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Südtirol - Naturns im Vinschgau

 

3. Mai bis 10. Mai 2008 / Teil 3 von 4

 
Mittwoch, 7. Mai 2008
 

Beim Frühstück fragte mich die Wirtin, ob ich in Ohnmacht gefallen wäre gestern Abend. Zuerst wusste ich gar nicht was sie meinte, aber sie erzählte mir, dass Manfred ihr gestern zurief, "Meine Frau fällt in Ohnmacht, wenn sie das sieht", womit er den vielen Südtiroler Speck und das Brot meinte, was er abends mit nach oben brachte. Ich versicherte ihr, dass ich nicht in Ohnmacht fiel, denn es schmeckte ja sehr gut.

Wir fuhren heute auf den Salten zum Wandern. Und zwar ging es über Meran (der neue Tunnel hinter Töll war endlich fertiggestellt) Richtung Bozen und in Terlan runter von der Autobahn, den Berg nach Mölten hinauf und dort nach Langfenn.

 
Übersicht Wanderungen
Unsere heutige Wanderung, Nummer 4, ist falsch eingezeichnet, es stimmt nur die ungefähre Richtung.
Der Punkt muss viel weiter südlich liegen, oberhalb Terlans, zwischen Meran und Bozen, aber die Karte endet leider hier.
 
Der Parkplatz war gut besucht. Den E5, bzw. Wanderweg Nr. 1 wanderten wir durch die herrliche Parklandschaft bis kurz vor Gasthaus Edelweiß.
 
Auf dem Salten
Herrliche Parklandschaft auf dem Salten
 

Hier zweigte der Wanderweg Nr. 7 rechts Richtung Wieser ab. Immer leicht bergauf, leicht bergab landeten wir nach 2 Stunden beim Tschaufenhaus. Hier stärkten wir uns mit Apfelkuchen (ich) bzw. Kaiserschmarrn (Manfred). Außer uns saß ein anderes Paar und schmauste, ansonsten war nichts los. Kurz bevor wir aufbrachen folgte noch ein Paar. Bisher war es recht kühl mit ca. 12 Grad. Beim Essen verschwanden alle Wolken und man konnte die Parklandschaft bei purem Sonnenschein genießen. Am Tschaufer Weiher entdeckten wir sogar Molche.

 
Auf dem Salten
Pflanze am Tschaufer Weiher
 
Nun sah man auch auf der gegenüberliegenden Bergseite den Ritten und dahinter den Schlern und den Rosengarten.
 
Auf dem Salten
Rückweg vom Gschnofer Stall zum Parkplatz
 
Auf dem Salten
Das war das Objekt, was ich auf dem vorigen Foto fotografierte
 
Nach weiteren zwei Stunden erreichten wir über den Gschnofer Stall unser Auto. Es waren einige Wanderer unterwegs, mal traf man ganze Pulks, dann wieder lange gar keinen.
 
Auf dem Salten
Der Blick reichte bis zu den Dolomiten (Schlern und Rosengarten im Hintergrund)
 

Gehzeiten:
Start Schermoos (1480m) zum Tschaufenhaus Weg 1 und 7 (1304m): 2 Stunden,
zurück über Gschnofer Stall 1 Stunde 50 Minuten
Gesamtgehzeit ohne Pause: 3 Stunden 50 Minuten
Wetter: schön, zwischen 12°C und 17°C auf der Wanderung
(im Tal morgens 10 Grad / mittags 25 Grad)

Nachdem wir uns erfrischt hatten, Mails beantwortet und Tagebuch geschrieben haben, wollten wir in den Nachbarort Staben fahren, um dort im Kochenmoos zu essen, wo wir vorletztes Jahr unseren Urlaub verbrachten. Wir erwischten die falsche Abfahrt und landeten in Naturns. Den Trubel konnten wir nicht brauchen, setzten uns wieder ins Auto und fuhren über die Etsch nach Staben. Kurz vor Staben wurde die Straße aufgerissen und ein Baugerät hinderte uns an der Weiterfahrt. Also nächster Anlauf über Tabland. Auch hier landeten wir vor dem Baugerät, was den Weg über die Brücke versperrte. Also nochmals umgedreht, der Radroute gefolgt, zur Reschenstraße und dort in Staben abgefahren.

In der Wirtschaft saßen wir gemütlich draußen, genossen unsere Pizzen (Manfred aß Feuerwehrpizza und ich Pizza mit Lachs). Beide Pizzen waren sehr lecker. Als ich auf mein weißes T-Shirt blickte, dachte ich, was bin ich für ein Schwein, lauter schwarze Flecken auf meinem T-Shirt! Leider waren wir überall schwarz, auch die Jacke, Manfreds Hemd und meine Fototasche. Es muss von der Baustelle kommen, mal sehen, ob ich die zuhause herausbekomme.

