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Freitag, 30. September 2011
 

Heute Morgen schlich ich mich gegen 7:30 Uhr in den Keller und setzte eine Waschmaschinenladung in Gang. Dann legte ich mich wieder hin und las in meinem tollen Buch von Jodi Picoult weiter „Bis ans Ende aller Tage“. Dieses Buch hatte mir Ingrid zum Geburtstag geschenkt, ich habe es mir für diese Reise aufgehoben. Nach zwei Stunden war die Maschine fertig. Ich hängte alles auf unseren zwei Wäscheständern auf dem Balkon auf, in der Hoffnung, dass die pralle Sonne alles bis zum Abend trocknen würde.

 

20110930_CaldeiraoVerde auf einer größeren Karte anzeigen
 

Nach dem Frühstück brachen wir auf, fuhren über Santana zum Pico das Padras. Hier stellten wir unser Auto ab und wanderten ausnahmsweise mal ohne Wanderstöcke auf einem gemütlichen, breiten, schattigem Weg durch Eukalyptus- und Lorbeerwald mit blühenden Hortensien links und rechts in 25 Minuten zu Queimadas (Wanderung Nummer 27 im Rother Wanderführer). Die netten Häuser in Queimadas werden zum Teil von der Forstbehörde genutzt.

 
Musterhaus am Pico das Padras Spazierweg nach Queimadas
Musterhaus am Pico das Padras Spazierweg nach Queimadas
   
Spazierweg nach Queimadas Queimadas
Spazierweg nach Queimadas Queimadas
 

Bei Queimadas bekamen wir erstmal einen schönen Schrecken, weil hier viele Autos und Kleinbusse parkten. Wir wanderten Richtung Caldeirao Verde (grüner Kessel), an der Levada do Caldeirao Verde entlang (Wanderung Nummer 28 im Rother Wanderführer). Der Weg begann gemütlich und breit, wurde aber immer schmaler, so dass man schließlich nur noch hintereinander laufen konnte. Es war sehr schattig und angenehm. Zwischendurch erhielt man immer wieder tolle Ausblicke ins Tal nach Santana, aber auch in die grünen Täler. An dieser Levada konnte man so richtig schön beobachten, wie die von Farn und anderen kleinen Pflanzen bedeckten Wände das gesammelte Wasser in die Levada träufelten.

 
Levada do Caldeirao Verde Levada do Caldeirao Verde
Levada do Caldeirao Verde Aus den Pflanzen tropft es in die Levada
 

Leider ist die Levada do Caldeirao Verde nicht sehr unbekannt und so trafen wir nach einer weiteren Stunde auf eine ca. 30 köpfige Reisetruppe, die man kaum überholen konnte, denn es wurde immer schmaler, links die Levada, rechts die Sicherung und dahinter ging es mindestens 200 Meter senkrecht abwärts. Nach einer Stunde und 10 Minuten ab Queimadas erreichten wir den ersten Tunnel. Hiervor gab es einen kleinen Stau, da jeder seine Taschenlampe hervorkramen musste. Danach ging es weiter durch noch drei Tunnels und nach weiteren 35 Minuten erreichten wir unser Ziel Caldeirao Verde.

 
Levada do Caldeirao Verde Levada do Caldeirao Verde
1. Tunnel Im 2. Tunnel ist es neben der Levada
genauso nass
   
Levada do Caldeirao Verde Levada do Caldeirao Verde
Gleich haben wir unser Ziel erreicht Caldeirao Verde
 

Wir warteten trinkend und schmausend die nächste Reisetruppe ab, dann kehrten wir um. Martin und Ingrid wanderten vorweg, nach dem zweiten Tunnel warteten Martin und Ingrid auf uns und fragten uns nach Desinfektionsmittel.

 
Levada do Caldeirao Verde Levada do Caldeirao Verde
Der Rückweg ist schön leer Nur vereinzelte Wanderer begegneten uns noch
   
Blick nach Santana Wilde Hortensien am Levadarand
Freier Blick nach Santana Wilde Hortensien am Levadarand
   
Hortensie Orientalische Liebesblume
Hortensie Orientalische Liebesblume
   
Von Queimadas zum Parkplatz

Ingrid hatte sich im Tunnel beim Ausweichen vor einer weiteren Reisetruppe den Kopf an einem spitzen Felsen angeschlagen. Leider hatten wir kein Desinfektionsmittel dabei. Die Wunde sah wie eine ca. zwei Zentimeter große Platzwunde aus und blutete zum Glück wenig. Wir hofften alle, dass es gut ging, denn wir hatten noch einen weiten Weg vor uns. Der Rückweg verlief bedeutend einsamer.

Gesamtwanderzeit: 4 Stunden 30 Minuten (genau wie im Reiseführer beschrieben).

   

Nach einer halbe Stunde waren wir zu Hause. Hier versorgten wir Ingrids Wunde mit Desinfektionsmittel und warfen eine weitere Waschmaschinenladung in die Maschine.

Nach einem Großeinkauf in Machico, fuhren wir zum Schwimmen nach Porto da Cruz, wo wir ganz alleine im Becken schwammen. Anschließend kochte Martin, während Ingrid Wäsche aufhängte und ich die Wäsche von heute Morgen zusammenlegte.

 

Unser leckeres Abendessen -->

Lachsnudeln mit Franziskaner
 
Zum Essen leisteten wir uns aussnahmsweise mal ein in Machico gekauftes Franziskaner Weizen. Es schmeckte nicht sonderlich. Entweder passte es nicht in die Landschaft oder Franziskaner braut fürs Ausland anders mit mehr Haltbarkeitsmitteln. Nach einem reichhaltigen Essen Spagetti mit Lachs wusch Manfred ab und dann genossen wir den restlichen Abend wieder auf dem Balkon vor unserer Panoramascheibe.
 
Wetter: Super! Temperatur ca. 28°C.
 
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