Madeira 2016

Lewadawanderung Prazeres

Mittwoch, der 5.10.2016

Beim Frühstück wunderten wir uns etwas, weil "Eingeborene" allein oder in Gruppen vor unserer Tür in ihren Sportdressen im zügigen Schritt den Berg hochmarschierten. Normalerweise sahen wir das nur am Wochenende. Gut, wir dachten nicht weiter darüber nach. Bevor wir aufbrachen, entdeckten wir wieder die kleinen Tierchen an der Hausmauer, die etwa 1 cm groß waren und der Kopf sah aus wie eine Ameise. Als ich wieder zuhause war, fragte ich im Madeira Forum, um was für ein Tier es sich da handeln könne. Ich erhielt prompt die Information, dass es sich um eine Larve der Sackträgermotte handeln würde.

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Links: Morgens auf unserer Terrasse / Rechts: eine Larve der Sackträgermotte auf unserer Hauswand.

Es zogen dicke Wolken auf, so beschlossen wir auf die andere Inselseite zu fahren nach Prazeres oberhalb Calhetas gelegen. Auf der Fahrt meinte Manfred die Straßen wären ja besonders leer heute, ganz ohne Lastwagen. Ich googelte nach portugiesischen Feiertagen und richtig, heute war einer der beiden weltlichen Feiertage in Portugal. Dann war ja alles klaro!

Nach einer Stunde erreichten wir Prazeres, wo wir neulich schon mal einen Levadaweg starteten und zwar Richtung Westen, diesmal wollten wir Richtung Osten wandern. Mal sehen, ob mein Fuß das mitmachte. Vorsichtshalber habe ich weite Comfort-Schuhe angezogen, in die mein dicker Fuß auch hineinpasste. Profil hatte er ja auch, ähnlich wie meine Wanderschuhe. Wir stellten das Auto an gleicher Stelle am Hauptplatz ab und besuchten erst einmal das Teehaus bei der Quinta Pedagogica dos Prazeres auf einen Kaffee.

Wir saßen alleine draußen. Manfred lockte eine Katze an, die sich auch sogleich auf Manfreds Schoß hocharbeitete, indem sie sich an seinen bloßen Oberschenkel festkrallte mit ihren ausgefahrenen Krallen. Das fand Manfred weniger witzig und versuchte sie runterzuschubsen. Das dankte ihm die Katze mit einem Fauchen und noch einem weiteren Kratzer an der Hand :-) Das hat "Mann" nun von seiner Katzenfreundlichkeit.

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Im Teehaus der Quinta Pedagogica dos Prazeres

Wir sahen uns im Anschluss noch ein bisschen vor dem Teehaus um.

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Schnappschüsse aus dem Pfarrgarten in Prazeres

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Pfarrkirche Igreja de Nossa Senhora das Neves Prazeres

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Startpunkt unserer Wanderung in Prazeres

Anschließend starteten wir den Levadaweg Richtung Osten wie geplant. Er lief zuerst an Häusern vorbei und tauchte dann in den Eukalyptuswald, soweit noch nicht abgebrannt. Denn auch hier hatte das Feuer sehr gewütet. Viele Bäume waren schwarz, bzw. die Blätter braun wie im Herbst. Und aus diesem schwarzen Boden spross bereits überall der neue grüne Farn hervor. An manchen Bäumen, an Eukalyptusbäumen sprossen am Baumstamm von unten bis oben neue grüne Blätter hervor. Auch Blüten erschienen aus dem Nichts.

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Eindrücke von unserer Levadawanderung

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Wir kletterten über angebrannte Baumstämme

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Aus angebrannten Baumstämmen spross schon wieder frisches grün

Wir wanderten etwa 1,5 Stunden am Hang entlang und kehrten an einer vor uns auftauchenden Gärtnerei oder was es auch immer war, wieder um. Unter uns lag ein riesiger freier Parkplatz. Es begegneten uns vielleicht insgesamt 3 bis 4 Paare, wahrscheinlich starteten sie von dem Parkplatz, an unserem Umkehrpunkt.

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Wir erreichten unseren Umkehrpunkt einen riesigen Parkplatz

In Prazeres zurück, wanderten wir durch eine richtig hübsche Siedlung, wo wir uns überlegten, hier als Alternative zu Porto da Cruz auch unseren Urlaub verbringen zu können, falls unsere Vermieter mal irgendwann sein Haus verkaufen sollten. Wenig Touries, entschleunigter Ort.  

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Nette Wohngegend in Prazeres

Zurück am Auto nach weiteren 1,5 Stunden stillten wir in einem Restaurant am Hauptplatz unseren Durst und beobachteten dabei zwei Picknickpaare auf dem Platz, die von mindestens 7 Katzen beobachtet wurden, ob nicht endlich Brocken für sie abfallen würden. Gegen 16 Uhr erreichten wir unsere Wohnung. Wir setzten uns kurz zum Surfen in die Adega Bar.

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Links: Rückfahrt von Prazeres nach Porto da Cruz / Rechts: Blick von der Adega Bar nach Porto da Cruz

Zum Abendessen fuhren wir dann zum Essen in den Ort hinunter. Im Restaurante Praça do Engenho schmausten wir, Manfred sein Spezialsteak, ich Thunfisch. Beides gut, aber der Degenfisch war besser als der Thunfisch :-)

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Essen in unserem Stammlokal in Porto da Cruz

Nach dem Essen drehten wir unsere obligatorische Verdauungsrunde einmal um den Felsen von Porto da Cruz.

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Auf unserem Abendspaziergang müssen wir diese Fontaine abwarten, um nicht klitschenass zu werden



13. Tag - --->

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