P E R U

Von Tambopata nach Cusco

Sonntag, der 2.9.2012

Heute wurden wir um 5:45 Uhr von Marco geweckt, aber eigentlich weckte uns wie fast jeden Morgen das schöne Vogelkonzert. Nach dem Frühstück wurden die beiden Inder, die Gruppe Franzosen, wir, Annie und unsere Guides samt Gepäck auf das Boot verfrachtet. Es hieß nun Abschied nehmen von der Cayman Lodge.

Rückreise nach CuscoRückreise nach Cusco

Wir tuckerten eine Weile dahin und legten an einer Stelle an, an der geplant war, eine bestellte Tankfüllung Sprit aufzunehmen, aber unser Steuermann erschien mit leeren Händen und meinte, Sonntags gäbe es keinen Sprit. So mussten wir alle aussteigen und wurden in einen bereit stehenden Bus verfrachtet, der uns auf abenteuerlicher Holperfahrt auf ungeteerter Piste zum Flughafen nach Puerto Maldonado brachte. Unklar war mir, wieso dort schon ein Bus bereitstand? Aber das muss ich wohl nicht verstehen.

Rückreise nach CuscoRückreise nach Cusco

Als wir die Stadt erreichten, verabschiedete sich Annie sehr herzlich von Jürgen, Manfred und mir, sie hatte uns wohl ins Herz geschlossen, während sie der französischen Gruppe nur oberflächlich zuwinkte. Es war aber auch eine recht arrogante Gruppe.

Marco begleitete uns zum Flughafen. In einem Shop besorgte er uns Bestimmungskarten von Papageien und Säugetieren, die er als Guide preisgünstiger erhielt. An einem kleinen Stand testeten wir Maissaft, weil Marco ihn auch trank, sonst wären wir nicht auf die Idee gekommen. Schmeckte sehr lecker und war von tiefroter Farbe.

Rückreise nach CuscoRückreise nach Cusco

Unsere nicht mal halb gefüllte Maschine startete mit etwas Verspätung nach Cusco. Wir erhielten in der 13. Reihe einen schönen 2er Platz mit herrlicher Sicht auf die enormen Ausdehnungen des Urwalds unter uns und später auf die Eisriesen der Vilcanota-Andenkordillere, die vom 6336 m hohen Nevado Ausangate überragt wird. 

In Cusco erschien unser Gepäck sogleich, wir schnappten uns außerhalb des Flughafengeländes ein Taxi, nachdem Jürgen das günstigste für 15 Soles gefunden hatte und nach 15 Minuten Fahrt erreichten wir wieder unser Qorikilla Hostal, wo wir auch vor unserem Urwaldbesuch genächtigt haben. Der freundliche Zimmerwirt hatte unsere zurückgelassenen und aufbewahrten Gepäckstücke in unseren Zimmern verteilt, ebenso die Wäsche, die wir zum Waschen dort gelassen haben. Das war ein Service!

Nach einer kleinen Erfrischungspause und einer Mail an unsere Tochter, fragte mich Manfred, ob ich seinen iPod zufällig gesehen hätte, er könne ihn nicht finden. Ich hatte ihn leider auch nicht gesehen. Manfred suchte und suchte, bis er schließlich feststellen musste, dass man ihm den iPod wohl am Flughafen in Cusco aus seiner, beim Gepäck aufgegebenen Reisetasche gestohlen hatte, denn er lag in einer der vorderen Reisverschlusstaschen, ein Griff genügte. An so etwas haben wir einfach nicht gedacht, bisher ist uns in der Richtung nichts passiert.

Wir bummelten ein wenig in die Stadt, über einen Markt und ließen uns zum Kaffeetrinken in einem netten Restaurant mit Überblick über den Platz nieder.

CuscoCusco

Während wir dort saßen, mussten wir unzählige Kleinhändler, die von Tisch zu Tisch wanderten, abwimmeln, inklusive Kinder. Jürgen ließ sich von einem Jungen bei der Gelegenheit die Schuhe putzen für 1 Soles. Auf dem Plaza de Armas wurden solche Straßenhändler von der Touristenpolizei verscheucht, hier durften sie ihrem Geschäft nachgehen.

CuscoCusco

CuscoCusco

Wir bummelten über einen Markt, auf dem es nach allen möglichen duftete und viele interessante Spezialitäten angeboten wurden.

CuscoMarkt in Cusco

Markt in CuscoCusco

Hier entdeckte ich zum erstenmal gebratenes Meerschweinchen. Danach hatte ich eigentlich keine große Lust mehr das zu probieren. Es mag eine Delikatesse sein, aber ich stelle mir Meerschweinchen mit viel Knochenabnagerei vor.

Markt in CuscoMarkt in Cusco

Während sich Jürgen frei von uns nahm, um Geld zu wechseln und sich massieren zu lassen, bummelten Manfred und ich über einen weiteren Markt und kauften Mützen und einen Schal aus Alpakawolle.

Markt in CuscoMarkt in Cusco

CuscoCusco

Auf dem Plaza de Armas in CuscoCusco

Kathedrale von Cusco

Sie wurde von 1560 bis 1654 auf den Grundmauern des Palastes des 8. Inka Viracocha erbaut. Der rote Granit stammt von der Inkafestung Sacsayhuamán. Die Glocke im linken der beiden 30 m hohen Türme ist die größte Lateinamerikas. Im Inneren befinden sich holzgeschnitzte Altäre und eine Gemäldesammlung im Stil der Schule von Cusco.

La Compañía de Jesús

Die Kirche der Jesuiten wurde von 1552 bis 1668 auf den Grundmauern des Palastes von Huayna Cápac erbaut. Sie soll innen noch schöner sein, als die Kathedrale.

Pachacútec Yupanqui (Statue auf dem Brunnen oben)

Er war von 1438 bis 1471 der neunte Herrscher über das Inkareich.

CuscoCusco

Cusco auf dem Plaza de ArmasCusco

Zum Essen trafen wir uns mit Jürgen im Künstlerviertel San Blas. Das Restaurant, was wir angepeilt hatten, war geschlossen, aber wir fanden ein anderes nettes Restaurant mit Kaminfeuerchen in einer kleinen Gasse. Als wir Bier bestellten, musste das junge Team erst mal losspurten, um eine halbe Kiste zu besorgen. Jürgen aß Spagetti, Manfred Pizza und ich Huhn mit Ananas. Zum Abschluss genehmigten wir uns einen Pisco sour.

CuscoCusco

Auf dem Rückweg zum Hotel schossen wir auf dem Plaza de Armas und in den Gassen noch ein paar Nachtaufnahmen.

CuscoCusco

CuscoCusco

Cusco Plaza de ArmasPlaza de Armas in Cusco

Wetter: In Puerto Maldonado wolkenlos mit geschätzten 35°C am Mittag, in Cusco ca. 20°C am Mittag und leicht bewölkt, nachmittags schön.


17. Tag - Fahrt nach Puno --->

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