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Fahrt nach Cusco

Dienstag, der 28.8.2012

Fahrt nach Cusco

Fahrt von Ollanta nach Cusco, auch als kmz-Datei zum Herunterladen:
kmz-Datei für Google Earth zum Herunterladen

Nach einem leckeren Frühstück brachen wir um 8:15 Uhr zum 60 km entfernten Cusco auf.

Hostal IskayAuf der Fahrt Richtung Cusco begegnete uns diese Eisenbahn

Da es keine weite Reise ist, konnten wir unterwegs noch einiges besichtigen. Hinter Urubamba bogen wir Richtung Moray ab. In dem Ort Maras, einem Ort aus der Vorinkazeit mit einer Kirche aus Adobe errichtet, fragte Jürgen in den engen Gassen nach dem Weg nach Moray.

MarasMaras

Bei der Gelegenheit nahmen wir sechs Einheimische zum 7 km entfernten Moray mit. Es war eng, aber es ging irgendwie. Neben mir saßen drei und hinten noch mal drei Personen. Eine Mitfahrerin stieg schon vor Moray aus, die anderen fünf fuhren bis Moray mit. Bis hierher brauchten wir eine Stunde ab Ollanta.

Unsere Mitfahrer nach MorayMoray

Wir liefen ein bisschen in dem ehemaligen Landwirtschaftszentrum herum und bestaunten die riesigen Dimensionen.

Moray:

Hier befand sich zur Inkazeit ein Landwirtschaftszentrum. Man sieht hier noch die terrassierten, bis zu 150 m großen und bis zu 30 m tiefen kreisförmigen Ackerbauanlagen mit Bewässerungskanälen. Die mikroklimatischen Anlagen funktionierten wie ein Gewächshaus, die je nach Terrassentiefe zeitgleich einen Temperaturunterschied von 15°C aufweisen. Die Terrassen dienten den Inkas eventuell als Agrarversuchsfeld. Es war aber auch ein religiöses Zentrum. Bis vor 50 Jahren wurden auf diesem Gelände noch Kartoffeln und Gerste angebaut. Eintritt pro Person 10 Soles (ca. 3,30 Euro).

MorayMoray

Im Anschluss daran fuhren wir an Feldern entlang Richtung Salzterrassen von Pichingoto. Unterwegs trafen wir auf einen eisernen Radfahrer, das wäre mir wirklich zu anstrengend hier oben.

Fahrt zu den SalzterrassenAuf der Fahrt von Moray zu den Salzterrassen

Nach einer halben Stunde Fahrt sahen wir die Salzterrassen im Tal unter uns liegen. Wir staunten über die vielen, vielen Salzbecken, die uns schneeweiß entgegenstrahlten.

Salzterrassen von Pichingoto:

Aus diesen etwa 3000 Salzbecken, die in Terrassenform angelegt wurden, wird in den trockenen Monaten zwischen Mai und Oktober Salz gewonnen. Das Salz wird losgehackt und mühsam in Säcken weggetragen. Es dauert einen Monat, bis sich in einem Becken eine Salzkruste von etwa 250 kg gebildet hat, wofür der Bauer 20 Soles erhält. Seit Generationen werden diese Becken innerhalb der Familien vererbt. Eintritt 7 Soles / Person.

Salzterrassen von PichingotoSalzterrassen von Pichingoto

Salzterrassen von PichingotoSalzterrassen von Pichingoto

Salzterrassen von PichingotoSalzterrassen von Pichingoto

In einem der vielen Shops kauften wir ein kleines Päckchen Salz als Andenken. Bevor wir nach Cusco fuhren, tranken wir noch einen Cappuchino und aßen eine Kleinigkeit, ich Apfelkuchen, die Männer Teigtaschen mit Käse oder Wurst.