Nachtrag - die Flecken gingen nicht vollkommen heraus.

 
 
Donnerstag, 8. Mai 2008
 

Das Wetter sah heute wieder super aus, im Tal versprach es 28 Grad zu werden, so flüchteten wir nach dem Frühstück mit der Naturnser Seilbahn zum 1300 Meter hoch gelegenen Unterstell. Die Seilbahn verkehrt halbstündlich, immer zur vollen halben Stunde und fährt ca. 8 Minuten. Um 9:40 Uhr starteten wir den Meraner Höhenweg in Richtung Meran. Auf den Wanderkarten sieht der Weg sehr gemütlich aus, wie ein gerader Strich. In Wirklichkeit geht es ständig rauf und runter. Aber nun der Reihe nach.

 
Übersicht Wanderungen
Unsere heutige Wanderung, der Meraner Höhenweg ab Unterstell ist mit "5" gekennzeichnet
 
Anfangs geht es recht steil aufwärts auf eine Höhe von ca. 1450 Meter. Wir hatten Sicht auf das halbe Vinschgau und den gegenüberliegenden, noch recht schneebedeckten Nörderberg mit seinem höchsten Gipfel, der Hochwart. Oder ist es gar nicht der Höchste?
 
Meraner Höhenweg
 
Wir wanderten an dem idyllisch gelegenen Höfen Innerforch vorbei zum Pirchhof, den wir nach einer guten Stunde erreichten.
 
Meraner Höhenweg
 
Meraner Höhenweg
 
Hier testete ich selbstgemachten Johannesbeersaft, sehr lecker! Man kann hier auch Ziegenbraten aus eigener Produktion testen. Leider hatten wir noch keinen Hunger. Weiter wanderten wir Richtung Hochforch.
 
Meraner Höhenweg
Auf dem Pirchhof stärkten wir uns erstmal mit frischem Johannesbeersaft
 
Nun ging es sehr spektakulär in ein Tal hinab und auf der anderen Seite wieder aufi. Wir dachten das Schlimmste läge nun hinter uns, aber falsch! Das nächste Tal wartete auf uns mit vielen Stufen abwärts, Halteseilen an ausgesetzten Stellen und am anderen Ufer des Bachs nicht weniger steil nach oben.
 
Meraner Höhenweg
Der Weg blieb nicht so gemütlich
 
Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg
 
Obwohl die Seilbahn gut besucht war, folgten uns hier nur noch ganz wenige Wanderer. Nach insgesamt 2,5 Stunden Wanderzeit erreichten wir den Hochforch, wo wir eine längere Rast mit Apfelstrudel (ich) und Nudelsuppe (Manfred) einlegten. Während wir hier saßen gesellten sich nur noch zwei weitere Paare zu uns auf die Terrasse. Wir erklärten den Hochforch für unseren Umkehrpunkt, da wir zur Seilbahn zurückkehren wollten. Zu Fuß nach Naturns hinunter wollten wir unserer Knie zuliebe nicht, es wären 1000 Höhenmeter Unterschied gewesen. Übrigens gibt es beim Hochforch die Möglichkeit einen Shuttle ins Tal zu bestellen.
 
Meraner Höhenweg
Zum Schluss wurde es wieder gemütlich
 

Wir wanderten denselben tollen Weg zurück und es begegneten uns immer noch ganz wenig Wanderer. Hinter dem Galmein-Hof zweigte ein Weg 24B von unserem Weg ab. Auf unserer neu gekauften topografischen Karte von 2004 war dieser nicht eingezeichnet, aber vom Gefühl her müsste er auch zur Seilbahn führen, mit dem Unterschied, dass wir nicht mehr aufwärts zum Innerforch krabbeln mussten, denn die Seilbahnstation lag 100 Meter unter uns. Wir wagten es, sparten uns 10 Minuten und erwischten gerade so mit wehenden Haaren die 16 Uhr Seilbahn.

Zuhause erfrischten wir uns frisch unter der Dusche und fuhren wieder zu Pizzeria Hofer, wo nun auch im Freien Tische aufgebaut waren. Das nutzten wir natürlich. Auf unserem Balkon ließen wir den Abend wie üblich gemütlich ausklingen.

Gehzeiten:
Seilbahnbergstation Unterthurner (1300m) bis Pirchhof (1448m): 1 Stunde 10 Minuten,
zum Hochforch (1573m): 1 Stunde 20 Minuten,
zurück über den Weg 24B zum Unterthurner: 2 Stunde 30 Minuten
Gesamtgehzeit: 4 Stunden 10 Minuten
Wetter: schön
Temperaturen am Berg: 12 bis 22°C, im Tal morgens 10°C, mittags 29°C.

 
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