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Cotahuasi

Mittwoch, der 22.8.2012

Von Cotahuasi zu den Ruinen von Maukallacta

Auf der Karte: Von Cotahuasi zu den Ruinen von Maukallacta, auch als kmz-Datei zum Herunterladen:
kmz-Datei für Google Earth zum Herunterladen

Das Wasser lief leider immer noch nicht, also heute mal keine Wäsche, nur Zähneputzen und ein bisschen das Gesicht mit Mineralwasser abwaschen. Aber Jürgen organisierte uns gerade Eimer und Wasser von der hauseigenen Wasserquelle, sei es durch einen Fluß oder sonst woher. Hiermit konnten wir unsere Toilettenspülkästen auffüllen. Gegen 7:30 Uhr kam Pepe zum Frühstück und holte uns ab.

Morgenstimmung im Hotel Vallehermoso CotahuasiHotel Vallehermoso Cotahuasi von außen

CotahuasiStart in Cotahuasi

Heute führte Pepe uns nach Puyca, einem 3600 Meter hoch gelegenem Bergdorf. Auf der 2-stündigen Fahrt auf ungeteerter Straße entdeckte Pepe plötzlich hoch über einem Gipfel Kondore kreisen - toll! Kurz vor Puyca nahmen wir noch ein paar am Wegesrand stehende Einheimische mit. Denn so häufig fährt hier auch kein Bus vorbei. Die Blicke auf die Berge, den Fluss und die vielen terrassierten Felder, die vor Puyca lagen und noch aus der Zeit der Wari und Inka stammten, waren grandios. In Puyca stellte Jürgen das Auto ab und wir wanderten etwa eine 3/4 Stunde auf 3800 Meter aufwärts zu den Ruinen von Maukallacta.

In den Bergen Richtung PuycaÜber diese Hängebrücke müssen wir zum Glück nicht fahren

Unterwegs nach PuycaWasserfall auf dem Weg nach Puyca

PuycaPuyca

PuycaMaukallacta

Unter den Ruinen waren Häusermauern, Gräber, Bad mit Umkleideraum, Speisekammer zu erkennen. Vorgelagert zum Tal befand sich ein großer Festplatz. An der Mauer des Festplatzes hatte man einen grandiosen Blick ins Tal. Man konnte sich kaum davon trennen. Vor allem waren wir ganz alleine hier und konnten die Stimmung in uns aufsaugen, während sich in Machu Picchu die Massen drängen. Gut, diese Ruinen von Maukallacta waren nicht restauriert wie in Machu Picchu, sondern noch in ihrem Urzustand belassen, aber vielleicht macht gerade das den Reiz aus. So kann man sich stimmungsmäßig vielleicht leichter in die Inka- oder Vorinka-Zeit zurückversetzen.

PuycaPuyca

Gast auf Manfreds JeansMaucallacta

MaucallactaBlick auf Puyca

Cantua buxifolia, die Nationalblume Perus3824 Meter sind bald erreicht

Ruinen von Maukallacta:

Diese versteckten Ruinen liegen in einer Höhe von 3800 Meter. Sie stammen schon aus der Vorinkazeit und wurden vor etwa 1000 Jahren errichtet. Vor 600 Jahren wurden sie von den Inkas übernommen, aufgebaut und erweitert. Die Ruinen liegen direkt an einem alten Inka-Trail, der zur Inka-Hauptstadt Cusco führte. Auf dieser Straße wurden zu Inka-Zeiten Nachrichten und Waren ausgetauscht.

Ruinen von Maukallacta

Pepe Kaktus

Der ordentliche Pepe sammelte zwei von anderen Besuchern weggeworfene Plastikflaschen ein und gab sie unten in einem Laden in Puyca ab. Zurück nach Puyca schlugen wir einen steileren Weg ein.

Abwärts nach PuycaPuyca kommt in Sicht

Gegen 13 Uhr, zur Mittagszeit, erreichten wir Puyca, wo Pepe uns in ein winziges Restaurant führte. Eine schmale Treppe mit wenig Kopffreiheit für große Menschen, führte uns in den 1. Stock, an der 4 Quadratmeter großen Küche vorbei zum Essraum, bestückt mit einem Tisch mit zwei Bänken, die ca. acht Personen Platz boten. Auf dem Tisch standen Toilettenpapierrollen, die als Servietten dienten und ein Ständer mit Besteck. Zwei Gäste außer uns aßen bereits ihr Hauptgericht. Wir erhielten, sobald wir saßen, unsere Suppen mit verschiedenen Kartoffelsorten (schwarze, weiße...), Fleisch und Kürbis. Zum Hauptgericht gab es Gemüse mit Reis. Alles sehr lecker, für mich wieder viel zu viel. Den Nachtisch bildete eine große Tasse gesüßten Tee für jeden, wahrscheinlich Pfefferminz und/oder Kamille, war jedenfalls auch lecker. Pro Person zahlten wir für alles 5 Nuevo Soles, keine 2 Euro.

Mittagessen in PuycaMittagessen in Puyca

Zurück am Auto schenkte Jürgen zwei Kindern, die an unserem Auto standen je einen Apfel, sie freuten sich riesig darüber.

Polizei in PuycaPuyca

Nach 2,5 Stunden Fahrt erreichten wir Cotahuasi. Wir freuten uns über das wieder laufende Wasser und nutzten es sogleich mit einer ausgiebigen Dusche. Manfred und ich setzten uns in den Garten, ich schrieb Tagebuch, wobei ich eigentlich gar nicht dazu kam, denn ich beobachtete interessiert und erschreckt, wie der 3-jährige Diego mit kleinen Hundebabys spielte. Diego spielte mit den Hunden, als wenn es Steiftiere wären. Sie taten mir sehr leid, aber was sollte man machen, den Eltern war es egal und Diego war eindeutig zu klein, um mit Tieren zu spielen.

Im Hotel Vallehermoso CotahuasiCotahuasi

Später am Nachmittag brachte uns Pepe noch schöne Karten der Umgebung, ließ uns Fragebögen ausfüllen und rechnete die beiden Tage ab.

Zum Abendessen gab es Suppe mit Kartoffeln und anschließend Lomo Saltado, laut Wikipedia übersetzt: "Springende Schulter/Fleisch". Hauptbestandteile sind: geschnetzeltes Rindfleisch, Kartoffeln ähnlich wie Pommes frites zubereitet, Tomaten und Zwiebeln. Es wird meist mit Reis serviert.

Heute hatte ich ab mittags Kopfschmerzen. Ich denke mal, dass es sowohl die ständige Sonneneinstrahlung und die Höhe ist, an die wir wohl noch nicht 100%ig gewöhnt sind. Ab morgen wird es aber besser, von da an hatte ich gar keine Kopfschmerzen mehr. Ich glaube Manfred ging es ähnlich.

Wetter:
Schön, tagsüber ca. 25°C auch in 3600 Meter Höhe.


6. Tag - Fahrt nach Camana --->

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