P E R U

Fahrt nach Cotahuasi

Montag, der 20.8.2012

Gegen 6 Uhr morgens standen wir auf. Ursula hatte uns schon ein leckeres Frühstück mit Avocados, Eiern, Käse, Marmelade, Brötchenähnlichem und Kaffee bereitet. Um 7:30 Uhr standen Jürgen und Eduardo vor der Tür und wir starteten unsere Reise Richtung Cotahuasi.

ArequipaArequipa

Tour-Überblick unserer 3-wöchigen Traumreise durch den Süden Perus
heute fuhren wir von Arequipa (1) nach Cotahuasi (2)


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Zunächst führte uns der Weg aus Arequipa auf die Panamericana. Nach zwei Stunden hielten wir an einem Stand mit Milchprodukten und anderen Erfrischungen und kauften ein bisschen ein. Es muss nach Manfreds Geo-Tracker Aufzeichnungen bei Majes gewesen sein. Nach einer weiteren Stunde setzten wir Eduardo in Corire ab, wo er mit dem Bus alleine zum kleinen Küstenort Camana weiterfuhr, während wir unsere Reise nach Cotahuasi fortsetzten.

Auf der PanamericanaAuf der Panamericana

MajesMajes

Corire?Schnell noch einmal Diesel tanken

Wir sind noch richtigDie ersten Kakteen tauchen auf

Unterwegs nach Cotahuasi

Nach insgesamt 4,5 Stunden Fahrzeit erreichten wir den 2800 Meter hoch gelegenen Ort Chuquibamba. Hier ließen wir das Auto ein wenig verschnaufen, denn wir hatten noch einige hohe und ungeteerte Pässe vor uns. Während das Auto sich erholte, vertraten wir uns ein wenig die Beine und tranken vorsichtshalber schon mal einen Mate de Coca gegen die Höhenkrankheit.

ChuquibambaChuquibamba

ChuquibambaChuquibamba

In Chuquibamba endete auch die Teerstraße und es ging auf ungeteerter Piste weiter. Bald sah man auch den schneebedeckten höchsten Vulkan Perus, den Coropuna mit seinen 6425 Metern durchblitzen. Auch sah man immer häufiger Lamas, Alpakas und Vikunjas *1 auf den Feldern links und rechts von uns grasen. Nach einem 4500 Meter hohen Pass wurden die Landschaft und vor allem die Blicke immer spektakulärer. Am Rande sah man merkwürdig grün überpolsterte Steine. Es handelte sich um die immergrüne Pflanze namens Yareta, auch Llareta geschrieben. Diese Wüstenpflanze ist hier heimisch und wird unter anderem als Brennstoff verwendet. Da sie sehr langsam wächst, sind ihre Bestände stark zurückgegangen.

Das erste Lama kommt in SichtLlareta

Coropuna?Vikunjas

Lamakas und Esel mit ihren Besitzern

Nach weiteren 4,5 Stunden Fahrzeit auf Schotterpiste erreichten wir gegen 17:30 Uhr den 2600 Meter hoch gelegenen Ort Cotahuasi.

Lamas oder Alpakas?Cotahuasi

Infos über Cotahuasi

Der Cotahuasi Canyon im Bezirk Arequipas gelegen, ist die tiefste Felsschlucht der Welt. Seine maximale Tiefe beträgt 3535 Meter. Der Rio Cotahuasi hat sich an dieser Stelle seinen Weg durch die beiden hohen und imposanten Bergmassive Coropuna (6425 Meter) und Solimana (6093 Meter) gegraben. Der 3800-Seelen-Ort Cotahuasi liegt 2620 Meter hoch auf der südöstlichen Seite des Canyons. Es gibt nur diese eine Verbindungsstraße nach Cotahuasi, die wir gekommen sind, also mindestens 4,5 Stunden Schotterpiste ab Chuquibamba. Und selbst Chuquibamba ist von Arequipa nicht unter 4,5 Stunden Fahrzeit erreichbar. Aus diesem Grund trifft man auch kaum einen Touristen in dem Ort. Dabei lohnt es sich, es gibt einen wunderschönen Wasserfall, Thermalquellen, versteckte Ruinen aus der Inka und der Vorinkazeit, subtropische Pflanzen und man trifft mangels Touristen auf ganz herzliche, nette Menschen.

Unsere Unterkunft in Cotahuasi war das Hotel Vallehermoso Cotahuasi welches Jürgen von zuhause schon vorgebucht hatte.

Leider bestand der ganze Ort aus einer Baustelle, die Straßen des Ortes wurden frisch gepflastert. Deshalb war auch die Einfahrt für Autos zu unserem Hotel blockiert. Wir mussten einmal ums Dorf herumfahren auf den Hauptplatz. Jürgen stieg aus und holte Hilfe vom Hotel, die uns den Weg zeigte, wo wir unsere Koffer ausladen konnten. Diese trugen wir nun balancierend Richtung Hotel. Der Mann der Hotelpächterin erbarmte sich und nahm mir meine Reisetasche ab, denn ich hatte Mühe, diese über die dicken Steine zu balancieren und gleichzeitig das Gleichgewicht zu halten. Gegen 18:30 Uhr erreichten wir dann schließlich unsere Zimmer, die aneinandergereiht lagen, mit Tür ins Freie.

CotahuasiErste Eindrücke aus Cotahuasi

Erste Eindrücke aus CotahuasiHotel Vallehermoso Cotahuasi

Anschließend setzten wir uns ins Freie zum Abendessen. Es gab Maissuppe, und als Hauptgericht Forelle. Dazu gab es Mate de Coca und hinterher ein Bierchen.

Wetter:
Wolkenlos mit Temperaturen je nach Höhe morgens 15°C, mittags 24°C?


*1): Ich habe, wenn möglich, die deutschen Ausdrücke verwendet und nicht die spanischen.


4. Tag - Sipia Wasserfall --->

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