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Donnerstag, 10. Juni 2010
 
Mein Handy meinte heute Morgen um 6:30 Uhr „Es ist Zeit aufzustehen“. Na wenn es meint, was soll man da machen?


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Sonnenaufgang hinter Porto Santo
Blick von unserer Terrasse: Sonnenaufgang hinter Porto Santo
 

Wir tranken rasch noch einen Kaffee, dann gings los. Manfred fuhr den Wagen vor und um kurz vor 8 Uhr erreichten wir unsere Mietwagenstation. Es warteten noch andere Kunden. Wir warteten und warteten, gegen 8:05 Uhr preschte wie ein Idiot ein kleines Auto den Berg herunter, bremste ebenso wie ein Idiot vor uns, preschte rückwärts zurück, ließ den Motor absterben, setzte wieder Vollgas zurück. So, der Mechaniker wäre da. Langsam trudelten auch die restlichen Angestellten ein. Im Bus wurden wir gemeinsam mit dem Paar welches vor uns wartete, zum Flughafen transportiert.

In 1,5 Stunden sollte unsere Maschine fliegen. Vor dem Check-in Schalter befand sich eine riesige Schlange. Es waren wahrscheinlich alles Rentner einer Reisegesellschaft. Die Angestellten arbeiteten zügig, eine Viertelstunde später hatten wir unsere Bordkarten. Die Plätze hatten wir von zu Hause gegen Aufpreis vorreservieren lassen, was sich als sehr gut erwies.

Warten im Flughafen von Madeira Auf den wunderschönen Urlaub
Warten im Flughafen von Madeira Auf den wunderschönen Urlaub
Auf dem Flug nach München

Die Angestellten des Sicherheitsdienstes waren besonders freundlich und höflich, im Gegensatz zu den muffelnden Münchner Sicherheitskollegen, bei denen man gar nicht weiß, ob sie einen überhaupt meinen und ob man nun gehen kann oder nicht, weil sie einen nicht mal ansehen.

Fast pünktlich wurde gebordet und abgeflogen. Kapitän Huber meinte, wir bräuchten wegen des starken Rückenwindes nur 3 Stunden und 35 Minuten, statt 4 Stunden, womit wir superpünktlich in München landen würden - taten wir auch - aber nun zurück zum Flug.

 
Die Crew war wirklich gut drauf. Eine Stewardes meinte, als sie immer wieder sah, dass sich Passagiere vor der vorderen Toilette stauten, dass hinten während des gesamten Fluges die beiden Toiletten fast immer frei gewesen wären. Eine Dame, die vorne wartete, bekam das wohl nicht mit, jedenfalls rief ihr die Stewardes von hinten, hörbar für alle Passagiere, durch den Lautsprecher zu „Hallo - hier ist hinten“. Wahrscheinlich peinlich berührt begab sich die Dame, alle Blicke auf sich gerichtet, nach hinten.
Auf dem Flug nach München Auf dem Flug nach München
Anzeige im Flugzeug: Auf dem Flug nach München
 
Beim Landen die üblichen Hinweise, dass man warten solle mit dem Abschnallen, bis die Anschnalllichter erloschen sind. Dann kam die Begründung, warum wir es nicht so eilig haben, denn es ist bisher in der Geschichte der Luftfahrt noch keinem Flughafen gelungen, dass das Gepäck vor dem Eintreffen des Flugzeugs auf dem Gepäckband erscheinen würde. Außerdem sollten wir doch noch eine Weile unsere Nichterreichbarkeit genießen. Sie wünschte uns zum Schluss noch eine gute Nacht, endlich wieder im eigenen Bett.

Unser Gepäck erschien recht schnell auf dem Gepäckband, womit wir uns zum Bavaria-Transfer-Schalter begaben. Man findet ihn übrigens, wenn man im Terminal 1 den Schildern Richtung „S-Bahn“ folgt. An einem Ende, wo es zur S-Bahn heruntergeht findet man den Schalter der Bahn, am anderen Ende den Schalter für Transfer.

 

Flughafen München
  Flughafen München

Die Dame empfing uns gleich mit unserem Namen und meinte, es käme noch eine Person aus dem selben Flugzeug, auf die wir noch warten müssten. Nach 10 Minuten meinte sie, der Herr ist noch ein Wasser kaufen gegangen, wir trabten schon mal zum Auto. Dort warteten wir wieder, bis endlich der Mann anlatschte, ohne jegliche Entschuldigung, andere Passagiere einfach so warten zu lassen. Leute gibt‘s!

Die Fahrerin meinte zwar dezent zu ihm, es käme um diese Uhrzeit auf jede Sekunde an, denn auf der A8 würde es sich Sekunde um Sekunde mehr stauen am Nachmittag. Was auch tatsächlich der Fall war. 16:45 Uhr waren wir daheim.

 
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