Madeira 2016

Santana

Montag, der 26.9.2016

Nach unserem leckeren Frühstück brachen wir nach Santana auf. Nicht beabsichtigt, aber zufällig entdeckten wir das Schild Richtung Parque Tematico da Madeira, dem wir folgten. Wir parkten auf dem Parkdeck (Bau aus dem 70er Jahren dem Design nach) und liefen Richtung Eingang. Vor uns befand sich eine 3er Gruppe junger Leute, die unschlüssig umkehrten und in ihren Smartphones suchten. Der Parque Tematico da Madeira war geschlossen stellten wir fest. Aber wir entdeckten einen Angestellten, der gerade auf uns zu lief und die Pforten öffnete. Da hatten wir aber Glück gehabt! Es war Punkt 10 Uhr und Öffnungszeit.

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Eingang Parque Tematico da Madeira

Wir zahlten je 6 Euro Eintritt und befanden uns auf einem Gelände, auf dem die Geschichte und Traditionen Madeiras dargestellt wurden. Wir sahen kleine nachgebaute madeirensische Häuschen.

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So wohnte man damals auf Madeira

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Frauen zeigten ihr traditionelles Handwerk, wie spinnen, weben und Korb flechten (rechts oben Brot backen).

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Es wurde Ackerbau und Gartenbau dargestellt, was für Pflanzen hier gedeihen, z. B. der Zuckeranbau oder Bananenanbau usw. Auch ein kleiner Levadaweg wurde nachgebaut. In Ausstellungsgebäuden wurde gezeigt, wie und wann Madeira entdeckt wurde, wie die Insel aufgebaut ist usw. Sehr interessant.

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Nach 2 Stunden waren wir durch, wir stärkten uns mit Kaffee und Kuchen, direkt an einem nett angelegten Teich. Die Fische im Teich bettelten um die Wette. Im Shop, am Eingang des Parks wollten wir eigentlich nur ein paar Postkarten erstehen, aber wir entdeckten hier auch noch ein interessantes Buch über Madeira und einen kleinen 8-Euro Rucksack für mich, den ich inzwischen heiß und innig liebe, weil er so schön klein und leicht ist und viele Fächer hat.

Zuhause angekommen legten wir ein Päuschen ein und brachen gegen 14 Uhr zum Schwimmen auf. Leider war das Schwimmbad geschlossen, das Wasser fehlte, so setzten wir uns in das Cafe am Pool, tranken eine Kleinigkeit und bummelten durch Porto da Cruz. Am Eingang des Pools befand sich ein Schild, dass montags das Schwimmbad geschlossen sei.

In der Villa zurück, die übrigens aus zwei Wohnungen besteht, von der wir eine bewohnten, die andere leer steht, erledigte ich Administratives wie Bilder herunterladen, Tagebuchschreiben und Manfred stöberte in unserem neuen Buch herum.

Gegen 17:30 Uhr fuhren wir wieder ins Dorf hinunter und schmausten in dem Restaurant, das dem Pool am nächsten lag bzw. wo wir heute Mittag eine Erfrischung zu uns genommen haben. Manfred aß Pfeffersteak mit Pommes, ich Degenfisch ala Madeirense (Degenfisch paniert mit Salat und Pommes). Es war kein Filet, sondern man musste dicke Gräten entfernen unter der Panade, war aber saftig und gut. Nur die Pommes waren nicht so mein Fall.

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Links: Pool ohne Wasser / Rechts: Beim Abendessen

Den restlichen Abend ließen wir auf der Terrasse ausklingen. Als wir so beim Ausklingen waren, es war schon dunkel, da spazierten zwei einheimische Frauen, vielleicht um die 70 Jahre oder älter, an unserer Terrasse auf der Straße vorbei. Eine der beiden hob gegenüber ein Pflanzenbüschel empor, schob eine Plastiktüte darunter und verdeckte mit dem Büschel die Tüte. Beide dachten wir "was für Schweine, einfach so den Abfall in einem fremden Garten zu versenken!" Die beiden besuchten die Adega Bar neben uns. Nach einer Weile spazierten sie zurück und die Frau holte ihre Tüte aus dem Gebüsch hervor und nahm sie mit. Da haben wir uns wohl verschätzt. Sie wollten gar keinen Abfall entsorgen, sondern wahrscheinlich die Tüte vor den Wirtsleuten der Bar verstecken. Vielleicht wollten sie nicht zeigen, dass sie etwas gekauft haben, was es in der Bar auch gegeben hätte. Na, da müssen wir uns aber für unsere bösen Gedanken entschuldigen.



4. Tag - --->

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