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Montag, 26. September 2011
 
Heute fuhren wir über Funchal und Calheta zu dem kleinen Ort, namens Lamaceiros bei Porto Moniz. Zwar waren Manfred und ich irgendwie nicht so synchron heute, was die Fahrt betraf, ich dachte Manfred meinte wir sollten die Straße an der Südküste entlang fahren, aber Manfred meinte an der Südküste entlang bis Ribeira Brava, dann zur Nordküste nach Sao Vicente und dann nach Porto Moniz. Tja, und wie es nun mal ist, wenn beide denken, der andere muss doch genauso denken, tut es aber nicht, dann gucken beide komisch. Jedenfalls fuhren wir, für meinen Geschmack durch herrliche Landschaft, an der Küste entlang, an vielen Strandorten vorbei, durch Eukaslyptuswälder, auf vielen Serpentinen rauf und runter. Also eine Straße zum Genießen, wenn man Beifahrer ist und nicht seekrank wird. Bis Lameiceiros brauchten wir 1 Stunde 40 Minuten. Hier tranken wir in dem netten Restaurant am Levadastartpunkt noch etwas, dann wanderten wir gegen 12 Uhr los.
 

20110926_LevadaJanela auf einer größeren Karte anzeigen
 

Dieser Levadaweg war wie es uns auch schon vor 4 Jahren aufgefallen ist, sehr gut gepflegt und breit. Den Weg an der Levada Janela entlang, zierte zuerst die orientalische Liebesblume, Hortensien, dann taucht man in Wald, bestehend aus riesigen Eukalyptusbäumen, die später in Lorbeerbäume übergehen – beeindruckend, mal abgesehen von den wunderschönen Aussichten auf die bewaldeten Berge, das Meer, die terrassenförmigen Felder der umliegenden Dörfer. Es könnte nicht schöner sein!

 
Lamaceiros Levada Janela
Startpunkt in Lamaceiros Den Levadaeinstieg säumten Hortensien
   
Levada Janela Levada Janela
Schmale Wege waren gesichert Die terrassenförmigen Felder der Dörfer
 
Nach einer Dreiviertelstunde lag plötzlich ein Mann mitten auf dem Lavadaweg und ein weiterer lag völlig zugedeckt in einer Schubkarre. Sind wir auf Tote gestoßen? Ach nein, wir kucken zu viele Krimis. Die beiden waren Arbeiter, die die Levada instant hielten und legten gerade ein Mittagspäuschen ein.
 
Levada Janela Levada Janela
An der Levada Janela entlang Hier mussten wir über 2 Bauarbeiter klettern
 

Nach einer weiteren halben Stunde durch Wald erreichten wir den ersten Tunnel. Unsere „Kinder“ freuten sich, endlich ihre neu für diesen Zweck gekauften Stirnlampen auszuprobieren. Ich war auch beeindruckt, wie hell und praktisch die Lampen leuchteten. Meine Halogenlampe dagegen, die ich im letzten Urlaub noch als hell empfand, leuchtete richtig dunkel dagegen, wenn man dazu überhaupt noch "leuchten" sagen kann.

 
Levada Janela Levada Janela
Nach diesem Übergang ging es in den 1. Tunnel Bereit zur Tunneldurchquerung?
 

Für die Durchquerung des ersten Tunnels, bei dem man zwar das Ende sah, brauchten wir annähernd 10 Minuten. Zum Ende hin musste man Wasserlachen passieren, deren Tiefe man nicht einschätzen konnte, aber wir behielten trockene Füße. Der zweite Tunnel folgte sogleich. Dieser war stockdunkel, da der Tunnel eine Kurve machte und kein natürliches Licht hineinfiel. Nach diesen Tunneln wanderten wir noch ca. 20 Minuten weiter, tranken etwas, fotografierten zwei Madeira Buchfinken und traten den Rückweg an.

 
Levada Janela Levada Janela
An den Seiten geht es ganz schön abwärts Im Hintergrund sieht man schon den 2. Tunnel
   
Madeirabuchfink Rio da Janela
Ein Madeirabuchfink sonnt sein Gefieder Blick ins Tal vom Rio da Janela
   
Passionsblume Leberwurstbaum?
Passionsblume Leberwurstbaum?
 

Martin und Ingrid wollten wohl alle meine aufgezeichneten Rekorde brechen und waren in 1 Stunde 25 Minuten am Auto, Manfred und ich hingegen brauchten 10 Minuten länger.

Gesamtgehzeit: Ingrid und Martin: 3 Stunden, Manfred und ich: 3 Stunden 10 Minuten.

Im Cafe am Parkplatz leisteten wir uns einen Kaffee, dann fuhren wir hinab nach Porto Moniz, schlenderten zum natürlichen Meerwasserpool, der uns viel zu voll erschien zum Baden, wir waren zu verwöhnt.

 
Porto Moniz Porto Moniz
Porto Moniz von oben Das Meeresschwimmbad von Porto Moniz
 

Durch tausend Tunnel fuhren wir auf der Schnellstraße zurück über Sao Vicente, Funchal nach Machico. Hier kauften wir im Einkaufszentrum SA ein paar Lebensmittel, denn Martin wollte kochen. Die Preise kamen uns übrigens viel niedriger als in Deutschland vor, denn unser Einkaufswagen war gesteckt voll und wir zahlten gerade mal 70 Euro.

 
Rückfahrt Porto Santo im Hintergrund
Rückfahrt durch viele Tunnel Im Dunst hinten sieht man Porto Santo
 
Martin und Ingrid kochten uns daheim Spagetti mit Lachs und Spinat – sehr lecker! Danach ließen wir den Abend wie immer auf dem Balkon ausklingen.
 
Autobahn unter der Landebahn des Airports Blick von unserer Terrasse auf Porto da Cruz
Autobahn unter der Landebahn des Airports Blick von unserer Terrasse auf Porto da Cruz
 
Wetter: schön, beim Passieren von Funchal ein paar Regentröpfchen. Temperatur etwa 27°C.
 
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