P E R U

Arequipa

Sonntag, der 19.8.2012

Unser erstes Frühstück in PeruHeute Morgen fühlte ich mich wunderbar ausgeruht. Um 7:30 Uhr begaben wir uns in den noch leeren Frühstücksraum. Es war schon alles aufgebaut, es gab Säfte, Kaffee, Tee, Mini-Vollkornsemmel, Mini-Croissants, Toasts, Wurst, Käse, Marmelade, Rührei, Müsli, Joghurt. Pünktlich wurden wir von unserem gestrigen Taxifahrer abgeholt und erreichten nach einer dreiviertelstunde Fahrt den Airport. Der Gepäck-Drop-Off verlief zügig, es blieben uns noch 2,5 Stunden bis zum Borden. Die Zeit nutzten wir unter anderem zum Geldtauschen: 200 Euros in 550 Soles, damit wir ein wenig einheimische Währung bei uns hatten. So wie das Flugzeug durch die dicke Hochnebeldecke stieß, wurde es sonnig und schon bald flogen wir über den Anden. Unser Flug nach Arequipa startete pünktlich. Ab hier wurde kaum noch englisch geredet, nur noch spanisch.

LAN PeruInka-Cola

Im Hintergrund tauchten immer wieder Schneeberge auf, unter uns lagen grüne Täler, tiefe Canyons, Hochebenen, Seen und sich einsam dahinschlängelnde Straßen.

Blick über die AndenBlick über die Anden

Pünktlich landeten wir in Arequipa, wo wir von Liz, ihrem Vater Eduardo, Jürgen und Sohn Aaron empfangen wurden.

Infos über Arequipa

Arequipa liegt in einer Höhe von 2300 Metern in einer Halbwüste. Die Stadt zehrt unter anderem von der Schneeschmelze ihrer gebirgigen Umgebung, dem 5822 Meter hohen Vulkan El Misti und dem 6075 Meter hohen Chachani. Beide Berge prägen das Stadtbild von Arequipa. Die Stadt hat 830.000 Einwohner, ist zweitwichtigste Handelsstadt des Landes und bietet ein angenehmes Klima. Es herrscht hier das ganze Jahr Frühling mit wenig Regen und viel Sonne. Viele Gebäude wurden aus weißem Tuffstein errichtet, was der Stadt den Beinamen La Ciudad Blanca einbrachte. Die Stadt wurde im 14. Jahrhundert von den Inkas gegründet und ein zweites Mal am 15. August 1540 von den Spaniern. Arequipa wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert, zuletzt 2001, wo einer der Kathedralentürme zerstört und bis zum Jahre 2004 wieder restauriert wurde. Die Kathedrale von Arequipa ist zudem eine der weniger als 100 Kirchen weltweit, denen es erlaubt ist, die Flagge des Vatikans zu hissen.

Seit Neujahr dieses Jahres lernte ich fast täglich ein paar spanische Vokabeln. Aber wenn sich Liz mit ihrem Vater auf spanisch unterhält, verstehe ich nur Bahnhof, was aber nicht an Liz und ihrem Vater lag, sondern an meinen schlechten Spanischkenntnissen :-). Wir fuhren ins Zentrum von Arequipa, stellten das Auto auf einem bewachten Parkplatz ab und spazierten bei herrlichstem Sonnenschein und einer Temperatur von ca. 25°C zum Plaza de Armas und bewunderten die Blicke zur Kathedrale, die 1621 errichtet und bei Erdbeben und Bränden beschädigt wurde. Sie gilt als der bedeutendste klassizistische Sakralbau in Peru.

Auf dem Plaza de Armas in ArequipaAuf dem Plaza de Armas in Arequipa Plaza de ArmasPlaza de Armas ArequipaArequipa

ArequipaArequipa ArequipaArequipa

ArequipaArequipa

Arequipa

Wir bummelten weiter durch die vielen Innenhöfe, setzten uns im Café Zick Zack in einen weiteren Innenhof und testeten unseren ersten Pisco sour. Liz Vater bewachte in der Zeit, in der wir uns in Arequipa stundenlang vergnügten, unser Auto mit dem Reisegepäck.

Bei Liz Eltern angekommen, wurden wir zum peruanischen Abendessen eingeladen. Es gab überbackenen Kartoffelauflauf mit gefüllter scharfer Paprika - sehr lecker! Liz Vater bot uns seinen Eigenbauwein an, den er mit Eigenbauhonig versetzte. Schmeckte gewöhnungsbedürftig, aber ganz gut. Wir wurden sehr herzlich in der Familie aufgenommen.

Nach dem Essen brachten uns Jürgen, Liz und Aaron zu Liz Tante Ursula, in ein anderes Wohnviertel, wo wir übernachteten. Das Haus liegt in einem von Wachmännern bewachten Wohnviertel, umgeben von Mauern. Es ist ein kleiner mehrstöckiger Palast.


3. Tag - Fahrt nach Cotahuasi --->

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