Zurück
weiter
 
Samstag, 1. Oktober 2011
 

Heute Nacht gegen 3 Uhr wurde ich von einem ungewöhnlichen Geräusch wach. Nach langem Überlegen fiel mir ein, dass es regnete – kannte ich gar nicht mehr! Als wir dann gegen 8 Uhr so langsam aufstanden, regnete es immer noch. Wir überlegten hin und her und packten für alle Eventualitäten das Auto voll.

 

20111001_Levada_ do_Canical auf einer größeren Karte anzeigen
 

Als wir von unserem Balkon auf die Straße blickten, lief gerade "unser Freund", der Hund, mit dem wir neulich einen Abendspaziergang machten, vorbei. Es reichte ein nettes Wort zu ihm und er sprang voller Vorfreude auf eine erneute Wanderung auf unsere Hausmauer. Als wir schließlich losfuhren klarte es auf und wir testeten unseren ursprünglichen Gutwetter-Plan, fuhren ins 15 Minuten entfernten Marocos und parkten fast direkt an der Levada do Canical (Wanderung Nr. 13 aus dem Rother Wanderführer).

 
Er würde uns sooo gern begleiten Wanderung von Marocos Richtung Canical
Er würde uns sooo gern begleiten Zur Levada do Canical
 

Mit Schirm und zum Teil mit Regenjacke wanderten wir los. Der Weg ist sehr abwechslungsreich, führt zuerst an ländlichen Häusern vorbei, durch Felder mit Zuckerrohr, anderen Ackerfrüchten, Wildblumen, zwischendurch durch freie Natur, dann wieder an Häusern entlang. Schließlich erhielt man Blicke auf Machico und den Pico do Facho, wo wir vor einigen Tagen wanderten. Unsere Schirme mussten wir immer wieder mal aus und wieder einpacken.

 
Levada do Canical Taro, Kolokasie
Levada do Canical Taro, Kolokasie
   
Bananenstauden Der einzige Tunnel am Weg
Der Weg verlief an Bananenstauden vorbei Hier brauchte man keine Taschenlampe
 

Nach ca. einer Stunde und 20 Minuten erhielten wir Blicke auf die Bar o Jacare, die wir nach einer weiteren halben Stunde erreichten. Innen saßen nur wenige Einheimische. Wir setzten uns auch rein, da es gerade wieder zu nieseln anfing. Da es draußen recht schwülwarm war, stillten wir erstmal unseren großen Durst.

 
Bar o Jacare Bar o Jacare
Unser Umkehrpunkt, die Bar o Jacare ist in Sicht Bar o Jacare von innen
 

Zurück genossen wir den ganzen Weg im Sonnenschein, da sah natürlich alles doppelt so schön aus.

 
Umkehrpunkt Levada do Canical Blick Richtung Castanho
Aufbruch zum Rückweg Blick auf Castanho, die Berge vor Canical
   
Eidechse
Hübsche Eidechse am Wegesrand
Nebenbei:
Auf der Suche im Internet nach Madeiras Eidechsen habe ich einen interessanten Artikel gefunden im Deutschen Ärzteblatt. Und zwar heißt es in dem Artikel, dass viele Eidechsen die Bevölkerung vor der Borreliose schützen. Saugt nämlich eine Zecke, die mit Borrellia infiziert ist, Blut an einer Eidechse, so werden die Borrellia Bakterien abgetötet. Das Blut einer Eidechse enthält auch nie Borrellia-Bakterien, im Gegensatz zu Mäusen. Und wenn es auf der Insel mehr Eidechsen als Mäuse gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit klein für die Bevölkerung, an Borreliose zu erkranken. Und trotzdem werden auf der Insel die Eidechsen mit einer Mischung aus Bananen und Strychnin vergiftet, weil sie Weintrauben und Bananen fressen.
 
Blick von der Levada o Canical Richtung Machico Tauben-Formationsflug über Machico
Blick von der Levada o Canical Richtung Machico Tauben-Formationsflug über Machico
   
Machico mit dem Pico do Facho links Schattiger Wegabschnitt
Machico mit dem Pico do Facho links Mal führt der Weg durch Wald
   
Tunnel an der Levada do Canical Bauernhaus mit Bananenstauden
Der einzige Tunnel Bauernhaus mit Bananenstauden
 
 
 
Weihnachtssterne Weihnachtssterne
Wie bekommt man Weihnachtssterne so groß? Ein einzelner Weihnachtsstern
   
Levada do Canical Levada do Canical mit Orientalischer Liebesblume
Vorbei gehts an einer Schlucht Im Vordergrund eine Orientalische Liebesblume
   
Zieringwer

Was an dem Weg so schön ist, er ist abwechslungsreich, man hat fast immer Aussicht, er ist leicht, man braucht nichts zum Trinken mitzunehmen, wegen der Bar am Umkehrpunkt und der Wanderweg ist kaum begangen.

Gesamtwanderzeit: 3 Stunden 40 Minuten.

 

 

 

<-- Zieringwer

 

Nach einer Kaffeepause testete Manfred das Cafe, eine Minute entfernt von uns, wo er mit seinem Laptop seine Emails checken konnte. Anschließend fuhren wir zum Schwimmen. Wir waren wie gestern die einzigen Schwimmgäste im Schwimmerbecken. Ein paar Kinder mit Eltern spielten im Nichtschwimmerbecken. Die Umkleidekabinen waren übrigens ab gestern nicht mehr geöffnet, es scheint ab dem 1. Oktober keine Saison mehr zu sein.

Da die Berge von dicken Wolken eingehüllt waren, beeilten wir uns, denn bei Regen macht Schwimmen auch keinen Spaß, vor allem wurden unsere Sachen, die am Beckenrande lagen, nass. Wir aßen in der Bar de Pipa, neben Antonios Bar, zu Abend. Außer mir aßen alle Lachs, ich aß Espada. Die Beilagen konnte man frei wählen. Zum Trinken testeten die beiden Sangria, Manfred und ich leisteten uns Bier gegen den Durst und anschließend probierten wir Poncha. Der freundliche Wirt brachte den beiden zum Ausgleich auch je einen kleinen Poncha. Das ganze für 51 Euro.  

Wie üblich ließen wir den Abend auf dem Balkon ausklingen, Ingrid suchte sich Bilder aus, die sie auf meinen USB-Stick spielte.

Wetter: vormittags leichtes Nieseln, nachmittags schön. Temperatur morgens 20°C, nachm. 25°C.

 
Zurück
weiter
Datenschutz