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Mittwoch, 2. Juni 2010
 
Heute planten wir eine Wanderung ab Cristo Rei (Rother Wanderführer Madeira, Tour 42). Wir fuhren zuerst zum Tanken, anschließend die Autobahn über Funchal Ribeira Brava, hinauf zu Serra de Agua. Hier sah man die Schäden, die das letzte große Unwetter auf der Insel angerichtet hatte.
 


Cristo Rei auf einer größeren Karte anzeigen

 
Da wir die Abfahrt verpassten, waren wir leider schon im Tunnel und mussten einen kleinen Schlenker, die alte Straße zurück nach Encumeada und von hier über Paul de Serra, einer riesigen Hochebene mit Windrädern bis zur Abzweigung Richtung Canhas. Auf dieser kleinen Straße blieben wir 5 km bis Cristo Rei. Auf dem einsamen Parkplatz mit abenteuerlicher Schlaglochzufahrt stellten wir unser Auto unter Jesus Aufsicht ab. Nun kann also nichts passieren.
Fahrt nach Cristo Rei Cristo Rei
Fahrt nach Cristo Rei Parkplatz in Cristo Rei
 
Man wandert auf der geteerten Straße ein paar Minütchen abwärts, um dann links in den Levadaweg einzubiegen. Die Levada, die wir vom letzten Besuch dahinplätschernd kennen, war völlig leer. Dafür blühte überall mannhoch der Ginster. Natürlich sah man auch viele, viele andere hübsche Blumen, wie „Stolz Madeiras“, Mittagsblume,... Der Weg verlief die erste Stunde meist eben, an der trockenen Levada entlang. Unter einem einsamen großen Baum lagerten Kühe mitten auf dem Weg. Zweimal passierten wir Frauen, die Ginsterblühten sammelten. Schließlich entdeckten wir den Grund, dass die Levada kein Wasser führte. Sie wurde an einigen Stellen beim Unwetter zerstört.
Auf der Levada nach Cascalho Kühe versammelten sich unter dem einzigen Schattenplatz
Auf der Levada nach Cascalho Die Kühe versammelten sich unter dem einzigen Schattenplatz
Diese Kuh genießt die Aussicht Blick zur Südküste
Diese Kuh genießt die Aussicht rechts Blick zur Südküste
Stolz Madeiras Stolz Madeiras
"Stolz Madeiras"
 
Nach einer Stunde Levadaweg erreichten wir ein Sträßlein, dem wir ein weiteres Stündchen abwärts folgten, bis wir einen Tunnel erreichten. Diesen passierten wir wieder mit Taschenlampe. Auf der anderen Seite des Tunnels erhielten wir Blick auf Cascalho, welches riesige, steil abfallende Felsen waren, von denen zahlreiche Wasserfälle stürzten.
Einen kleinen Tunnel mussten wir mit Taschenlampe passieren Cascalhos
Einen kleinen Tunnel mussten wir mit Taschenlampe passieren Cascalhos
 

Da hier auch sehr viel beim Unwetter zerstört wurde, drehten wir um, legten noch ein kleines Päuschen an einem plätschernden Zufluss der Levada ein und kühlten unsere Füße ab. Bei den Kühen mussten wir einen kleinen Umweg laufen, da sich alle auf unserem schmalen Weg versammelt hatten und wir wollten sie nicht erschrecken, dass sie sich beim Ausweichen womöglich die Haxen brechen.

Zurück fuhren wir nicht über die Hochebene, sondern direkt über Canhas und weiter über Funchal nach Porta de Cruz, das ging etwas rascher.

Rückweg mit Hindernissen Eine Abkühlung der Füße in der Levada tat gut
Rückweg mit Hindernissen Eine Abkühlung der Füße tat gut
 

Fahrzeiten:
Über Paul de Serra mit kleinem Umweg: 1 Stunde 30 Minuten
Direkt: 1 Stunde

Wanderzeiten
insgesamt mit Pausen 3 Stunden 45 Minuten, ansonsten stimmen auch die Wanderzeiten sehr gut im oben erwähnten Reiseführer. Wir brauchen meistens für den Hinweg 1/3 der Zeit länger, da wir häufig Fotostopps einlegen, zurück passen die Zeiten genau.

Zuhause lud ich rasch Fotos auf den PC, schrieb Tagebuch, dann brummten unsere Mägen und wir rüsteten uns, um im Enganho Essen zu gehen. Als wir Antonio durch seine Bar zuwinkten, hielt er uns gestikulierend auf, zeigte uns einen selbst geangelten Fisch und deutete uns an, dass er uns gleich gebratenen Fisch auf die Terrasse bringen würde. Wir begaben uns also auf die Terrasse, stellten Tisch und Stühle zurecht und warteten. Ein paar Minuten später servierte er uns eine Platte mit drei gebratenen Fischen (Pergen...?) und Kartoffeln und eine Platte Salat (Tomaten, Blattsalat und Zwiebeln) mit Essig und Öl. Dann brachte er uns auch noch eine große Karaffe Rotwein. Und wir dachten, er bringt uns etwas zum Probieren. Es schmeckte alles sehr lecker. An welchem Ferienort kann man sonst so frischen Fisch gratis auf der eigenen Terrasse mit Blick über den ganzen Ort, in der Sonne genießen? Manfred wusch Platten und Karaffe ab und dann entsorgten wir die Fischreste in den öffentlichen Müllcontainern beim Abendspaziergang.

Fisch von Antonio Fisch von Antonio
Antonio servierte uns selbstgeangelten Fisch mit Kartoffeln und Salat auf unserer Terrasse
 

Hinterher begleitete ich Manfred mal zur Abwechslung zum Schwimmen. Wir hatten den riesigen Pool ganz für uns alleine. Das Wasser war wärmer als die Luft, ich nehme mal an, etwa 22°C. Wie üblich ließen wir den Abend wieder auf der Terrasse ausklingen.

Wetter:
Porto da Cruz morgens dicke Wolken bei 21°C
Bei unserer Wanderung in Cristo Rei, zeitweise 29°C Sonne

 
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