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Dienstag, 4. Oktober 2011
 
Heute beschlossen wir den Tropischen Garten in Funchal zu besuchen. Bei der Funchal-Abfahrt Nummer "11" fuhren wir von der Autobahn ab und auf einer vierspurige Straße bis zum Meer hinunter, dann links in unser Parkhaus. Bei einer muffeligen Ticketverkäuferin lösten wir ein Gemeinschaftsticket: "Seilbahn zum Tropischen Garten + Eintritt in den Tropischen Garten" für 23,50 Euro/Person. Wie hatten aus einem Büchlein ein Gutschein herausgelöst, 10% Ermäßigung für die Seilbahn zum Bot. Garten. Als wir ihr den präsentierten sagte sie streng, dass der hierfür ungültig wäre. Gut dann eben nicht.
 

20111004_Funchal_TropischerGarten auf einer größeren Karte anzeigen
 

Ein paar Worte zur Seilbahn nach Monte:
Die Seilbahn ist 3.718 Meter lang, benötigt für diese Strecke rund 15 Minuten. Die 39 Kabinen, die über jeweils 8 Sitze verfügen, können 800 Passagiere in der Stunde transportieren. Früher wurde die Strecke von einer Dampfeisenbahn bedient.

Wir brauchten nicht lange zu warten, dann konnten wir für uns vier eine Gondel ergattern. Geschäftstüchtig wie man hier in Funchal nun mal ist, wurden wir von einer Fotografin paarweise fotografiert, ob wir wollten oder nicht. Manfred erlaubte sich den Spaß und fotografierte zurück. Oben hätten wir die fertig ausgedruckten Fotos kaufen können. In 15 Minuten schaukelten wir gemütlich über die Dächer von Funchal hinauf nach Monte. Direkt am Tropischen Garten befand sich die Bergstation.

 
Seilbahntalstation nach Monte Mit der Seilbahn über Funchal
Bei der Abfahrt wurden wir fotografiert,
ob wir wollten oder nicht
Wir schweben über Funchal nach Monte
 

Wie heißt es so schön im Reiseführer, wenn man nur einen Garten Madeiras besichtigen kann, dann sollte man sich für den Jardim Tropicals do Monte Palace entscheiden. Und das taten wir. Früher gehörte dieser Park zum Hotel Monte Palace. Zu Beginn der 80er Jahre erwarb der Madeirer Jose Berardo das gesamte Anwesen und seit 1991 ist der Garten der Öffentlichkeit zugänglich. Im Tropischen Garten befinden sich die festen Ausstellungen "Paixão Africana" - "Afrikanische Leidenschaft" und "Segredos da Mãe Natureza" - Edelsteine aus Afrika, Brasilien, Portugal, Peru, Argentinien und Nordamerika. Berardo ließ orientalische Gärten nachbauen, stellte buddhistische Skulpturen aus, legte Teiche mit Koi-Karpfen an und natürlich findet man Pflanzen aus aller Welt, wie den australischen Farnbaum, Azaleen und Orchideen vom Himalaja, Heide aus Schottland, Proteaceae aus Südafrika und vieles, vieles mehr.

 
Hop-on, hop-off Bus Eingang zum Jardim Tropical Garden Monte Palace
Unter uns ein Hop-on, hop-off Bus
Überall gab es "CDU"-Plakate
Eingang zum Jardim Tropical Garden Monte Palace
 

Bestimmt gute 4 Stunden flanierten wir im Tropischen Garten umher. Es gab ja so viel zu sehen! Wir starteten mit den beiden oben erwähnten Ausstellungen.

 
Afrikanische Ausstellung Mineralienausstellung
Afrikanische Ausstellung Mineralienausstellung
 

Dann ging es durch Wald, bestehend aus exotischen Bäumen, wie den australischen Farnbaum, Rubinie, Eiche, Drachenbäumen, Palmen, Eukalyptusbäumen... Wir beobachteten hunderte von Wellensittichen in einer großen Voliere, wanderten zum Imbiss, wo wir uns stärkten. Anschließend ging es noch mal zurück zum Endpunkt, einem Aussichtspunkt, vorbei an dem südorientalischen Gartenteil, hübsch angelegt mit Teichen mit Koifischen (japanische Karpfen) und Pflanzen der jeweiligen Region.

