von Maurensklaven angelegt worden sein, zur Bewässerung der Zuckerrohrplantagen, da Zuckerrohr sehr viel Wasser benötigt. Als man zum Weinbau überging, verfielen die ersten Levadas, da der Wein nicht bewässert werden musste. Als im 19. Jahrhundert wieder Zuckerrohr angebaut wurde, führte man die Levadas wieder ein bzw. baute noch längere und kurvenreichere, steil am Felsen entlang. Für Touristen wurden diese Levadas genutzt, indem man die Wege an den Levadas sicherte, da sie zum Teil durch tiefe Schluchten und auch durch Tunnel führen.

Caldeirao Verde:
Die Wanderung von Rancho Madeirense zum Caldeirao Verde wird im Rother Wanderbuch Madeira als Tour 27 wunderbar beschrieben und die 4:30 Uhr stimmen, wenn man keine Pausen einlegt.

 
Wir fuhren über die Landstraße zu dem Feriendorf Rancho Madeirense. Es wäre über den Expressweg nach Santana zwar schneller gewesen, wie wir auf dem Rückweg feststellten, aber dafür boten sich auf der bergigen Straße herrliche Blicke auf die Vegetation und die am Berg liegenden Dörfer. Nach ca. einer halben Stunde erreichten wir den noch leeren Parkplatz des Feriendorfs.
Rancho Madeirense Rancho Madeirense
Parkplatz Rancho Madeirense Wanderstartpunkt zu Queimadas
 
Wir bummelten noch etwas durch das idyllisch liegende Feriendorf und starteten dann Richtung Queimadas, was wir in einer halben Stunde erreichten. Man lief durch dichte, üppige Vegetation, Eukalyptusbäume, Hortensien uvm.
Queimadas Queimadas
Queimadas
Madeira Buchfink Queimadas
 

Ab Queimadas wurde der Levada-Weg enger, aber die üppige Vegetation blieb. Wir ließen uns Zeit, da Manfred zwei Kameras bediente, seine Digitale und seine Diakamera. Plötzlich überholten uns ganze Busladungen, ich dachte schon „Um Himmels Willen, wenn das so weitergeht, dass kann ja heiter werden“. Aber irgendwie verlief sich das alles und man wanderte schließlich wieder alleine.

Levadaspeisung Der Weg wurde teilweise sehr eng, dass man sich nicht begegnen konnte. Zum Abhang, wo es etwa 500 Meter steil abwärts ging war der Weg durch Seile gesichert, auf der anderen Seite verlief die Levada. Leider verlor Manfred seinen Objektivdeckel in der Levada. Ab und zu wurden wir vom Berg heruntertropfenden Wasser geduscht. Kurz vor unserem Endepunkt, dem Wasserfall passierten wir dreieinhalb dunkle Tunnel, wo wir froh um unsere Taschenlampen waren.
Oben: Hier wird ein Levada mit Wasser versorgt  
Levada zum Caldeirao Verde Levada zum Caldeirao Verde
Manchmal ist unser Weg nicht gerade breit (eine Seite Geländer mit Abgrund, andere Seite Levada)
Pflanzen am Levada Pflanzen am Levada Pflanzen am Levada
Blumen am Levada
Tunnel Der Wasserfall am Caldeirao Verde
Taschenlampen einschalten bitte! Wasserfall am Caldeirao Verde

 

An unserem Ziel- und Wendepunkt „Caldeirao Verde“ (grüner Kessel) tranken wir etwas und kehrten um. Zurück begegneten uns nicht mehr so viele. Die Busladungen sind wohl weitermarschiert zum eine weitere Stunde entfernten „Caldeirao do Inferno“.

Wanderzeiten:
Hin: 2 Stunden 45 Minuten,
Zurück: 2 Stunden 15 Minuten (weniger Fotopausen)

Zurück gegen 15:45 Uhr hielten wir Kaffeepause, ich legte mich dazu gemütlich lesend auf die Terrasse.

Bohnen

Zum Abendessen setzten wir uns in Porto da Cruz ins Restaurant Engenho, wo wir einen hübschen Platz am Wasser erhielten. Wir waren die einzigen, die hier gegen 18 Uhr abends aßen. Gab es gar keine Urlauber im Ort? Vorweg schmausten wir Knoblauchbrot, dann aß Manfred Steak mit Pommes und ich Degenfisch mit Banane, Salat und Gemüse mit Kartoffeln. Nun wusste ich endlich warum ich im letzten Urlaub so für dieses Gericht geschwärmt hatte. Hier war es besonders lecker!

Manfred sprang noch in den Pool und dann saßen wir bei einem Glaserl Rotwein noch auf der Terrasse und beobachteten die vorbei zischenden Schwalben und Möwen.

Zum Knabbern bekamen wir Bohnen bei Antonio  

 

Vorm Engenho Espada mit Banane
Blick vom Engenho zum Meer Mein Lieblingsessen: Espada mit Banane
Porto da Cruz Porto da Cruz
Unser Abendspaziergang durch Porto da Cruz führte uns immer am Pool vorbei
 

Wetter:
Schön, zwischendurch zogen harmlose Wolken, die den Berg hinaufzogen.
Temperatur: Auf dem Levada meistens 14°C, aber man brauchte keine Jacke, da man sich bewegte. Man wanderte auf ca. 900 Meter Höhe. Hier im Tal waren es morgens 19°C, mittags 25°C.

 
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