Slowenien 2017

Heimreise mit Stopp in der Tauernalm

Samstag, der 30.09.2017

Abreisetag! Um 8 Uhr frühstückten wir unsere Henkersmahlzeit. Dann setzten wir uns in Bewegung. Manfred brachte meinen großen Koffer runter und fuhr mit seinem Radel zur 10 fußminuten entfernten Garage, um das Rad auf das Autodach zu wuchten und das Auto zu holen. Währenddessen schrieb ich Janette, unserer Vermieterin, dass wir um 9:15 Uhr bereitstehen würden zur Schlüsselübergabe. Ingrid, Martin und ich wuchteten das Restgepäck über eine Baustelle zur gegenüberliegenden Straße. Es klappte alles, Manfred stellte sich zum Gepäck einräumen auf einen freien Behindertenplatz und Ingrid und ich warteten auf der anderen Straßenseite auf Janette, die auch um 9:15 Uhr erschien. Nach der Abwicklung der Schlüsselübergabe wollten Ingrid und ich zum Auto gehen, da fuchtelten Manfred und auch Martin wie die Wilden mit den Armen herum. Was wollten sie? Sie zeigten immer auf Janettes Auto. Ja und? Janette saß im Auto und schaute auf ihr Smartphone. Wollte sie noch etwas? Nein sie winkte uns nur freundlich zu. Hatte Manfred etwas vergessen? Ich hörte nicht mehr auf sein Gefuchtel, denn verstehen konnte ich ihn nicht, sondern überquerte die Straße. Er sagte ganz aufgeregt, dass Janette dort im Auto stünde? Die beiden Männer haben gar nicht mitbekommen, dass schon alles erledigt war :-)

Aufi gings Richtung Heimat. Ich klebte noch unser Pickerl für Österreich an die Scheibe und stellte im Navi unseren Rückweg ein. Als das Navi umkehren sagte, rief Manfred "Umkehren? Nein!". Gut ich bot ihm an den Navi auszuschalten. Wahrscheinlich wusste er alles besser. Wollte er aber nicht, sondern er kehrte tatsächlich um. Aus Ljubljana mal raus, wurde es etwas entspannter. Wir passierten Bled, dann ging es in den Karawankentunnel.

Heimreise Heimreise

Im Tunnel erlebten wir wieder, wie auf der Hinfahrt, dass die Temperatur im Tunnel auf 28°C anstieg. Zuhause nachgelesen, ist dieser Temperaturanstieg tatsächlich durch die Erdwärme begründet.

Auf der anderen Tunnelseite waren wir bereits in Österreich. Ach ja, hätte ich fast vergessen, vor dem Tunnel zahlten wir an einer Zahlstelle 7,20 Euro. Der Verkehr war richtig angenehm, keine Staus, wenig Autos. Etwa 50 km vor der Tauernalm tankten wir noch rasch. In der Tauernalm legten wir wieder eine Rast ein, da es uns hier gut gefiel. Auch hier war es sehr ruhig, keine Schlangen an der Toilette und auch an den Essensständen nicht.

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Tauernalm

Weiter ging es Richtung Salzburg. Der Verkehr wurde immer dichter. Hinter der Abzweigng Salzburg-Knoten stand ein Schild, Achtung Stau, 55 Minuten Wartezeit. Viele fuhren tatsächlich runter von der Autobahn, wir blieben. Es lief zwar langsam, aber in nur 17 Minuten hatten wir die 4 km "Stau" passiert. Dann waren wir auch schon in Deutschland, wo es bis München immer wieder zähflüssig voranging. Um 15:30 Uhr lieferten wir unsere Mitreisenden zuhause ab und eine Viertelstunde später erreichten wir unser zuhause.

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Fahrzeiten:
Abreise in Ljubljana um: 9:25 Uhr
Karawankentunnel nach 68 km um 10:15 Uhr
Tauernalm nach 197 km um 11:10 Uhr, Pause bis 12:20 Uhr
Grenze bei Salzburg nach 281 km um 13:20 Uhr (4 km Stau vor Salzburg)
Zuhause nach 508 km um 15:45 Uhr.
Gesamtkilometer und -dauer: 508 km in 5 Stunden 10 Minuten.

Wetter:
In Ljubljana schön bei 13°C am Morgen. Unterwegs gemischt bewölkt bei Temperaturen zwischen 11°C und 23°C.


