Madeira 2016

Heimreise

Samstag, der 8.10.2016

Leider ist unser letzter Urlaubstag auf Madeira angebrochen. Ich zog mir rasch etwas über und schlich mich zum Fotografieren des Sonnenaufgangs auf unsere Straße. Von hier aus hatte man nicht die dicken Kabel im Blickfeld.

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Sonnenaufgang über Porto da Cruz

Wir genossen unser letztes Frühstück mit anschließendem Kaffee auf der Terrasse. Unser Abflug war erst heute Nachmittag und wir durften noch bis 15 Uhr in unserer Villa bleiben. Das war perfekt, denn so konnten wir heute Morgen noch etwas unternehmen und hinterher duschen und unsere letzten sieben Sachen packen.

Wir wanderten wieder von zu Hause aus, den Berg hinauf und spazierten auf der Levada Castelejo in die andere Richtung, diesmal in Fließrichtung der Levada, in Richtung Referta.

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Unterwegs zur Levada

Auch dieser Teil ist wunderschön und hat seine Reize. Die Ausblicke wechselten von Tal zu Tal, man hatte Blick auf den Adlerfelsen, Porto da Cruz, das Meer und die Berge im Hintergrund, die aber heute Morgen schon in Wolken lagen.

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Blick in die wolkenverhangenen Berge und nach Porto da Cruz

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Links: Bougainvillea / Rechts: Blick auf den Adlerfelsen

Wir passierten wieder Bauernhäuschen mit Bananen, Zuckerrohr, Gemüseanbau.

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Vorbei an Gemüseanbau, Eidechsen, Vogelscheuchen...

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Links: Taro-Anbau, dessen Knollen als Nahrung dienen / Rechts: Vogelscheuche

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Links: Auch hier queren wir einen Tunnel / Rechts Ein paar Einheimische begegneten uns

Ein älteres Paar fuhr gerade mit seinem Bollerwagen und den eingekauften Lebensmitteln von der Zufahrtstraße, auf der sie ihr Auto abstellen mussten, die 200 Meter bis ihrem Haus. Harte Arbeit! Manfred fiel auf, dass er hier noch nie einen Traktor auf Madeira gesehen hatte. Die Insel ist so bergig, dass alles von Hand bearbeitet wird, nicht mal Ochsen oder andere Tiere werden zur Ackerbearbeitung verwendet. Die Bauern begegneten uns meistens mit einer Sichel in der Hand, irgendwo gibt es wohl immer wucherndes Unkraut, was weggeschnitten werden muss. Auch auf dieser Levada begegneten wir nur einem Paar aus Österreich, ansonsten nur Einheimische.

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Mit diesem Bollerwagen transportieren die Levada-Anwohner ihre Einkäufe vom Auto zum Haus

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Die beiden kleinen Hunde genossen die von der Sonne gewärmten Steine

Nach 1 Stunde und 20 Minuten kehrten wir um und nach insgesamt 2 Stunden 35 Minuten Wanderzeit waren wir wieder in unserer Villa. Die Sonne kam übrigens immer mehr hervor, es wurde noch mal richtig schön warm.

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Ein letzter Panoramablick Richtung Adlerfelsen und Porto da Cruz

In der Adega Bar leisteten wir uns ein letztes Mal einen, von Fatima selbstgebackenen Bananenkuchen und einen Icetee bzw. Kaffee. Zur Verabschiedung von den netten Wirtsleuten ließen sie uns noch einen Home-Made Madeirawein testen. Fatima wollte uns eine ganze Flasche abfüllen, aber der Transport wäre doch ein wenig zu aufwendig, also nahmen wir lieber keinen mit.

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Kaffee in der Adega Bar mit Blick auf Porto da Cruz

Gegen 15 Uhr verließen wir unsere Wohnung und fuhren Richtung Flughafen, den wir um 15:25 Uhr erreichten.

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Die Start- und Landebahn Madeiras

Die Einfahrt zu SIXT suchten wir vergebens. Alle anderen Autovermieter sahen wir, aber Sixt nicht. Drei Runden drehten wir. In das eine Tor, wo sich die meisten Autovermieter befanden kamen wir mit unserer Code-Karte nicht hinein. Manfred stellte das Auto zur Seite und fragte einen Angestellten von Hertz, der aber auch nicht wusste, wo sich Sixt befand. Wir fuhren direkt vor das Terminal und Manfred fragte eine Polizistin, die wies uns den Weg zu Goldstar, da wären alle Vermieter meinte sie. Aber auch das stimmte nicht. Wir versuchten es bei Madeira Rent, dort funktionierte unsere Karte für den Eingang wenigstens. Aber nirgends stand irgendetwas von Sixt. Wir stellten unser Auto trotzdem ab, fanden aber keinen Menschen, bei dem wir unsere Unterlagen und Schlüssel abgeben konnten.

