Madeira 2016

Kleine Inselrundfahrt

Sonntag, der 2.10.2016

Meinem Fuß ging es heute etwas besser. Ich konnte wenigstens schmerzfrei auftreten. Das Gehen ging in soweit, dass ich meinen Fuß nicht nach oben biegen konnte, wahrscheinlich wegen des Blutergusses bzw. der Anschwellung in dem Bereich. So beschlossen wir eine kleine Inselrundfahrt zu machen.

Manfred bereitete wieder das Frühstück zu. Dann setzten wir uns ins Auto und fuhren Richtung Machico, bogen aber schon bei der nächsten Abfahrt Richtung Porto da Cruz ab und gleich wieder aufwärts nach Portela. Unterwegs und von hier oben hatten wir eine grandiose Sicht auf den Adlerfelsen, Porto da Cruz und unsere Wohnung.

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Links der Adlerfelsen und rechts daneben Porto da Cruz

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Links: Porto da Cruz mit Schwimmbad / Rechts: "Unsere Villa" in der Mitte des Bildes

Weiter fuhren wir nach Santo da Sierra, einem recht hoch gelegenem Ort, in dessen Innerstadt gerade ein Fest stattfand. Parkplätze waren deshalb nicht vorhanden. Am Straßenrand wurde schon Holz erhitzt, um wohl irgendetwas darauf zu Grillen oder so.

Wir fuhren weiter nach Camacha. Hier ergatterten wir gerade noch den letzten Parkplatz in der Nähe einer Aussichtskanzel Richtung Funchal. Auf der Aussichtskanzel wurde ich von einem nervigen "Bettler" angesprochen, er fragte mich ein Loch in den Bauch und schließlich fragte er nach Münzen. Mich nervte das sowieso, weil ich wegen meines Fußes selber schon genervt war und auch nicht schnell verschwinden konnte.

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Links: Kirche von Camacha / Rechts: Kaufhaus in Camacha

Wir spazierten (hinkten) noch in ein, sich in der Nähe befindliches Kaufhaus, in dem selbstgeflochtene Produkte und andere Andenken angeboten wurden, wie Poncha, bemalte Fliesen, Tassen uvm.

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Angebotene Waren im Kaufhaus von Camacha

Wir wollten uns auf einen Kaffee hinsetzten, aber es kam keiner, so dass wir, weil es auch nicht gerade warm war bei den aufziehenden Wolken, uns ins Auto setzten und weiter Richtung Funchal fuhren. In Funchal fuhren wir auf der Schnellstraße Richtung Ribeira Brava, legten aber noch einen Fotostop in Camara de Lobos ein. Mangels Parkplätze in der Innenstadt, hielten wir nur kurz an einem Aussichtspunkt und fuhren weiter

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Eindrücke von Câmara de Lobos

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Auf dem Heimweg fuhren wir unter der Lande- und Startbahn des Flughafens hindurch

Zuhause angekommen tranken wir unseren obligatorischen Kaffee, Manfred holte uns von der Adega Bar je ein Stück frisch gebackenen, äußerst leckeren Bananenkuchen. Die Bar war sehr voll, deshalb aßen wir ihn hier. Eine Stunde später, die Bar war wieder leer, setzten wir uns zum Surfen auf ein Bierchen rüber auf unseren Stammplatz mit Blick über Porto da Cruz. Die Wirtin gab mir den Tipp meinen Fuß eine Weile im Salzwasser zu baden und gab mir ein Paket Meersalz mit. Zuhause im Garten testete ich sogleich das Fußbad im Meerwasser, indem ich das Salz in einem Wascheimer mit warmen Wasser auflöste und mein Fuß hinen stellte, während ich Tagebuch schrieb.

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Tagebuch schreibend bade ich meinen verletzten Fuß in Salzwasser

Abends fuhren wir ins Dorf hinunter. Manfred ließ mich in Anbetracht meines lädierten Fußes direkt an der Bar Pipa aussteigen, während er einen Parkplatz suchte. Per Zufall ergatterte er aber direkt neben mir einen Platz, näher ging es nicht. Da das Wetter aber so gut war und man in der Bar Pipa nur innen essen konnte wanderten wir zum üblichen Restaurante und schmausten dort mit Blick auf das Meer.

Im Nachbarrestaurant ließ sich ein tätowiertes Pärchen mit 2 verhätschelten Kötern nieder. Der Mann saß mit bloßem Oberkörper, "Mann" musste ja zeigen was er für Muckis hatte, nachdem er vor aller Augen eine große Runde im Meer schwamm. Womit die beiden aber nicht gerechnet hatten, waren die Straßenhunde, die hier friedlich auf und abliefen, in der Hoffnung, dass für sie etwas Essbares abfallen würde. Die beiden Köter des Pärchens regten sich aber dermaßen laut bellend über die drei Straßenhunde auf, dass dass Pärchen irgendwann genervt aufstand, zahlte und das Weite suchte. Es war ihnen wohl doch etwas unangenehm, dass sich alle Augenpaare auf die beiden richteten und Manfred die beiden auch noch filmte :-).

Kurz überlegte ich mir keinen Degenfisch zu bestellen, damit das im Reisebericht nicht so blöd aussieht, dann dachte ich mir, es ist mein Urlaub und ich esse was mir schmeckt. Bekomme ich zuhause Lachs? Ja! Bekomme ich zuhause Dorade? Ja! Bekomme ich zuhause Fleisch? Sowieso! Bekomme ich zuhause Degenfisch? Nein! Manfred bestellte sich Spezialsteak.

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Abendessen in unserem Stammlokal am Meer

Eine Verdauungsrunde um den kleinen Berg verkniffen wir uns heute, dafür leisteten wir uns nach dem Essen einen Poncha. Ihr kennt keinen Poncha liebe Leser? Für gewöhnlich besteht Poncha aus Honig und Zitronensaft und ganz wichtig, aus Zuckerrohrschnaps, der hier auf Madeira hergestellt wird.

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Links: Solche Schuhe muss ich mir in der nächsten Zeit leider verkneifen

Rechts: Poncha mit Blick Richtung Sao Lorenco

Den Abend ließen wir wie immer auf der Terrasse ausklingen. Als wir so dasaßen fuhr plötzlich ein Sanitätsauto vor der Bar Adega vor und nahm jemanden mit. Das beunruhigte uns etwas, wir hofften, dass das Besitzerpaar noch wohlauf war.

Wetter:
Sonne, nachmittags zogen Wolken auf, abends klar.
Temperaturen morgens 21°C, mittags 24°C.



10. Tag - --->

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