Slowenien 2017

Standortwechsel von Bled nach Portorož und Höhlen von Škocjanske

Donnerstag, der 21.9.2017

Heute ist Abreisetag. Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und starteten um 9:50 Uhr Richtung Portoroz, unserem nächsten Urlaubsdomizil.

Bled

Good bye Bled wir kommen wieder!

Gegen 11:30 Uhr erreichten wir nach einer Tankpause die Höhlen von Škocjanske.

Ein paar Infos zur Skocjanske jame

Skocjanske jame (zu deutsch: St. Kanzian-Höhlen). Diese Höhlen sind ein riesiges weitläufiges Höhlensystem auf 2/3 der Strecke zwischen Bled und Portorož gelegen.

Ihre Besonderheit ist der durch die Höhle fließende Reka Fluss, der einen gewaltigen unterirdischen Canyon in das Gestein gespült hat. Der französische Höhlenforscher Casteret schrieb 1955 ins Gästebuch: "In der Höhle von Postojna sieht der Höhlenforscher alles, was das Herz sich wünschen kann, die Höhlen von Skocjan aber haben in der Welt nicht ihresgleichen."

Die Grotten wurden von der Reka, die 55 km entfernt im Sneznik-Gebirge entspringt, geschaffen. Sie verlässt hier die Oberwelt, wühlt sich tief ins Gestein und verschwindet am Ende der 3,5 km langen Schlucht. Erst 34 km weiter taucht die Reka hinter Triest als Quelle des Timavo wieder auf. Die Höhlengänge sind 6 km lang. Der Höhenunterschied zwischen dem höchstgelegenen Eingang und seinem tiefsten Zugang beträgt 250 m. Die Schlucht verbreitert sich zu Hallen, die größte ist die Martel-Halle mit 308m.

Der äußere Teil der Höhle war schon in der Jungsteinzeit besiedelt, der Canyon aber nicht. Der Fremdenverkehr begann erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Pro Jahr besichtigen heute 90.000 Besucher die Höhlen (im Vergleich, die Postojna Höhlen besuchen über 1 Mill Besucher pro Jahr.) Die Tour dauerte 2 Stunden mit dem nichtgeführten Rückweg im Freien und kosten 16 Euro/Person. Der geführte Weg durch die Höhlen ist 3 km lang, der Höhenunterschied 144m. Die Temperatur beträgt in der Höhle 12°C.

Höhlen von Škocjanske Höhlen von Škocjanske

Eingang zu den Höhlen von Škocjanske

Um 12 Uhr startete unsere Führung, mit vielleicht 100 Personen inklusive Schulklasse. Wir bekamen schon einen gehörigen Schreck mit der laut kreischenden Schulklasse im Genick. Aber am Eingang wurden wir zum Glück in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe bestand aus slowenisch sprechenden Besuchern, wozu zum Glück die Schulklasse gehörte und eine Gruppe bestand aus englisch sprechenden Besuchern, der schlossen wir uns an.

Höhlen von Škocjanske Höhlen von Škocjanske

Am Höhleneingang

Wir wurden durch riesige unterirdische Gänge und Säle geführt. Die Krönung aber bildete der Canyon. Ich war sehr beeindruckt von dem Naturschauspiel. Am Schluss, als Tageslicht in die Höhle fiel, durften wir wieder fotografieren.

Höhlen von Škocjanske Höhlen von Škocjanske

Höhlen von Škocjanske

Höhlen von Škocjanske Höhlen von Škocjanske

Gegen 13:30 Uhr war die Führung beendet und wir stiegen im Freien den Canyonrand hinauf, wo es zum Parkplatz zurückging. Auf dem Weg zum Canyonrand konnte man auch noch mal einen guten Eindruck von dem riesigen Canyon bekommen.

Höhlen von Škocjanske Höhlen von Škocjanske

Aufstieg vom Höhlenausgang zum Canyonrand

Höhlen von Škocjanske Höhlen von Škocjanske

Gegen 14 Uhr erreichten wir den Parkplatz. Ich schickte wegen der Schlüsselübergabe eine Meldung an die Vermieterin, dass wir voraussichtlich gegen 15 Uhr in der FeWo ankommen würden. Gegen 14:45 Uhr erreichten wir die Ferienwohnung in Portorož.

