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Mittwoch, 28. September 2011
 

Zur üblichen Zeit standen wir auf, frühstückten und beschlossen in Anbetracht des guten Wetters die Tour vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo zu wagen. Der Pico do Arieiro ist mit seinen 1818 Metern der dritthöchste Berg Madeiras. Der höchste ist der Pico Ruivo mit 1861 Metern und der zweithöchste der Pico das Torres mit 1851 Metern. Auf den Pico do Arieiro führt fast zum Gipfel eine Straße.

 

20110928_PicoArieiro auf einer größeren Karte anzeigen
 

In einer Stunde kletterte unser Skoda wacker die 1800 Höhenmeter hinauf. Wir verfuhren uns nur einmal, weil der Abzweig ungenau in der Karte eingetragen war. Sogar einen Parkplatz fanden wir. Hier und am näheren Umkreis um den Pico herum, war eine Menge Betrieb. Aber sobald man drei Schritte wanderte, war man fast alleine.

 
Fahrt zum Pico do Arieiro Angeber aus Madeira
Fahrt zum Pico do Arieiro Dieser kleine Angeber nervte uns
 
Pico do Arieiro
Der Pico do Arieiro kam in Sicht
 
Parkplatz am Pico do Arieiro Pico do Arieiro
Startpunkt Pico do Arieiro mit der neuen, umstrittenen Nato- Radarstation
   
Pico do Arieiro
Wohin man blickte - Berge
 
Es ging los bei strahlendem Sonnenschein, treppauf, treppab links und rechts zum Teil senkrecht abwärts gehend, aber alles war gut gesichert. Nach einer Stunde abwärtslaufen erreichten wir einen Tunnel. Hier erklang plötzlich ein "bing" aus Manfreds Rucksack, Lobosonda schickte eine SMS, dass alles klappen würde mit der Whalewatching-Tour Morgen um 17 Uhr – Super! Ich antwortete kurz, dann hieß es Taschenlampe auspacken und rein in den Tunnel. Als wir auf der anderen Seite auftauchten tröpfelte es. Wir hatten nichts gegen Regen dabei, tauchten gleich wieder in den Tunnel, mit der Absicht kehrt zu machen, weil wir befürchteten, dass die Steine glitschig werden könnten. Kaum tauchten wir auf der anderen Seite des Tunnels auf – blauer Himmel. Also wieder durch den Tunnel und Tour fortsetzen.
 
Startpunkt Pico do Arieiro Windräder von Paul da Serra
Startpunkt Pico do Arieiro Blick auf die Windräder von Paul da Serra
   
Treppauf ... ... Treppab
Treppauf ... ... Treppab
 

Das Wetter wurde immer besser. Es folgte eine Stelle, wo man links herum oder rechts herum Richtung Pico Ruivo wandern konnte. Ich habe in irgendeinem Reiseführer gelesen, dass man die besser im Schuss gehaltene „Oststrecke“ nehmen solle. Aber was ist Osten, O oder E? Wir wählten E nach rechts, da wir diese Strecke vom letzten Mal kannten und sie gut in Schuss war. Wir wanderten immer mit herrlichster Aussicht, wie sie nicht besser sein kann. Die letzte halbe Stunde wurde eine kleine Qual, als wir steile Treppen bei Windstille in praller Sonne aufwärts marschieren mussten.

Nach weiteren 50 Minuten ab Tunnel erreichten wir unser heutiges Ziel den Paso de Torres. Hier lagerten wir, tranken, schmausten, legten den vielen Echsen einen Apfelrest hin, auf den sie sich sogleich stürzten.

 
Vom Pico do Arieiro Richtung Pico Ruivo Vom Pico do Arieiro Richtung Pico Ruivo
Ausblick Richtung Meer in der Ferne Unterwegs auf der "Ostroute" Richtung Pico Ruivo
   
Rast am Umkehrpunkt Eidechsenfütterung
Rast am Umkehrpunkt Man hörte sogar wenn die Eidechsen vom Apfel abbissen
 

Nun begaben wir uns auf den Rückweg und nach ca. 1 Stunde und 50 Minuten im ständigem auf und ab, erreichten wir das Auto. In einem Shop, der provisorisch in einem Container untergebracht war, tranken wir Ice Tee bzw. Wasser oder Pepsi.

 
Umkehrpunkt Paso de Torres Der Adlerfelsen mit Porto da Cruz
Ganz klein über Manfred erkennt man das Haus am Pico Ruivo Der Adlerfelsen mit Porto da Cruz kommt in Sicht
   
Rückweg Stairways to heaven
Gut, dass der Weg abgesichert ist Stairways to heaven
 

Als Proviant brauchten Manfred und ich zusammen 2 Liter Wasser, aber kein Essen, da wir gut gefrühstückt hatten. Unsere Kinder hatten leider viel zu wenig dabei mit 1,5 Liter zusammen. Wir versorgen sie noch ein wenig mit unseren Wasservorrat.

Gesamtwanderzeit: 3 Stunden 40 Minuten

Als wir daheim waren tranken wir einen Kaffee, gingen zum Schwimmen und fuhren nach Machico zum Essen bei do Casco, wo wir vor ein paar Tagen waren. Der Wirt erkannte uns gleich wieder, nahm das Reserviert-Schild vom Tisch und wies uns unseren "Stammtisch" zu. Vorweg aßen wir Knoblauchbrot, Ingrid und ich schmausten Degenfisch mit Banane, die beiden Männer Tomatensuppe vorweg, anschließend Pfeffersteak bzw. Spezial, nach Art des Hauses.

 

 
Degenfisch mit Banane Pfeffersteak
Degenfisch mit Banane Pfeffersteak
 

Auf dem Rückweg kauften wir ein paar Kleinigkeiten und schlossen den Abend auf dem Balkon ab, wo Martin leider einmal rückwärts vom Stuhl kippte, was sich am nächsten Tag mit einer kleinen Beule bemerkbar machte.

 
Wetter: sonnig mit 5 Regentropfen, Temperatur ca. 28°C.
 
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