P E R U

Fahrt nach Ollanta

Sonntag, der 26.8.2012

Nach einer sehr ruhigen Nacht wachte ich wie üblich gegen 6 Uhr auf. Heute Morgen im Tageslicht betrachtet, sieht die Anlage sehr schön aus. Es gab einige Haustiere wie Lamas, Pfaue, Rehe, Hunde, Katzen...

Hotel Tampumayu von außenHotel Tampumayu

Hotel TampumayuReh

Hotel TampumayuHotel Tampumayu

Hotel TampumayuHotel Tampumayu

Zum Frühstück gab es Pellkartoffeln (mal was ganz anderes, aber sehr lecker), Brot, Marmelade, Butter, Käse, Kaffee, Papayasaft. Die leckeren frisch gepressten Säfte, die es hier überall zum Frühstück gibt, haben mir immer sehr geschmeckt. Eine Sache, die ich in Deutschland vermisse.

Um 9 Uhr brachen wir auf. Zuerst führte uns die Reise durch das tiefe Tal des Rio Pachachaca. Wären nicht die andersartigen Pflanzen gewesen, hätte man sich in Südtirol wähnen können mit den hohen Bergen links und rechts. Es wuchsen Zuckerrohr, Kakteen...


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Wir fahren heute von Chalhuanca "5" nach Ollanta "6" auf der Karte

Halbkugelförmiger Stein bei den Ruinen von Saywite

In Abancay, der 55.000 Einwohner zählenden Distrikthauptstadt des Departementos Apurimac, wuselten wir uns durch die quirlige Innenstadt auf der Suche nach der Straße Richtung Cusco. Nach 45 km ab Abancay, nach einer Abzweigung nach Cachora, folgten wir eine Abzweigung nach rechts Richtung Valle de Curahuasi. Nach etwa 1 km erreichten wir die Ruinen von Piedra de Saywite. Hier befindet sich ein halbkugelförmiger Stein mit einem Durchmesser von ca. vier Metern, der auf einer Wiese vor einem Ruinenkomplex liegt. Auf dem Stein sind Landschaften mit Bergen, Terrassen, Kanälen, Häusern, Tieren und Menschen dargestellt. Es könnte sich dabei um ein Landkartenrelief der vier Landesteile des Inkareichs handeln. Man vermutet, dass es sich hier um eine Kultstätte der Inkas handelte.

Ruinen von SaywiteRuinen von Saywite

Weiter ging es Richtung Curahuasi mit theoretisch herrlichen Blicken zu den schneebedeckten Bergen Salkantay (6271 Meter) und den Humantay (5917 Meter), wenn diese beiden Berge nicht in Wolken gehüllt wären. Aber man erkannte sie andeutungsweise. Hinter dem Dorf Curahuasi wurden die Blicke noch spektakulärer in die Schlucht zum Rio Apurimac (2500 Meter) hinunter. Der Rio Apurimac ist einer der Quellflüsse des Amazonas.

Rio ApurimacRio Apurimac

Wir überquerten ihn auf einer modernen Stahlbrücke. Hinter der Brücke stieg die Straße zum letzten Pass vor Cusco an bis auf 3900 Meter. Da wir aber heute nicht nach Cusco wollten, zweigten wir Richtung Urubamba ab. Nach 30 km ab Abzweigung legten wir im Ort Chinchero einen Stopp ein.

Taxi auf peruanischWieder mal LKWs mit Überbreite vor uns

Eigentlich wollten wir den berühmten Sonntagsmarkt einen Besuch abstatten, dazu war es aber leider zu spät, er wurde bereits abgebaut. So bummelten wir durch die Gassen des Ortes. Der Besuch lohnte sich, es gab unendlich viele Fotomotive. Etwas nervig waren die bettelnden Kinder, die jeden Touristen bedrängten, ihre Puppen abzukaufen.

ChincheroChinchero

ChincheroChinchero

ChincheroChinchero

ChincheroChinchero

ChincheroChinchero

Chinchero:

Der 4000-Einwohner-Ort liegt auf auf einer Höhe von 3760 Metern und war ein Landwirtschaftszentrum der Inkas. Er liegt an der Straße zwischen Cusco und Urubamba (Tal der Inka). Chinchero gilt als sehr ursprünglich mit seinen jahrhundertealten Häusern und seinen traditionell gekleideten Bewohnern. Seine Bewohner sprechen noch Quechua und pflegen Inka-Bräuche.

Nun fuhren wir weiter nach Ollanta, unserem Ziel für heute.

Unterwegs nach OllantaUnterwegs nach Ollanta

Unsere Unterkunft, Hostal Iskay war nicht so einfach mit dem Auto erreichbar, so stellte Jürgen das Auto am Hauptplatz ab, sagte dem Polizisten, der den Verkehr regelte Bescheid und ging zu Fuß auf die Suche nach unserem Hostal, während wir im Auto warteten. Es war ein sehr geschäftiges Treiben auf dem Platz. Immer mehr Busse zirkelten an uns vorbei, bis einer es nicht an unserem Auto vorbei schaffte. Der Polizist klopfte ans Fenster, Manfred musste den Wagen vorfahren.

OllantaOllanta

Ollanta:

Ollanta liegt ca. 60 km nordwestlich von Cusco und 20 km von Urubamba entfernt. Er liegt auf einer Höhe von 2750 m. Der Grundriss Ollantas hat sich seit der Inkazeit nahezu nicht verändert. Es ist die einzige Inkastadt, die man heute noch besichtigen kann, die aus Stein erbaut wurde. Ollanta ist ebenso die wichtigste Bahnstation auf der Strecke Cusco - Machu Picchu.

Zimmer im Hostal Iskay in Ollanta

Als Jürgen zurückkehrte stellte er das Auto auf einem bewachten Parkplatz ab und wir suchten anschließend ein Taxi, dass uns mit Gepäck zum Hotel bringen sollte. Die Taxis sind als Dreiräder verkleidete Mopeds, vorne sitzt der Fahrer und hinten sitzen zwei Fahrgäste. Das Gepäck wird hinten draufgeschnallt (ähnlich wie Tuck Tucks in Bangkok). Das Mototaxi musste ganz schön bergauf schnaufen mit so viel Last. Jürgen ging derweil zu Fuß zum Hotel und war vor uns dort.

Die Zimmer waren sehr schön, zumindest meins. Abends wanderten wir in ein vom Wirt empfohlenes Restaurant, namens Mayupata. Manfred aß Steak, ich Huhn mit Bananenchips und Jürgen Pasta. Dazu tranken wir Cusqueña-Bier.

Hostal Iskay in OllantaRestaurant Mayupata

Wetter: gemischt bewölkt.
Temperaturen: Morgens 17°C, nachmittags 22°C.


10. Tag - Pinkuylluna Ruinen --->

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