Ein paar Worte zum Schluss zu unseren Eindrücken dieser Reise

Allgemeines zur Reise

Dies war unsere erste Reise nach Slowenien, wenn man den kleinen Zwischenstopp in Ljubljana vor 2 Jahren nicht mitrechnet. Wir waren positiv überrascht von der Vielfältigkeit, die das Land bietet und alles in erreichbaren Entfernungen. Das heißt man kann, wenn man in Ljubljana wohnen würde, rasch zum Wandern in die Berge fahren oder auch an die Küste und wäre am Abend wieder in Ljubljana.

Die Umgebung von Bled bietet viele Wandermöglichkeiten und Attraktionen, wie Schluchten, Berge, Wasserfälle, den Bleder See mit Insel, der Bleder Burg und nicht zu vergessen der leckeren Bleder Cremeschnitte. Ganz toll fand ich die Höhlen von Škocjanske. So ein beeindruckendes Höhlensystem habe ich vorher noch nie gesehen. Die Postojna Höhlen sind zwar auch riesig, aber mit zu viel Massenbetrieb und es fehlt dort die Besonderheit, der unterirdische Canyon.

Der kleine Küstenstreifen von Slowenien ist wieder komplett anders. Die Küstenstädtchen von Piran und auch Izola sind sehr sehenswert, man fühlt sich in den Gässchen wie in Venedig. Außerdem gibt es lange Spazierwege an der Küste entlang, die die einzelnen Orte miteinander verbinden.

Unser letztes Ziel Ljubljana hat uns allen auch sehr gefallen. Manfred und ich waren hier ja schon einmal, aber für die beiden Mitreisenden war es neu. An der Stadt gefällt mir, dass sie eine übersichtliche Größe hat, an einem Fluss liegt und dass die Innenstadt für Autos gesperrt ist, das macht die Stadt gemütlicher.

In einem eventuell nächsten Slowenienurlaub würde ich auch noch gerne die Südostecke Sloweniens kennenlernen, aber ich wüsste nicht, was ich sonst dafür weglassen sollte :-)

Ich könnte auf Anhieb nicht sagen, was mir nicht gefallen hat. Das Wetter war zu Beginn nicht perfekt, aber das ist Schicksal. Manfred würde beim nächstenmal, wenn er sein Fahrrad mitnimmt, das Rad bei Regen irgendwo unterstellen, damit die Elektrik nicht wieder spinnt. Nebenbei, zuhause funktionierte das eBike wieder problemlos, es war wohl Wasser in die Elektrik geraten.

Unsere Unterkünfte

Na Jasi House in Bled

Das Haus, das wir über FeWo-Direkt gebucht haben, liegt ein wenig außerhalb des Zentrums von Bled, aber es war groß, gemütlich und war ausgestattet wie beschrieben. Mir hat es gut gefallen und ich würde es auch wieder buchen.

Luna31 in Portoroz

Diese Wohnung habe ich aufgrund guter Bewertungen bei booking.com gebucht, aber die positiven Punkte stimmten absolut nicht. Die Wohnung war abgewohnt, die Küche schmutzig, die Isolierung der Badewanne schimmelte und der Raum mit der Zusatz-Toilette war so winzig, dass man seine Füße sortieren musste, um die Tür aufzubekommen. Schön war der Balkon, wenn man von einem defekten Stuhl absieht. Die Vermieter waren nicht sonderlich verlässlich, wir mussten eine halbe Stunde vor der Tür auf sie warten und es war plötzlich unser Parkplatz belegt. Gut an der Lage unserer Wohnung war der Blick aufs Meer, die sich in der Nähe befindliche Pizzeria und dass man das Meer zu Fuß erreichen kann.

Triplex apartment The Princess Castle in Ljubljana

Auch diese Unterkunft habe ich aufgrund von guten Bewertungen bei booking.com gebucht. Das ist wirklich eine Traumwohnung, wie ich sie noch nie gesehen habe und auch nicht erwartet hätte. Mitten in der Stadt gelegen, in einem Altbau wurden die oberen drei Dachstockwerke zu einer Wohnung ausgebaut. Es blitzte alles vor Sauberkeit und es war alles vorhanden, was man brauchen könnte. Sogar das Fahrrad erhielt im Schuppen im Innenhof seinen eigenen abgeschlossenen trockenen Platz. Unser Auto mussten wir in einer, in 10 Minuten zu Fuß entfernten Garage parken, da die Altstadt nicht mit dem Auto zu erreichen war, aber auch das war alles perfekt organisiert.


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