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Lichtenstern auf dem Ritten in Südtirol

 
Mittwoch, 2. Mai 2007
 

Zwar stieg das Barometer, aber der Himmel war bewölkt bei 9 Grad. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder auf den Parkplatz Schermoos auf den Salten (wie vorgestern) und liefen in einer Höhe von 1430 Metern und 6 Grad los. Als wir gerade aufbrachen, gesellte sich ein Bus "Martinsreisen" aus Lana direkt neben uns. Bevor wir einen Schreck bekamen, folgten noch 2 Busse. Heraus quollen ca 100 Wanderer. Wir dachten, "Nichts wie los", auch wenn sie bestimmt in die andere Richtung wandern würden, Richtung Langfenn.

 
Gesamtwanderübersicht
Allgemeine Wanderübersicht
 
Wanderübersicht 2. Mai
Unsere Wanderung am 2. Mai
 

Wir folgten dem Weg Nummer 4 bzw. dem Europäischen Fernwanderweg Nummer 5 in Richtung Möltner Kaser. Der Weg führte zuerst ansteigend durch Nadelwald, dann immer häufiger über Wiesen und durch Parklandschaft. Niedrig ziehende Wolken verliehen der Landschaft einen eigentümlichen Reiz.

 
Martinreisen
Auf dem Parkplatz Schermoos
 
Europäischen Fernwanderweg Nummer 5 in Richtung Möltner Kaser
Europäischen Fernwanderweg Nummer 5 in Richtung Möltner Kaser
 
Die Stimmen der 100 Wanderer hörte man schon nach 10 Minuten nicht mehr. Nach 1 1/4 Stunden erreichten wir die Hütte Möltner Kaser auf 1760 Meter. Sie war sogar schon seit dem 29. April bewirtschaftet. In der leeren, gemütlichen Stube mit Kachelofen tranken wir Cappuccino und aßen Apfelstrudel dazu.
 
Möltner Kaser
Rückweg vom Gschnofer Stall zum Parkplatz
 
Plötzlich, eine Viertelstunde später dachten wir, wir sahen nicht recht! Die Tür öffnete sich und einige der 100 Wanderer quollen nach und nach in die Gaststube. Unser Tisch war ruckzuck belegt. Die Wanderer erzählten uns, dass dies ein Ausflug der älteren Mitbürger Lanas wäre. Sie waren sehr nett. Wir verließen bald die Gaststube, räumten unseren Platz für nachquellende Gäste und machten uns auf den Rückweg. Zwar kann man von hier einen Abstecher zu den 2000 Meter hoch gelegenen Stoanernen Mandeln unternehmen, aber die Sicht war schlecht, so dass wir Richtung Jenesier Jöchel aufbrachen. Nach 20 Minuten Waldweg bergab erreichten wir diese, auch geöffnete Alm auf 1660 Metern Höhe. Auf einem breiten Forstweg verlief der restliche Weg, immer ganz leicht bergab. Wir legten viele Fotopausen ein, da viele uns unbekannte Blümchen den Wegesrand säumten.
 
Rückweg zum Auto
Rückweg zum Auto
 

Zum Schluss wanderten wir noch auf einer steil absteigenden Teerstraße entlang, bis wir nach insgesamt 3 Stunden Gehzeit unser Auto erreichten. Wir trafen übrigens außer den 100 Wanderern auf dem Parkplatz und im Möltener Kaser keinen einzigen Wanderer.

Da wir sowieso Bozen kreuzten, bummelten wir ein wenig durch die Stadt. Freie kostenlose Parkplätze sind wie in jeder Stadt knapp, darum stellten wir uns in eine der vielen Tiefgaragen. Die Parkbuchten waren scheinbar für kleine italienische Autos ausgelegt, jedenfalls ging es recht knapp her, obwohl wir kein breites Auto fuhren. Nett mal wieder durch Bozen zu bummeln! Hier betrug die Temperatur sogar 15 Grad. Wir streiften über den Waltherplatz, durch die Laubengassen, machten einen erfolgreichen Abstecher ins Athesia Buchgeschäft und leckten noch ein Eis. Es regnete übrigens den ganzen Tag nicht.

