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Dienstag, 1. Juni 2010
 
Beim Frühstück entschieden wir, in Anbetracht der Wolkendecke, nach Funchal zu fahren. Kaum waren wir mit dem Auto um die Ecke in Machico, schien die Sonne aus allen Löchern. Geplant war nach Monte zu fahren, dort den Tropischen Garten zu besuchen und mit der Seilbahn nach Funchal hinunter zu schaukeln.
 


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Infos zum Tage

Funchal:
Mit seinen 125.000 Einwohnern ist Funchal die Hauptstadt der Insel. Die Stadt hat für den Touristen eine Menge zu bieten, von Museen, über Kirchen, Parks, Klöster bis zu interessanten Märkten. Durch den Zuckerexport wurde Funchal 1500 eine blühende Metropole. Um 1600 herum lohnte sich der Zuckeranbau nicht mehr, wegen der starken Konkurrenz aus Brasilien. Man ging zu Weinanbau über. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts geriet der Weinanbau, wegen Schädlingsbefalls in die Krise. Dafür kam der Tourismus langsam in Gang.

Tropischer Garten in Funchal:
Der Tropische Garten liegt obhalb Funchals in dem Vorort Monte. José Berardo gründete 1988 die Berardo-Stiftung und damit den Tropischen Garten. Seit 1991 ist er der Öffentlichkeit zugänglich. Der Garden beherbergt eine reiche Vielfalt an exotischen Pflanzen und Bäumen, die hier wegen der besonderen Klimabedingungen hervorragend gedeihen. Es befinden sich in dem Garten außerdem das Museum Monte Palace mit drei Galerien.

 

Als wir uns aber endlich die engen Gässchen nach Monte hinauf geschlängelt haben, fanden wir keinerlei Hinweise und schon gar keine Parkplätze, so dass wir schließlich auf der Verbindungsstraße nach Ribeiro Frio landeten. Manfred wollte verständlicherweise nicht umkehren, so schaukelten wir weiter und bogen vor dem Paso de Poiso ein kleines Sträßchen Richtung Camacha ab, um wieder nach Funchal herunterzukommen. Dieses Sträßchen erwies sich als Schlaglochstrecke, aber irgendwie schafften wir es doch. Zurück auf der Autobahn, bogen wir wieder an der selben Autobahnausfahrt ab, diesmal aber direkt nach Funchal, die Rua 5 de Outobro zum Hafen hinunter und kurz vor dem Ende links zu einem uns schon bekannten Parkhaus.

Ein paar Meter weiter startete die Seilbahn nach Monte. Nun machen wir es eben andersherum als geplant, was sich als besser erwies. Wir schaukelten gemütlich mit 3 Portugiesinnen hinauf. Der Tropische Garten lag direkt neben der Bergstation.

Seilbahn von Funchal nach Monte Seilbahn von Funchal nach Monte
Seilbahn von Funchal nach Monte
Jardim Tropical Garden Monte Palace
 
Der Tropische Garten wurde mit Pflanzen aus aller Welt bestückt. Man findet hier als Besonderheit sehr viele Farnbäume aus Australien, Mammutbäume aus Amerika, es gibt einen Japanischen Garten, 1000 Jahre alte Olivenbäume, die größte Vase Europas und ein Museum mit zeitgenössischer Kunst aus Simbabwe. Er gefiel uns eigentlich besser als der Botanische Garten, den wir vor drei Jahren besuchten.
Eingang zum Japanischen Garten Eidechse
Eingang zum Japanischen Garten Hübsch gefärbte Eidechse
Afrikanische Ausstellung Afrikanische Ausstellung
Afrikanische Ausstellung im Tropischen Garten
Tulpenbaum Wellies
Tulpenbaum Wellensittiche in einer Großvoliere
 
Wir schlenderten gemütlich im Schatten der hohen Bäume umher. Auch eine riesige Vogelvoliere mit Wellensittichen fehlte nicht, deren lautes Geschnatter man schon von weitem vernahm. Im Coffee Shop legten wir ein Päuschen ein. Jeder Gast durfte ein Pröbchen Madeira-Wein testen.
Fuchsie Mittagsblume
 
Nach dem Besuch des Tropischen Gartens ließen wir uns wieder mit der Seilbahn hinunter schaukeln. Praktisch, man war war gleich am Hafen. Durch die geschmückte Altstadt schlenderten wir kreuz und quer, trafen zufällig auf einen Markt mit großer Fischhalle, wo ich endlich mal den Degenfisch fotografieren konnte, den ich Tag für Tag hier gegessen habe. Wir besuchten zwei ausgestorbene Shopping Center und bummelten am Hafen zurück. Es war nett, aber wir waren froh nicht in Funchel zu wohnen, sondern in unser ruhiges Porta da Cruz zurückkehren zu durften.
Ausblick vom Tropischen Garten auf Funchal Mit der Seilbahn wieder abwärts
Ausblick vom Tropischen Garten auf Funchal Mit der Seilbahn wieder abwärts
 
Auf dem Rückweg machten wir einen Einkaufsabstecher nach Machico. Abends aßen wir wieder im Engenho, Manfred Steak und ich Degenfisch gegrillt.
Engenho Terrasse bei Antonio
Abendessensstimmung bei "Engenho"
in Porto da Cruz
Auf unserer Terrasse
 

Eintritte:
Kombiticket: 23 Euro pro Person (Seilbahn hin und zurück + Eintritt in den Tropischen Garten)
Parkhaus: ca. 4 Stunden: 4,25 Euro

Wetter:
Morgens bewölt, in Funchal schön
Temperatur morgens in Porto da Cruz: 19°C
in Funchal mittags 25°C.

 
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