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Donnerstag, 3. Juni 2010
 
Das Wetter war wie gestern, es hing eine dichte Wolkendecke über Porto da Cruz. Wir frühstückten natürlich trotzdem draußen bei 20°C. Wegen der Wolken schlug Manfred eine Levadawanderung bei Portela vor.


Portela auf einer größeren Karte anzeigen

 
Der Anfahrtsweg war optimal, nur 6 km von Porto da Cruz entfernt liegt der Pass Portela (670m). Manfred stellte sich zuerst auf einen völlig leeren Parkplatz, der für Busse von 11 bis 17 Uhr reserviert war. Meine Bedenken teilte er nicht, dass vielleicht in ein paar Stunden Busse kommen könnten. „So ein Quatsch, das nehme ich auf meine Kappe“. Leicht gesagt, was heißt „auf meine Kappe“? Schlimmstenfalls wird das Auto abgeschleppt, das betrifft uns dann beide, oder wir müssen Strafe zahlen, was uns auch beide betrifft und Beschimpfungen müssen wir auch beide über uns ergehen lassen. Als wir oben leere Autoparkplätze sahen, holte Manfred zähneknirschend das Auto und stellte es hier ab.
Portela Portela
Unser Startpunkt der Portela Pass Parkplatz im Nebel
 
Im Moment, es war 10:15 Uhr, lag unter uns eine dicke Wolkendecke. Wir wanderten auf dem gut ausgeschilderten und ausgebauten Levadaweg, zuerst viele Stufen aufwärts, dann durch dichten Wald, bestehend aus Ahorn, Eukalyptus, Farnbäumen, Lorbeer, Fichten und vielen weitere Baumarten.
Portela australische Farnbäume
Langsam löst sich der Nebel auf Man sieht australische Farnbäume
Levadaweg Orientalische Liebesblume
Der hübsche Levadaweg durch viel Grün Orientalische Liebesblume
Levadaweg Levadaweg
 
Natürlich blühte es auch an allen Ecken und Enden: Orchideen, Orientalische Liebesblume, Kapuzinerkresse... Wir passierten eine große Gärtnerei, die Strelizien züchtete. Nach ca. einer Stunde erreichten wir den Picknickplatz Poste Florestal Lamaceiros, der von vielen Blümchen umsäumt wurde.
Lamaceiros Erdbeere?
Lamaceiros Posto Florestal Ist das eine Erdbeere?

 

Unser Weg wurde zeitweise immer schmaler, manchmal war er nicht breiter als 30 cm, rechts davon, mit einem Geländer gesichert, ging es mehrere 100 Meter senkrecht abwärts, links plätscherte die Levada munter vor sich hin. Manchmal führte der Weg durch kleine Tunnel. Sehr beeindruckend war eine Stelle, wo der Weg auf der, mit Betonplatten gesicherten Levada, durch eine schmale Schneise führte, links und rechts davon senkrecht aufragende Felswände.
Tunnel an der Levada Kleine Schlucht
Wir passieren kleine Tunnel Steile Felswände links und rechts von uns
 

Es kamen uns übrigens erst nach einer guten Stunde einzelne Wanderer entgegen und auch eine französische Reisegesellschaft. Die Wolken verzogen sich und man konnte hin und wieder Blicke ins Tal werfen.

Nach 2,5 Stunden, vor einer lagernden Reisegruppe, kehrten wir um. Die ganzen 11,5 km bis Ribeiro Frio und zurück wären zu viel gewesen. Auf dem Rückweg begegneten uns einige zum zweiten Mal. Zurück brauchten wir nur 2 Stunden. Der Busparkplatz und auch der Autoparkplatz waren übrigens inzwischen voll.

Gesamtwanderzeit: 4,5 Stunden

Blick auf Porto da Cruz Blick auf Porto da Cruz
Blick auf Porto da Cruz
 

Nach einem Päuschen marschierten wir zur Post, warfen Postkarten ein und wolten im Engenho zum Essen gehen, aber es waren fast alle Tische, zumindest die schönen am Wasser, belegt. Wir waren mit den Plätzen verwöhnt und deshalb drehten wir noch eine Abendrunde am Hafen entlang in der Hoffnung, dass Plätze frei werden würden. Zum Glück fanden wir nun einen schönen Platz in erster Reihe. Manfred aß Lachssteak, ich wieder meinen Degenfisch mit Banane. Hinterher schwammen wir noch, mit uns drei Jungs und ein Anglerpärchen, welches nur zum Angeln im Meer am Beckenrand stand. Wir beobachteten, wie sie einen riesigen Krebs angelten. Hinterher saßen wir wieder auf unserer Terrasse, diesmal mit „Fita Azul“ (Rosesekt).

Wetter:
Morgens in Porto da Cruz bewölkt bei 20°C.
Mittags auf dem Levada 19°C - 23°C uns sonnig.

 
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