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Lichtenstern auf dem Ritten in Südtirol

 
Montag, 30. April 2007
 

Heute Morgen regnete es bei einer Temperatur von 6°C. Gestern planten wir für heute eine Tour auf dem gegenüberliegenden Hochplateau, dem Salten. Das konnte man auch bei leichtem Nieseln durchführen. Dazu fuhren wir zuerst runter nach Bozen.

An der Straße nach Jenesien auf dem Salten, winkte eine im Regen stehende ältere Frau, wir nahmen sie mit. Sie kam aus dem Passeiertal und wollte nach Jenesien, wo sie bei einem Pfarrer drei Tage die Woche arbeitete. Dazu musste sie ganz schön lange Wege in Kauf nehmen!

Wir wollten wie üblich unser Auto am Edelweiß abstellen, aber ein neues Schild Wochentags die Fahrt zum Parkplatz verbot. Man musste sein Auto auf dem unteren Parkplatz abstellen, was eine zusätzliche halbe Stunde Wanderzeit, auf einem weniger schönen, sehr steilen Wanderweg, kostete. So fuhren wir weiter nach Langfenn auf den Parkplatz Schermoos und rollten die Sache von hinten auf. Ja, Gasthaus Edelweiß wird uns wohl so schnell nicht wieder sehen. Fahrzeit bis hier betrug eine Stunde.

 
Gesamtwanderübersicht
Allgemeine Wanderübersicht
 
Wanderübersicht 30.April
Unsere Wanderung am 30. April
 
Wir starteten auf 1439 Meter, es regnete nicht mehr. Ganz langsam wanderten wir heute, knieschonend über den Salten, durch eine herrliche Parklandschaft Richtung Tschaufenhaus, was wir nach 2,5 Stunden erreichten. Unterwegs beobachteten wir im Tschaufer Weiher Lurche, Frösche und Kaulquappen. Je länger wir unterwegs waren, desto mehr quälte sich die Sonne hervor.
 
Parklandschaft auf dem Salten
Auf dem Salten
 

Wir kreuzten Wiesen, voller Enzian und anderen Blumen, herrlich! Und immer mehr konnte man die Berge ringsum betrachten. Im Tschaufenhaus vermisste ich sogar die Sonnenschutzcreme und die Sonnenbrille, was ich beides im Hotel ließ bei den Wetteraussichten. Schirme und Regenjacken brauchten wir auf der ganzen Strecke nicht. Zurück wanderten wir knappe zwei Stunden.

Diese Wanderung verläuft auf einer Höhe zwischen 1300 und 1500 Metern, also es gibt keine steilen Ab- und Aufstiege. Uns begegneten auf der ganzen Tour kaum Wanderer, erst ganz am Ende. Als wir über eine Wiese gingen, trabten gleich freudig vier Haflinger auf uns zu, immer im Gänsemarsch hinter Manfred her. Vielleicht wollten sie Manfreds rote Jacke haben. Irgendwann gaben sie aber auf und blieben zurück.

Ein peinlicher Vorfall ereignete sich unterwegs. Und zwar kamen wir zurück vom Tschaufenhaus, da fragte uns ein Paar, ob wir vom Parkplatz Schermoos kämen. Ich meinte "Nein, vom Tschaufenhaus", denn beide haben wir vergessen, dass unser Parkplatz "Schermoos" hieß. Danach sahen wir sie noch rückblickend mit einem anderen Paar sehr lange in der Karte vertieft. Der Name des Parkplatzes war auf meinen alten Wanderkarten nicht eingezeichnet. Das Paar lief nun genau in die entgegengesetzte Richtung. Sie hätten allerdings auch weniger umständlich fragen können, wo der Parkplatz Schermoos läge und nicht wo wir her kämen.

 
Enzian
Enzian
 

Das Auto erreichten wir nach insgesamt 4,5 Stunden, meine Knie sagten den ganzen Tag nichts zum Glück! Auf dem Rückweg kauften wir in Klobenstein noch Zeitungen, Schokolade und Postkarten, die ich gerade geschrieben habe, während Manfred zeitungslesend unten im Hotel saß.

Zum Abendessen gab es: Salat vom Büffet, Spargelcremesuppe, Käsenocke mit Sprudelbutter und Parmesan, Rindsgoulasch mit Kartoffelpüree und Blattspinat und Linzerschnitte. Während Manfred nach dem Essen dem Wirt beim Erneuern seiner News-Webseite half, spielte ich im Zimmer mit meinem Laptop und änderte die Reisestartseite.

 
 
Dienstag, 1. Mai 2007
 

Das Wetter sah gar nicht so übel aus, trotz Wettervorhersage, so fuhren wir nach dem reichhaltigen Frühstück über Pemmern nach Roßwagen.

 
Wanderübersicht 1. Mai
Unsere Wanderung am 1. Mai
 
Da die Seilbahn auf das Rittner Horn erst Mitte Mai ihren Betrieb aufnimmt, wir aber unbedingt auf das große Hochplateau des Rittner Horns wollten, wanderten wir zu Fuß, erst durch schattigen Nadelwald (Start: 1700 Meter), anschließend an Wiesen entlang mit Fernblick zum Unterhornhaus (2044 Meter). Weiter vorbei an einzelnen Schneefeldern ging es zur Felturner Hütte (2046 Meter) an einer Wiese mit vielen Krokussen vorbei. Die Hütte öffnet am 19. Mai.
 
Felturner Hütte
Am Rittner Horn, die Felturner Hütte mit Krokussen davor
 
Hier oben fuhr ab und zu ein und dasselbe Auto mit einem Arbeiter an uns vorbei, der die Reste der Wintersaison einsammelte, wie Schilder oder Straßenpfosten. Eine Weile wanderten wir noch am Horn entlang, immer auf einer Höhe von 2100 Metern, bogen dann auf den Weg 2 Richtung Gißmann ab und wanderten diesen entlang, ein kleines Schneefeld querend, bis er schmaler und steiler wurde.
 
Am Rittner Horn
Am Rittner Horn
 
Das mochten wir meinem Knie nicht zumuten. Nach ca. 2 Stunden und 10 Minuten kehrten wir um und erreichten nach insgesamt 4 Stunden das Auto. Auf dem Rückweg begegneten uns die ersten Wanderer und Mountainbiker, ansonsten hatten wir auf dem ganzen Weg keinen Menschen getroffen.
 
Am Rittner Horn
 

Ach ja, die Temperatur hier oben war nicht gerade hoch, ich schätze mal unter 10 Grad und ein eisiger Wind pfiff, aber der Ausflug lohnte sich trotzdem.

Im Lichtenstern herrschte Hochbetrieb an dem Feiertag, sie kamen mit der Ausgabe von Eisbechern kaum nach, den wir uns natürlich auch nicht entgehen ließen. Den restlichen Nachmittag relaxten wir auf dem Balkon und abends gab es wieder ein üppiges Mahl: Salat vom Büffet, Melone mit Schinken, Makkaroni mit Tomaten und Oliven, Kalbsrückensteak mit Spätzle und Erbsen und Eistorte mit Himbeermark "Buten Appetit"! (kleiner Verschreiber auf der Karte)

 
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