Madeira 2016

Levada und Walbeobachtung

Freitag, der 7.10.2016

Bis zu unserer gebuchten Walbeobachtungstour blieb uns noch der ganze Vormittag.

Wir beschlossen gleich von der Haustür aus zu wandern und zwar auf der Levada Castelejo. Dazu wanderten wir auf der Straße vor unserer Tür den Berg hinauf bis zur zweiten Bar. Vor der Bar zweigte ein kleines, geteertes Sträßchen links Richtung Levada do Castelejo ab. Ein paar Meter weiter aufwärts zweigte unser Levadaweg nach rechts ab. Wir wählten die Richtung entgegen der Fließrichtung.

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Auf der Levada do Castelejo

Der Weg verlief an Häusern mit ihren angelegten Gärten und Feldern vorbei mit Blick auf den Adlerfelsen. Später wurden auch Blicke auf die Berge und das nächste Tal frei. Wir passierten einen kleinen Selbstbedienungsladen mit Obst und anderem.

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Kleiner Selbstbedienungsladen an der Levada

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Links: Nur ein junger Hund bewachte den Stand / Rechts: Mahlzeit!

Nach 1 Stunde 20 Minuten kehrten wir um. Die Levadas sind auf dieser Inselseite, die beim letzten Brand verschont wurde, bedeutend grüner und nicht so staubig.

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An der Levada tauchten hohe Berge auf. Manchmal ging es tief ins Tal hinab

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Manchmal war der Weg durch Seile gesichert.

Zwischendurch piepte mein Handy, Air Berlin mailte, dass wir den Zuschlag für einen freien Sitzplatz in unserer Dreierreihe erhalten hätten für 45 Euro. Das klang doch super! Wir hofften, dass die Maschine auch wirklich fliegen würde, denn die Crews von TUI Fly meldeten sich gerade massenweise krank. Man glaubte an einen versteckten Streik. Und da Air Berlin auch Crews von TUI Fly eingestellt hatte, war auch Air Berlin von dem indirektem Streik betroffen.

Nach 2 Stunden Gesamtgehzeit erreichten wir unseren Nachbarn, die Adega Bar wo wir uns mit selbstgebackenen Bananenkuchen und Kaffee, bzw. Eistee erfrischten.

Um 13 Uhr fuhren wir auf die andere Inselseite nach Calheta, das wir gegen 14:00 erreichten. Da wir nicht direkt am Hafen einen Parkplatz fanden, mussten wir ein paar Schritte laufen. Trotzdem erreichten wir um 14:20 Uhr den Hafen von Calheta. Um 14:40 Uhr sollten wir uns am Stand von Lobosonda einfinden zur, per Mail gebuchten Walbeobachtungstour. Wir checkten ein und zahlten unsere 96 Euro. Wir 12 Passagiere wurden in 2 Sprachgruppen eingeteilt, Englisch und Deutsch. Unsere Begleitung stammte aus den Niederlanden, war Meeresbiologin und konnte sowohl englisch als auch deutsch sprechen.

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Links: Die Ribeira Brava / Rechts: Unsere Stenella

Wir sausten mit dem Schnellboot Stenella mit 40km/h (21,6 Knoten für Seeleute) raus aufs Wasser. Die Sonne brannte, aber durch den Fahrtwind war es angenehm kühl. Jacken brauchten aber nur die ganz vorne sitzenden.

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Links: Manfred im Fahrtwind / Rechts: Ein weiteres Boot fährt zur Walbeobachtung

Der Kapitän sauste hin und her, per Funk immer den neuesten Sichtungen an Land folgend. Wir hörten, dass Cuvier Schnabelwale gesichtet wurden, fuhren dorthin, warteten, bis jemand durchsagte, die Wale wären soeben abgetaucht, deshalb schoss unser Steuermann los, um uns lieber die sichereren Delfine an einer anderen Stelle zu zeigen als die unsicheren Schnabelwale.

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Blick zurück auf Madeira

Plötzlich machte er eine 180° Kehrtwende und wir schossen mit 60 km/h (32,4 Knoten) wieder an die Stelle zurück, wo wir gerade aufgebrochen waren. Die Wale wurden wieder gesichtet. Es waren 4 Stück, die in der Nähe unseres Bootes auftauchten. War toll die Wale zu beobachten!

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Cuvier Schnabelwale kommen in Sicht

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Auf der Rückfahrt sahen wir noch einen fliegenden Fisch Cheilopogon Heterurus. Er sprang richtig hoch und weit aus dem Wasser. Hier sind unsere Sichtungen protokolliert bei Lobosonda

Unsere Begleiterin erklärte uns auf der Rückfahrt, anhand von Bildern, was wir gesehen hatten. Unser Fazit zur Walbeobachtung: Es hat uns letztesmal auf dem Fischerboot Ribeira Brava besser gefallen, da man dort besser beobachten konnte. Denn der Bootsführer der Stenella versuchte die Wale vor sich zu haben. Zum Fotografieren standen alle auf und man sah nach vorne leider kaum noch etwas, außer den Köpfen der Vordermänner und -frauen. Andererseits haben wir auf dem oben angegebenen Link gesehen, dass die Passagiere der Ribeira Brava zur gleichen Zeit keine Sichtungen machte. Insofern haben wir alles richtig gemacht. Wir erfuhren später, dass der Oktober auch der Monat mit den wenigsten Sichtungen ist.

Zurück an Land schmausten wir im nächstgelegenen Restaurant am Wasser in der Abendsonne.

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Calheta in der Abendsonne

Manfred aß Pizza, ich Lasagne mit Thunfisch. Beides geschmacklich gut, aber die Pizza zu dick und die Lasagne zu massiv.

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Abendessen in Calheta

Zurück in Porto da Cruz saßen wir abends noch bei einem Gläschen Sekt draußen.

Wetter:
Sonne am Morgen, nachmittags zu ziehend
Temperaturen morgens 21°C, mittags 23°C.



15. Tag - --->

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