Madeira 2016

Große Inselrundfahrt

Montag, der 3.10.2016

Zuerst dachte ich, meinem Fuß geht es wie gestern, immer noch musste ich die Treppen vorsichtig mit dem verletzten Fuß vorweg, hinuntergehen, damit er nicht überdehnt wurde. Nach dem Frühstück und dem anschließendem morgendlichen Kaffee auf der Terrasse, brachen wir zu einer großen Inselrundfahrt auf.

Wir fuhren Richtung Faial, dort bogen wir bei einem Café links Richtung Ribeira Frio ab. Unterwegs hielten wir oft und fotografierten wie die Weltmeister.

Madeira

Unterwegs durch die Berge nach Ribeira Frio

Madeira Madeira

Rechts: Eine selbstgebastelte Materialseilbahn

Madeira Madeira

In Ribeira Frio, übersetzt "kalter Fluss", befindet sich eine staatliche Forellenzucht. Man kann um die Anlage herumspazieren und sich in diversen Becken Forellen von unterschiedlicher Größe ansehen. Sie ist wie eine kleine Parkanlage angelegt. Im daneben liegenden Souvenirshop kauften wir eine neue Straßenkarte von Madeira, unsere alte hatte schon ein paar Jährchen auf dem Buckel.

Madeira Madeira

Ribeira Frio

Madeira Madeira

Wir überlegten uns, wenn wir schon mal hier waren, konnten wir doch einen Abstecher zum dritthöchsten Berg Madeiras, den Pico do Arieiro machen (1810 Meter). Wir ergatterten einen Parkplatz und spazierten dort ein wenig herum. Meinem Fuß ging es bedeutend besser als gestern, das Herumlaufen funktionierte ganz gut. Ich musste nur aufpassen meinen Fuß nicht umzuknicken und abwärts schön langsam zu gehen. Das Wetter änderte sich hier oben von einer Minute zur anderen. Hatte man gerade noch freie Sicht, war in der nächsten Minute alles in dichte Wolken gehüllt.

Madeira Madeira

Auf dem Pico do Arieiro

Madeira Madeira

Links: Plötzlich zog Nebel auf / Rechts: Gipfelbild mit Dame

Madeira

Blick vom Pico do Arieiro

Dann ging es weiter auf die andere Inselseite über Monte nach Funchal. Je mehr wir uns Funchal näherten, desto auffälliger sah man noch die Spuren des letzten Brandes, der hier vor ein paar Wochen wütete.

Madeira

Auf der Fahrt vom Pico do Arieiro nach Funchal

Madeira Madeira

Spuren des letzten Brandes

In Funchal fanden wir die Abzweigung auf die Autobahn Richtung Ribeira Brava nicht auf Anhieb und sind erst mal versehentlich in die Stadt hinuntergefahren. Aber irgendwann landeten wir auf der richtigen Piste. Wir planten nämlich über Riberira Brava und Serra de Agua (Richtung Sao Vicente) zum Eucumeada Pass hinaufzufahren und von dort auf die Hochebene Paul da Serra, was Gebirgsmoor bedeutet, zu fahren. Oben auf Passhöhe fuhren wir teilweise durch ganz dichte Wolken. Die Windräder drehten sich kaum.

Madeira

Die Windräder auf Paul da Serra

Manchmal ließen die Wolken Blicke zu beiden Seiten der Insel frei werden. Wir sahen, dass auch oberhalb Calhetas und Prazeres ganze Berghänge abgebrannt waren - schlimm! Einen kleinen Stop legten wir bei einem Kaffee ein, am Hotel "Jungle" oder so ähnlich. Wir saßen draußen bei maximal nur 15°C, denn innen durften wir uns mit unserem Kuchen und Kaffee nicht an einen der gedeckten Tische setzen, die waren Gästen vorbehalten, die warme Mahlzeiten speisen wollten (die mehr Kohle da ließen).

Madeira Madeira

Unterwegs nach Porto Moniz

Wir fotografierten noch das in der Sonne liegende Porto Moniz von oben, dann traten wir den Rückweg an über Seixal, Sao Vicente, Ribeira Brava, Funchal, Machico nach Porto da Cruz.

Madeira Madeira

Auf der Fahrt von Porto Moniz (links) nach Sao Vicente

In 1 Stunde und 10 Minuten waren wir zurück in Cruz. Zuhause setzte sich Manfred noch in die Adega Bar. Ich war gespannt was er für Neuigkeiten berichtete bezüglich des gestrigen Krankenwagens vor der Tür der Adega Bar. Ich setzte mich Tagebuchschreibend und meinen Fuß in Salzwasser baumelnd in unseren Hof, hinterm Haus. Manfred berichtete, dass die Wirtsleute der Adega Bar wohlauf seien, sie hätten gestern Abend die Ambulanz gerufen, da ein älterer, nicht so mobiler Gast mit Stock, beim Verlasen des Lokals gestolpert sei und stark blutete. Darum haben sie vorsorglich die Ambulanz bestellt.

Anschließend fuhren wir zum Essen nach Puerto da Cruz hinunter. In unserem Stammlokal am Meer schmauste wir. Manfred Spezialsteak, Rind mit Speck und Ei, ich Degenfisch mit Banane. Zum Abschluss leisteten wir uns einen Poncha.

Madeira Madeira

Essen in unserem "Stammrestaurant" mit Blick auf Sao Lorenco

Madeira Madeira

Links: Pool in Porto da Cruz / Rechts: Blick von unserer Terrasse

Auf der Terrasse ließen wir den Abend ausklingen.

Wetter:
Sonne, dichte Wolken auf der Hochebene Paul de Serra, abends klar.
Temperaturen morgens 21°C, mittags 24°C.



11. Tag - --->

Zurück zur Startseite