 
Bozen - Obstmarkt
Auf dem Obstmarkt in Bozen
 

Abends gab es: Salat vom Büffet, Kraftbrühe mit Kräuterstreifen, Lothringer Zwiebel-Speck-Torte, Ossobuco mit Polenta und Profiteroles "Suchard". Das war alles sehr massiv. Nach dem Abendessen saßen wir noch ein wenig mit einem Paar aus dem Schwarzwald zusammen, die uns interessante Dinge von ihrem Weinberg erzählten. Zum Beispiel hatte ich nicht gewusst, dass Wein heutzutage in Deutschland nicht mehr mit "harten" Mitteln gespritzt wird, so dass man "Bio"weine gar nicht mehr unbedingt kaufen muss, denn diese sind auch irgendwie behandelt.

 
 
Donnerstag, 3. Mai 2007
 

Heute Morgen wieder bedeckt mit 10 Grad. Nach dem Frühstück wanderten wir unseren bekannte Runde über den Ritten und zwar zuerst am Südtiroler Hof vorbei, zum Lobishof, den wir in einer Stunde erreichten. Nun auf einem Waldweg, den Weg Nummer 16 folgend Richtung Oberbozen.

 
Wanderübersicht 3. Mai
Unsere Wanderung am 3. Mai
 
Hier entdeckten wir zum erstenmal ein Symbol, das der Weg Kinderwagengeeignet ist. Weiter gings auf Nummer 4. Eine Katze, die Manfred gestreichelt hatte folgte uns eine ganze Zeit, bis zum nächsten Hof, wo ein großer Hund die Katze misstrauisch beäugte und sie nicht vorbei ließ. Auf diese Weise folgte uns die Katze schon nicht den ganzen Weg.
 
Wanderung auf dem Ritten
 
Die Sonne ließ sich übrigens immer häufiger blicken. Wir kamen an einem Teich vorbei, zu einem Bauernhof mit schöner Aussicht auf den gegenüberliegenden Salten. Über eine bunte Blumenwiese führte der Weg, in einen Wald bis Gasthaus Schluff nach Maria Himmelfahrt.
 
Wanderung auf dem Ritten
 
Das Gasthaus hatte Ruhetag, so wanderten wir dem Weg 4 folgend nach Oberbozen, wo wir uns einen Kaffee genehmigten. Bis hierhin brauchten wir fast immer auf gleicher Höhe bleibend 3 Stunden.
 
Von Maria Himmelfahrt nach Oberbozen
Von Maria Himmelfahrt nach Oberbozen
 
Nun testeten wir eine neue Variante und zwar über die Bahn rüber und den Weg Nummer 23 ein Stück herunter, bis der Weg 23a nach Wolfsgruben abzweigte. Wir passierten eine große Hühnerfarm, wo die Tiere richtig viel Auslauf hatten, mit See in der Mitte und Möglichkeiten durch Wald zu streifen.
 
Das alte Straßenbähnle auf dem Ritten
Das alte Straßenbähnle auf dem Ritten
 

Von Wolfsgruben wanderten wir fast an der Bahn entlang, mal durch Wald und mal über Wiesen zu einem neu angelegten Stausee, den wir umrundeten und anschließend zum Lichtenstern hinaufstiegen. Insgesamt wanderten wir 4 Stunden.

Nachmittags gönnten wir uns, trotz der Kälte von 14 Grad ein leckeres Eis. Abends gab es Salat vom Büffet, Grillgemüse-Terrine, Kressebandnudeln mit Spargeln, Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat und Bayerische Mokkacreme. Wir saßen noch ein wenig mit dem Paar aus dem Schwarzwald zusammen, dann schaute sich Manfred noch das restliche Fußballspiel Bremen gegen Barcelona an.

 
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