Madeira 2016

Levadawanderung in Prazeres

Dienstag, der 27.9.2016

Wie fast jeden Morgen drehte einer der Hunde aus der Nachbarschaft seine übliche Runde an unserer Terrasse vorbei. Er sagte uns natürlich wieder guten Morgen. :-)

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Links: "Unser" Hund bei seiner täglichen Runde / Rechts: In Sao Lorenco war es uns heute zu windig

Heute wollten wir nach Sao Lorenco an das kahle Ostende der Insel fahren und dort eine wunderschöne Wanderung über die Felsen mit spektakulären Ausblicken unternehmen. Ein Paar, was mit uns gestern Abend drei Worte wechselte, riet uns davon ab, da es heute und Morgen stürmisch werden sollte. Wir wussten es natürlich besser und fuhren trotzdem hin. Auf dem Parkplatz merkten wir aber, dass der Wind uns nur so um die Ohren pfiff. Sollten wir vielleicht doch lieber diese Wanderung ein andermal unternehmen?

Wir entschlossen uns deshalb doch lieber auf die Südseite der Insel zu fahren, denn auf der Nordseite lagen dicke, fette Wolken. Je weiter wir nach Süden fuhren, desto sonniger wurde es.

Wir folgten der Küstenautobahn bis Calheta, dort ging es landeinwärts in den Ort Prazeres. Bis hierher brauchten wir ca. eine Stunde. Am ruhigen Hauptplatz des Ortes stellten wir unser Auto ab und starteten zu Fuß. Hier entdeckten wir zwei Emus in einem großen Gehege, Sie gehörten zur Prazeres Educational Farm.

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Unterwegs auf die Südseite der Insel und Prazeres

Manfred warf ihnen herumliegenden Äpfeln zu, um die sie sich rissen. Mit ihren kräftigen Schnäbeln hackten sie die Äpfel schnell klein.

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Im Teehaus der Farm, tranken wir einen Kaffee und kauften regionale, selbstproduzierte Produkte für unsere daheimgebliebene Tochter als Mitbringsel und zwar Zitronenmelisse und Pflaumen, Maracuja-Marmelade. Die Tiere selbst besuchten wir nicht mehr, das war eher ein Kinderspaß.

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Im Teehaus der Quinta Pedagigica dos Prazeres

Nun starteten wir die etwas oberhalb von Prazeres beginnende Levada in Richtung Paul do Mar.

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Levadastart in Prazeres

Zu Beginn sah man die Überreste von verbrannten Bäumen des letzten großen Brandes. Ansonsten war der Weg sehr schön, mal verlief er durch Eukalyptuswälder mal an Feldern vorbei. Kein Wunder, man nennt sie auch die Eukalyptus-Levada.

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Bilder oben: Der letzte Brand hat hier seine Spuren hinterlassen

Bilder unten: Gegenverkehr / Harte Feldarbeit

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An einem kleinen Cafe/Laden setzten wir uns auf eine Erfrischung hin und nahmen dies nach einer Stunde und 45 Minuten als Wendepunkt.

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Auf dem Rückweg fütterte ich noch Eidechsen mit einem aus der Levada gefischten Apfel, den sie ausgesprochen gerne mochten.

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Der Weg war nicht sehr stark begangen. Eine Gruppe Einheimischer rastete am Levadarand und schmauste. Ein paar weiter Pärchen begegneten uns, das war alles.

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Links: Dachschmuck soll Glück bringen

Die Gesamtwanderzeit betrug 3 Stunden 15 Minuten.

Nach einer Stunde Fahrzeit erreichten wir unsere Villa. Wir legten ein Kaffeepäuschen ein und fuhren anschließend zum Schwimmen. Es kostete 3 Euro Eintritt für uns beide. Wir hatten das ganze Becken für uns alleine, nur am Rande lagen ein paar Leute auf ihren Liegestühlen. Die Wassertemperatur war ok, nachdem man sich dran gewöhnt hatte. Ich schwamm zwei riesige Runden hin und her, dann zogen Regenwolken auf und wir kleideten uns rasch wieder an, damit unsere Sachen am Beckenrand nicht nass wurden.

Im Restaurante Praça do Engenho schmausten wir innen, Manfred aß Thunfisch, ich Degenfisch mit Banane. Mein Degenfisch schmeckt mir hier am besten, der Thunfisch von Manfred war von den Beilagen her in Machico besser, die Maisbällchen schmeckten ihm nicht sonderlich gut.

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Bei dem Wetter setzten wir uns lieber in den Innenbereich des Restaurants

Wetter:
Auf der Nordseite regnerisch auf der Südseite sonnig
Temperaturen morgens 20°C, mittags 26°C.



5. Tag - --->

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