Verkaufsstand bei den SalzterrassenVerkaufsstand bei den Salzterrassen

Gegen 2 Uhr mittags erreichten wir Cusco, wo wir, bzw. Jürgen uns durch die engen Gassen quälte. Mehrmals musste Jürgen nach der gesuchten Straße fragen, wo unser Hotel lag. Nach mehreren Versuchen fand Jürgen das sehr gut versteckte Qorikilla Hostel. Der freundliche Wirt empfing uns gleich mit einem Mate de Coca.

CuscoHostal Qorikilla

Hostal QorikillaAuf der Dachterrasse vom Hostal Qorikilla

Cusco:

Cusco, auf 3430 m gelegen und heute 350.000 Einwohner zählend, war einst die Hauptstadt des Inka-Imperiums und mindestens so mächtig wie das alte Rom. Von hier dehnte sich das Herrschaftsgebiet der Inka bis Ecuador und Chile aus. Der Grundriss Cuscos wurde früher mit dem Körper eines Pumas verglichen. Die Spanier eroberten Cusco kampflos am 15.11.1533. 1650 wurden die meisten kolonialspanischen Bauten durch ein Erdbeben zerstört. Die erdbebensicheren Mauern der Inka-Bauten blieben erhalten. Die Spanier haben darum häufig die Grundmauern der Inkas für das Errichten ihrer eigenen Bauten verwendet.

Der Plaza de Armas, in der Inkazeit Huacaypata genannt, war von Tempeln, Palästen und Regierungsgebäuden umgeben. Er war damals mit Sand bedeckt, den die Besucher als Zeichen der Verbundenheit aus den Provinzen in ihre Hauptstadt mitbrachten. In der Mitte befindet sich ein Brunnen. Die Seiten des Platzes werden heute von Kolonialkirchen dominiert, die über die Grundmauern der Inkatempel aufragen.

Die Mauer des Inka Roca gilt als eines der schönsten Beispiele der fugenlosen Verblockung riesiger Steine und ist der längste und besterhaltene Mauerrest der Inka-Architektur Cuscos. Die nach außen gewölbten Steinblöcke sind bis zu einem Meter groß und so perfekt eingepasst, dass kein Mörtel benötigt wurde. Der Paradestein hat 12 Ecken und wurde passgenau in die Mauer eingebaut. Die Form dieses zwölfeckigen Steins findet man auch auf den Bierflaschen des heimatlichen Biers das Cusqueña heißt.

Überblick über Cusco

Von Hostal aus bummelten wir, solange es noch hell war, in die Altstadt von Cusco, zur Plaza de Armas, mit seinen Prachtbauten, Richtung Künstler- und Handwerksviertel San Blas.

Auf dem Weg in Cuscos AltstadtCusco

CuscoCusco

CuscoMauer des Inka Roca

CuscoCusco

CuscoCusco

Hier kaufte mir Manfred eine hübsche Kette mit einem Achat. Gegenüber dieses Shops, mit Blick auf Cusco schmausten wir eine Kleinigkeit. Manfred testete Alpakafleisch, ich Gemüsepasta und Jürgen auch Pasta.

Künstler in San BlasSan Blas in Cusco

Hinterher bummelten wir zurück zur Plaza de Armas, setzten uns in ein Lokal mit Blick auf den Platz bei einem Pisco sour, während wir auf Jürgen warteten, der durch das viele Autofahren verspannt war und sich eine Massage leistete.

Tunupa in CuscoIm Restaurant Tunupa

Es spielte sogar eine Liveband, Manfred kaufte von der Band zwei CDs, da uns die Musik gefiel und wir zuhause ein bisschen lateinamerikanische Musik hören wollten. Es machte Spaß von hier oben das lebhafte Treiben unten auf dem Platz zu beobachten und das vor der hübschen Hintergrundkulisse.

Wetter: morgens bedeckt, im Laufe des Tages aufklarend, mit gefühlten 23°C.


12. Tag - Flug nach Puerto Maldonado --->

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