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Donnerstag, 29. September 2011
 

Heute hatten wir ein straffes Programm vor uns. Nach dem Frühstück fuhren wir nach Funchal, wo wir im Parkhaus unten am Wasser parkten, gleich neben der Seilbahn nach Monte, die wir heute aber nicht benutzten.

 

20110929_Funchal auf einer größeren Karte anzeigen
 

Kaum traten wir aus dem Parkhaus wurden wir schon angebaggert, man wollte uns eine Korb-Schlittenfahrt aufschwatzen. Wollten wir aber nicht. Wir bummelten am Wasser Richtung Hafen entlang, staunten über die vielen Whalewatchingangebote, betrachteten die Boote, passierten die ehemalige Beatles-Yacht „Vagrant“, die heute als Restaurant dient. Im Marina Shopping-Center war leider ziemlich tote Hose bis auf wenige Shops und ein paar Essensangeboten, a la Schnellrestaurant.

 
Funchal Funchal-Hafen
Blick vom Hafen Richtung Funchal-Stadt Funchal Hafen
   
Beatles-Yacht „Vagrant“ Beatles-Yacht „Vagrant“
Beatles-Yacht „Vagrant“
 

Weiter bummelten wir durch kleine Gässchen zum Markt "Mercado dos Lavradores", wo wir die Fische, Pflanzen, Obst, Mitbringsel bestaunten, die dort angeboten wurden. Nach langem Herumbummeln meldete sich ein Durstgefühl. Aber wir wollten uns hier am Wasser nirgends niederlassen, weil man überall in der Art Nepper, Schlepper angequatscht wurde. Alle hatten ein noch besseres Angebot. Das schreckte uns so ab, dass wir uns zum Eistee lieber oben gemütlich im Mercado dos Lavradores unter Palmen niederließen. Hier wurde man normal freundlich bedient und nicht hineingezerrt.

 
Fußgängerzone Im Mercado dos lavradores
Fußgängerzone Im Mercado dos Lavradores
   
Fischabteilung im Markt Köpfe der leckeren Degenfische
Hier die Fischabteilung im Markt Köpfe der leckeren Degenfische
   
Was ist das denn für ein Fisch? Napfschnecken
Was ist das denn für ein Fisch? Napfschnecken
   
Kleine Gassen in Funchals Altstadt Kleine Gassen in Funchals Altstadt
Kleine Gassen in der Altstadt Oben kreuzt gerade die Gondel nach Monte
 
Wir kauften noch ein paar Mitbringsel im Markt und ebenso Ingrid und Martin im Shop des Madeira Story Centers, gegenüber unseres Parkhauses. Das ist ein richtiger Geheimtipp, man kann hier ganz gemütlich selber schauen, daneben im Cafe ein Kaffee trinken mit superfreundlicher Bedienung, was wir nutzen. Nebenbei, das Museum selbst haben wir uns bisher noch gar nicht angesehen, werden wir aber sicher mal nachholen.
 
Kleine Gassen in Funchals Altstadt Kleine Gassen in Funchals Altstadt
 

Anschließend begaben wir uns nach Calheta. Nach einer halbstündigen Fahrt ab Funchal erreichten wir Calheta. Einen Parkplatz fanden wir sogleich in der Straße parallel zum Hafen, für ca. 4 Euro Parkgebühr (bis 19 Uhr kostenpflichtig). In der Pizzeria neben Lobosonda schmausten wir Pizzen. Und um 17 Uhr ging es dann endlich auf die langersehnte Whalewatchingtour! Claudia Gomes holte uns ab und schenkte uns Frauen jeweils eine selbstfotografierte Postkarte mit je einem Wal. Ich erhielt das Foto eines seltenen Schnabelwals, wie passend, wie sich bald herausstellte.

 

20110929_Whalewatching auf einer größeren Karte anzeigen
 

Im Boot Riberia Brava fuhren wir mit insgesamt 12 Passagieren, dem langerfahrenen Skipper und der Meeresbiologin hinaus auf See, um Delfine und Wale zu sichten. Etwa 5 Meilen von der Insel entfernt wurden die beiden fündig und wiesen auf eine Familie von Blainville Schnabelwalen. Den Namen hatte ich bisher noch nie gehört. Sie sind nicht sehr erforscht, können bis zu einer Tiefe von 1000 Metern tauchen und ca. 80 Minuten unter unter Wasser bleiben. Sie leben hauptsächlich von Kalmaren. "Unsere" Familie bestand aus einem Männchen mit seinen 5 bis 6 Frauen. Frau Gomes erkannte das Männchen unter anderem daran, dass er immer etwas hinter seinen Frauen schwamm und an zwei Zähnen, die beim Männchen aus dem geschlossenen Maul ragen.

 
Ribeira Brava

Skipper der Ribeira Brava

Unser Skipper auf der Ribeira Brava

   
Blainville Schnabelwale Blainville Schnabelwale
Blainville Schnabelwale
 

Eine Weile später entdeckten Frau Gomes und ihr Skipper eine Gruppe Pilotwale, die mit Tümmlern umher schwammen, man erblickte sie fast in allen Richtungen, wie sie elegant in Gruppen aus dem Wasser stießen um Luft zu holen. Auch entdeckte man sie an dem Blas - toll!!! Hier könnte ich ewig verweilen. In der Gruppe der Pilotwale und Tümmler gibt es meist mehr Pilotwale als Tümmler.

 
Pilotwale und Tümmler
Pilotwale und Tümmler
 
Pilotwale
Pilotwale
 

Auf der Heimfahrt zum Hafen setzte sich Frau Gomes nacheinander zu jeder Gruppe und zeigte uns anhand von Bildern die Wale und Delfine, die wir gesehen haben und erklärte uns dazu die Eigenarten dieser Tiere. Daneben genossen wir den idyllischen Sonnenuntergang auf der einen Seite und die vom Sonnenuntergang bestrahlte Insel auf der anderen Seite. Was für ein wunderschöner Tag!

Hier ein Link zu Lobosondas Blog unserer Fahrt vom 29.09.2011.

 
Auf der Ribeira Brava Auf der Ribeira Brava
Während unser Skipper uns nach Hause fuhr, erzählte uns Frau Gomes etwas über unsere heutigen Beobachtungen
 
Pilotwale und Tümmler Sonnenuntergang
Sonnenuntergang mit und ohne Wale
 

Gegen 21 Uhr erreichten wir Cruz. Auf dem Balkon ließen wir den Abend wieder ausklingen mit unseren Gedanken immer noch bei den Walen und Delfinen.

Wetter strahlender Sonnenschein bei ca. 28°C.
 
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