P E R U

Ollanta

Montag, der 27.8.2012

Heute Nacht schlief ich wie ein Murmeltier. Es war ganz ruhig, ich hörte nur ein beruhigendes Wasserplätschern im Hintergrund. Wie üblich krähte auch in diesem Ort morgens ein Hahn, aber das gehört nun mal zum Landleben. Mein erster Blick aus dem Fenster: Wow! Direkt gegenüber am Berghang fiel mein Blick auf die Ruinen von Ollantaytambo.

Ruinen von Ollantaytambo:

Diese Ruinen waren ursprünglich eine Festung, aus der die Inkas das Urubamba-Tal nach Norden hin gegen wilde Urwaldstämme kontrollierten. Es war gleichzeitig auch ein Heiligtum, in dessen Tempel, die Inkas die Herzen ihrer Fürsten bestatteten.

Mein Blick aus dem Hotelzimmer fiel auf die Ruinen von OllantaytamboHostal Iskay

Ich knipste so vor mich hin, als plötzlich eine ganze Reisegruppe unter dem Fenster vorbeimarschierte in Richtung Frühstücksraum. Gut, dass wir erst in einer Stunde zum Frühstück verabredet waren, bis dahin waren sie vielleicht fertig.

Frühstück gab es im Restaurant darunter, die Wandergruppe war tatsächlich fertig. Anschließend hielten wir eine kleine Lagebesprechung, was unsere Aktivitäten und Unterkunft am Titicacasee betraf, damit Jürgen für uns wunschgemäß buchen konnte.

Frühstück im Hostal IskayAuf den Bergspitzen im Hintergrund scheint schon die Sonne

Gegen 10 Uhr brachen wir zu Fuß zur Inka-Ruine Pinkuylluna auf. Als wir so durch die Gassen von Ollanta schlenderten, entdeckten wir ein sehr hübsches Hostal, namens Picaflor Tambo. Die Besitzerin stand vor der Tür und bat Jürgen und uns zu einer Führung herein. Es war ein wunderschönes, ganz frisch renoviertes Hostal. Da hatte Jürgen wieder etwas schönes für sein Reiseangebot entdeckt, was er guten Gewissens empfehlen kann.

Zur Inka-Ruine Pinkuylluna

Auf der Karte: Zur Inka-Ruine Pinkuylluna, auch als kmz-Datei zum Herunterladen:
kmz-Datei für Google Earth zum Herunterladen

Durch enge Gassen, noch mit Steinen aus der Inka-Zeit umrandet, suchten und entdeckten wir unseren Wanderweg zu den Ruinen Pinkuylluna. Ohne weitere Touristen wanderten wir aufwärts.

Wanderweg zu PinkuyllunaStart unserer Wanderung zu Pinkuylluna

Der Blick zu den gegenüberliegenden Ruinen von Ollantaytambo wurde immer grandioser. Zwar lag das Tal noch in Wolken, aber es klarte immer mehr auf. Das sind wirklich beeindruckende Bauten der Inkas!

Blick nach Ollanta und zu den Ruinen von OllantaytamboDie Ruinen von Ollantaytambo

Die Ruinen von Pinkuylluna dienten als Kältekammern oder Vorratsräume. Durch die offene Konstruktion konnten kühlende Winde hindurchstreichen, so dass sich Vorräte lange Zeit hielten. Wir suchten den Weg zu weiteren Inkastätten, wie in Jürgens Reiseführer beschrieben, aber er schien uns zu steil und zu gefährlich. Nach einem eingelegten Päuschen mit Schokoriegel und Cola wanderten wir wieder abwärts.

Ruinen von PinkuyllunaRuinen von Pinkuylluna

Ruinen von PinkuyllunaPinkuylluna

Blick ins TalIchu Gras

Blümchen am WegesrandOllantaytambo und Pinkuylluna

In den Gassen von OllantaLinks ist unser Hostal Iskay

Im Hostal relaxten wir etwas, ich sicherte meine Fotos auf Manfreds Netbook und meinem USB- Stick. Manfred und ich bekamen Kaffeedurst, aber in der Kaffeeküche gab es keinen Kaffee mehr. Im darunter liegenden Shop gab es auch keinen, dafür erstand ich mir dort bei der Gelegenheit einen leichten, hübschen Rucksack für 35 Soles.

Hostal IskayMauern aus der Inkazeit mit passgenauen Steinen ohne Verfugung

Wir spazierten zur Plaza hinunter und setzen uns vor ein Café mit Blick auf die heute besuchten Ruinen und das rege Treiben auf der Plaza. Hier erhielten wir unseren Cappuccino. Cappuccino schmeckt hier so, wie bei uns Latte Macchiato. Da es so gemütlich war tranken wir noch einen Pisco sour hinterher. Plötzlich entdeckten wir Jürgen, der sich später zu uns gesellte. Manfred meinte, er hätte nun das Urlaubsfeeling, wie es ihm in Australienurlauben auch irgendwann überfiel. Ich wusste was er meinte, mir ging es ebenso, hier gemütlich zu sitzen und den Urlaub einfach zu genießen.

Hauptplatz von OllantaPisco sour

Eindrücke aus OllantaFamilienkutsche auf peruanisch

Ein Paar bog um die Ecke und Manfred meinte zu mir, das könnten Deutsche sein. Die beiden hörten das, drehten sich um und schon waren wir im Gespräch. Sie stammten aus meiner Heimat, Niedersachsen, waren etwa in unserem Alter und reisten schon 4 Wochen alleine durch Bolivien und Peru.

Eindrücke aus OllantaOllanta

OllantaOllanta

Abends schmausten wir wie gestern im Restaurant Mayupata. Manfred und Jürgen aßen Pizza und ich wie gestern Huhn mit Bananenchips.

Leider gab die Batterie meines Taschenmessers mit Höhenmesser und Thermometer heute seinen Geist auf, so dass ich ab morgen keine Temperaturen mehr einstellen kann, aber ich schätze einfach mal.

Wetter: anfangs bewölkt, mittags auflockernd.
Temperaturen: Morgens 14°C, nachmittags 24°C.


11. Tag - Fahrt nach Cusco --->

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