Portorož

Portorož: deutscher Name "Rosenhafen"

Portorož ist der einzige wirkliche Badeort am Meer Sloweniens. Der Sandstrand entlang der Uferpromenade wurde aufgeschüttet. Portorož reiht sich nahtlos an das hübsche Städtchen Piran an. Römer ließen sich hier schon früh nieder. Nach Slaweneinfällen ließen sich im 12. Jahrhundert Benediktiner in Istrien und an der Bucht von Piran nieder. Sie gründeten Klöster und errichteten die Kirche St. Maria Rose, die der Bucht ihren Namen gab. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte die touristische Entwicklung ein. Ein Arzt aus Piran behandelte Patienten erfolgreich mit Salinenschlamm und Salzbädern. Das sprach sich herum und ein Bauboom mit Villen, Hotels und einem Kurbad begann. 1910 wurde das erste Hotel, das Hotel Palace eröffnet. 1960 bis in die Mitte der 70er Jahre wurden die alten Hotels in ein sozialistisches Ferienzentrum verwandelt. Nebenbei, das Hotel Palace gehört inzwischen zur Kempinsky Gruppe. Heute wird die Kurtradition in den alten Hotels fortgeführt, aber nicht mehr unter medizinischen-, sondern unter Wellness-Aspekten.

Um 15 Uhr waren wir mit unserer Vermieterin verabredet. Nachdem keiner erschien, schickte ich eine weitere Nachricht per Whats App. Als Antwort erhielt ich, dass sie in 5 Minuten kommen würde. Um 15:30 Uhr erschien endlich jemand. Er entschuldigte sich mit den Worten er wäre kurzfristig als Vertretung eingesetzt worden und kenne die Wohnung eigentlich gar nicht. Jedenfalls zeigte er uns die Wohnung. Leider war alles ein bisschen altertümlich und schmutzig, aber der Balkon mit der Aussicht war herrlich.

Portorož Portorož

Unsere Wohnung in Portorož

Portorož Portorož

Essecke und Küche unserer FeWo

Portorož Portorož

Links: Eins der Schlafzimmer / Rechts: Schimmel an der Badewannenisolierung

Portorož Portorož

Die Blicke vom Balkon waren top!

Wir fuhren zum 1 km entfernten Shopping Center und kauften für die Tage ein. Als wir wieder zurückkamen war unser Parkplatz belegt und Manfred musste sich notgedrungen vor irgendeine Einfahrt stellen. Ich erkundigte mich nochmals über Whats App bei unserer Vermieterin, wo denn unser Parkplatz wäre, da alle belegt wären. Sie erklärte uns, dass es der wäre, wo wir gestanden hätten und der nun belegt war. Manfred hatte eigentlich langsam die Nase voll. Aber das Auto verschwand zum Glück nach ein paar Minuten. Nachdem Manfred beruhigt das Auto auf unseren Platz parken konnte, spazierten wir zur nahegelegenen Pizzeria Santa Lucia, 150 m von uns entfernt, und schmausten. Es war sehr gemütlich hier, faire Preise, gute Qualität und der Wirt sprach deutsch. Die Gäste waren fast nur Einheimische. Meine Familie schmauste Pizza, ich Fisch mit Kartoffeln und Spinat. Manfreds Pizza hieß Gustoza, Ingrids Pizza war belegt mit Ricotta und Spinat, Martins Pizza war belegt mit Steinpilzen und Gorgonzola.

Portorož Portorož

In und vor der Pizzeria Santa Lucia

Portorož Portorož

Der kurze Spaziergang zu unserer FeWo tat auch ganz gut. Ein Weilchen saßen wir noch auf unserem schönen Balkon bis es immer kühler wurde.

Wetter:
Sonne pur. Temperaturen zwischen 5°C und 22°C.



7. Tag - --->

Zurück zur Startseite