 
Vorbei an Hortensien Farnbäume
Vorbei an Hortensien Farnbäume beeindrucken mich immer wieder,
sie erinnern mich an Märchen
   
Wellensittich-Voliere Teich mit Koi-Karpfen
Wellensittich-Voliere Teich mit Koi-Karpfen
   
Palme Palme
Hübsche Palme... ...und noch eine
   
Orientalischer Teil des Gartens Am mittleren See
Orientalischer Teil des Gartens Am mittleren See
 

Am Aussichtpunkt konnte man einen Blick auf das riesige, dichtbesiedelte Funchal werfen. Plötzlich, wir schlenderten an der Mauer entlang, zischte ein besetzter Korbschlitten vorbei. Das ist ja ein Zufall, ich wusste gar nicht, dass die Strecke hier vorbeiführte, dann sahen wir das mal life. Wir warteten geduldig, bis wir nach einer Viertelstunde, kurz bevor wir aufgaben, belohnt wurden und ein Korbschlitten vorbeisauste. Ganz schön gefährlich die Strecke! Ein Auto, welches hinter dem Korb herschlich, überholte den Schlitten knapp vor einer Kurve. Ingrid ärgerte sich, dass sie nicht filmen konnte, weil die Einstellung in der Kamera nicht stimmte. Und das nach der langen Warterei! Aber kaum zu ärgern begonnen, da rauschte zu Ingrids Freude der nächste Korbschlitten herab.

Korbschlittenfahrt:
Ein Engländer soll die Korbschlittenfahrt im 19. Jahrhundert erfunden haben, um schnell von den hier oben in Monte gelegenen Herrenhäusern nach Funchal zu gelangen. Heute ist es eine international bekannte Touristenattraktion. Man kann sich also durch enge und gewundene Gassen auch heute noch herunterrutschen lassen. Die Korbschlitten werden, unten angekommen, per LKW wieder nach oben transportiert.

 
Korbschlittenfahrt Fuchsie
Eine Korbschlittenfahrt ist lustig... Fuchsie
 

Ach ja, als wir hier so saßen, beobachteten wir einen Mann mit SUV, der in eine Glassammelbox seine Flaschen einwarf. Die leere Tüte warf er einfach in den dahinterliegenden Garten, statt in den Mülleimer, der sich direkt neben den Containern befand. Das gleiche wiederholte er noch einmal. Kaum zu glauben!

 
Lilie Umrahmt vom Farnbaum
Eine Lilienart? Die "Kinder" haben uns fotografiert
 
Zurück ging es wieder zu viert in einer Seilbahn-Gondel hinunter. Unten besuchten wir noch das nette gegenüberliegende Museumscafe im Madeira Story Center, tranken frisch gepressten Orangensaft und suchten ein kleines Präsent für unsere Weihnachtssternpflegerin aus.
 
Figur im tropischen Garten Mit der Seilbahn zurück nach Funchal
Figur im tropischen Garten Mit der Seilbahn zurück nach Funchal
 
Auf der Rückfahrt stellten wir fest, dass im Pool leider immer noch kein Wasser eingelassen wurde. Gegen 17 Uhr fuhren wir über Portela nach Santa do Serra, um dort zu Schmausen, aber "unser" Lokal, welches wir vom letzten Jahr kannten, hatte geschlossen. So fuhren wir weiter ins 11 Kilometer entfernte Machico, schmausten wie üblich im do Cosca, wo uns der Wirt beim dritten Besuch mit Handschlag begrüßte. Wir tranken und aßen das gleiche wie die letzten Male: Vorweg eine Portion (4 Teile) Knoblauchbrot, die Männer Tomatensuppe und dann die Männer Pfeffersteak und wir Frauen Degenfisch mit Banane. Zum Nachtisch erhielten wir einen Maracujalikör. Am Strand von Machico bummelten wir ein wenig umher und genossen die Abendstimmung bei der untergehenden Sonne. War wieder ein toller Tag.
 
Schwimmbad ohne Wasser Strand von Machico
"Unser" Schwimmbad hat kein Wasser Strand von Machico
 
Machico
 
Abendspaziergang in Machico bei Sonnenuntergang
 
Machico
 

Wetter: schön bei 28°C in Funchal. Nachmittags trübte es etwas ein. Abends gegen 20 Uhr noch 23°C.

 
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