Um 15:55 Uhr reihten wir uns in eine der drei riesigen Schlangen zum Einchecken ein. Da die Schlange fast bis zur Tür hinaus reichte, rechneten wir uns aus noch länger warten zu müssen, deshalb suchte Manfred derweil den Sixt-Schalter auf. Der Schalter war mit „Sixt“ beschriftet. Der Angestellte wies uns darauf hin, dass es Sixt hier nicht mehr geben würde, sondern er meinte vorwurfsvoll, wenn wir in unsere Unterlagen geschaut hätten, wüssten wir, dass Sixt jetzt unter Madeira Rent liefe. Das nennt man Service am Kunden. Schließlich hätten sie uns beim Anmieten auch darauf hinweisen können. Denn gebucht haben wir schließlich bei Sixt. Zuhause schrieb Manfred den Sachverhalt ausführlich zu Sixt. Nach einem Zuständigkeitsgerangel erhielt Manfred als Entschädigung für das untermotorisierte Auto, das wir so nicht gebucht hatten und für das Durcheinander auf dem Flughafen eine Entschädigung von 81 Euro (für 14 Tage).

Als Manfred sich wieder zu mir in die Schlange gesellte, waren wir noch nicht viel weiter. Um 16:35 Uhr waren wir endlich mit Check-In und Sicherheitscheck durch, also 1 Stunde und 10 Minuten ab Ankunft Flughafen. Wir tranken noch rasch etwas. Dann wurden wir zum Borden in 2 Gruppen eingeteilt. Da wir zu Fuß über das Rollfeld ins Flugzeug einsteigen mussten, nahm ich an, dass wir uns für die vordere bzw. die hintere Tür ordnen mussten. Aber plötzlich wurde die Absperrung für die hintere Tür geöffnet und die Passagiere strömten in beide Flugzeugtüren. Anschließend durften wir auch in beide Türen einsteigen. Was das sollte weiß der Geier. Vor allem, warum mussten wir schon endlos lange vor dem Borden eingereiht herumstehen?

Diese Air Berlin Crew war im Gegensatz zur vorigen effektiv, freundlich und sie kamen sehr oft vorbei um Wünsche aufzunehmen bzw. Müll abzuräumen. Super war auch, dass ich wieder den Zuschlag für den freien Mittelsitz zwischen uns erhielt. So konnten wir uns ganz gut ausstrecken.

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Good bye Madeira

Ich schaute mir während des Fluges ein aufgenommenes Video auf meinem Handy an, Manfred hörte Musik. Nach 4 knappen Stunden, die ziemlich schnell „verflogen“, landeten wir um 22:30 Uhr in München.

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Das Gepäck erschien schnell auf dem Gepäckband und unser Bavaria Transfer Abholservice erwartete uns bereits, so dass wir um Mitternacht zuhause waren. Auf einen Absacker ließen wir unsere Reise nochmals Revue passieren und fielen schließlich um 1:30 Uhr ins Bett.

Wetter:
Auf Madeira sonnig bei 21°C, in Augsburg trüb bei 5°C.


Ein paar Worte zum Schluss zu unseren Eindrücken dieser Reise

Auch bei unserem vierten Besuch gefiel es uns wunderbar auf Madeira. Von den Jahreszeiten gefiel es mir Ende Juni/Anfang Juli etwas besser als jetzt im Oktober, da mehr blühte und mehr Walsichtungen möglich sind :-) Das Wasser ist allerdings im Oktober wärmer, da es sich während des Sommers länger aufwärmen konnte.

Wenn es geht, würden wir nächstesmal wieder dieselbe Unterkunft buchen, der Ort ist für uns einfach nicht zu toppen, außerhalb jeglichen Massentourismus, tolle Terrasse, riesige Wohnung, supernette hilfsbereite Nachbarn in der Adega Bar.

Auch würden wir am liebsten wieder Porto da Cruz wählen, da er einfach richtig gemütlich ist, trotz stinkefaulen Bürgermeisters, wie es unsere Nachbarn berichtet haben, der keinen Finger anlegt zur Erhaltung des Highlights des Ortes den riesigen Meerespool. Uns gefällt das kleine Restaurant am Meer, wenn auch das Essen einfallslos aber ok ist, man sitzt einmalig.

Einen Leihwagen von Sixt würden wir auf Madeira nicht mehr buchen, wir würden eine Leihwagenfirma wählen, die zum einen direkt am Flughafen liegt und nicht außerhalb und die zu vernünftigen Preisen Autos mit Automatik vermieten.

Zum Flug: Wenn auch viele Umstände gegen Air Berlin sprechen, winziger Sitzabstand, so klein, wie wir es noch nie erlebt haben und schlechte Organisation beim Borden und Einchecken in Madeira, so ist es doch toll, wenn man sich einen leeren Mittelplatz ersteigern kann. Wenn sich das allerdings rumspricht, wird man bald höher bieten müssen. Ansonsten wäre Condor eine weitere gute Option.


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