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Südtirol - Naturns im Vinschgau

 

3. Mai bis 10. Mai 2008 / Teil 4 von 4

 
Freitag, 9. Mai 2008
 

Als letzte Runde unseres Urlaub wünschte ich mir dieselbe Tour, die wir am Montag im Schnalstal drehten und zwar Rund um den Vernagtstausee, also den Hinweg auf der Südseite des Stausees bis kurz vor Kurzrass und auf der Nordseite zurück.

 
‹bersicht Wanderungen
Da wir diese Runde ab Vernagt zweimal drehten, ist sie mit der Nummer 2 und 6 gekennzeichnet
 
Auf der Höhe von ca. 1700 Metern stellten wir also wieder unser Auto am See ab. Außer uns standen hier wieder fast nur Autos von Anglern und ein weiteres Wanderpaar aus Deutschland. Es lag verständlicherweise viel weniger Schnee als noch vor 4 Tagen.
 
Rund um den Vernagtstausee
Das Überlaufrohr des Vernagtstausees
 

Die Wanderzeiten waren auch viel kürzer, da wir weniger fotografierten.

 
Rund um den Vernagtstausee
Ein letztes Schneefeld, das wir passieren mussten
 
In Kurzrass stießen wir auf eine große Wandergruppe zu unserem Verdruss, da wir nun nicht mehr mit Murmeltieren rechneten. Wir warteten ein wenig an der Stelle, wo wir neulich welche entdeckten - und tatsächlich liefen wieder einige über die Wiese, leider viel zu weit entfernt für unsere Fotoapparate. Sie purzelten spielerisch den Abhang hinunter, war richtig niedlich zu beobachten.
 
Rund um den Vernagtstausee
Kurzrass und die Schnalser Gletscher im Hintergrund
 
Ein Paar, welches wir unterwegs überholten, fragte uns wie weit es denn zum nächsten Hof noch wäre und ob dort der Bus hielte. Wir mussten sie enttäuschen, der Bus fuhr nicht zum Hof. Scheinbar sind sie einfach ohne Karte drauflosmarschiert. Na - hoffentlich schaffen sie das, denn der Weg ist nicht ohne.
 
Rund um den Vernagtstausee
 
Kurz vor dem Finailhof hatten wir die große Gruppe eingeholt, die blockierte erst einmal komplett den Zugang zur Hütte, aber schließlich kamen wir doch noch zu unserer Marende. Anschließend testeten wir Apfelkuchen und Schneemilch, eine Spezialität aus dem Schnalstal, bestehend aus Brotkrümeln, Rosinen, Zucker und Zimt, noch weitere Zutaten und obenauf Sahne. Die Wirtin erzählte uns, dass es dies zwar auch im Vinschgau gäbe, hier aber total falsch serviert würde, mit Sahne unten oder dazwischen.
 
Rund um den Vernagtstausee
Blick Talauswärts: Finailhof mit Vernagtstausee
 

Nach einer weiteren Stunde erreichten wir unser Auto. Auch die letzte Strecke läuft sich recht angenehm, bis zum nächsten Hof eben am Hang entlang, immer mit schönen Blicken talauswärts und zum See. Und danach führt ein kleines geteertes Sträßchen zum Ort Vernagt hinunter.

Gehzeiten:
Start Vernagtstausee (1697m) - Talseitenwechsel : 2 Stunden 15 Minuten,
bis Finailhof (1949m): 2 Stunden,
Ziel (1697m): 1 Stunde
Gesamtgehzeit ohne Pause: 5 Stunden 15 Minuten
Wetter: schön

Abends drehten wir noch ein kleines Ründchen direkt vom Hof in Richtung Meran. Dieser Weg führt am Fuße des Hanges entlang immer in Höhe des Fallrohrhofs, meist im Schatten von Bäumen oder auch zwischendurch an den Apfelbäumen entlang bis Partschins. Doch wir wollten uns nur ein halbes Stündchen die Zeit vertreiben, bis wir auf der Terrasse eine Brotzeit bestellen konnten, dies ist ab 20 Uhr möglich. Denn wir hatten ja noch kein Abendbrot gegessen. Zu uns gesellten sich noch das Kölner Paar, ein Paar aus Tettnang und Herr und Frau Schwienbacher. Manfred schmauste wieder die nicht bezwingbare Speckplatte und ich probierte "Bauerntoast". Der bestand aus einem Doppelvinschgerl, die mit Speck und Käse belegt waren und übergetoastet. Schmeckte lecker mit dem geschmolzenen Käse. Das werde ich mir mal wieder bestellen. Es wurde übrigens ein netter und vor allem interessanter Abend. Herr Schwienbacher erzählte vom Apfelanbau. Das ist ja wirklich eine Wissenschaft für sich.

 
 
Samstag, 10. Mai 2008
 

Heute war Abreisetag. Wir fuhren um 8:50 Uhr los, über den Reschen, den wir nach einer Stunde und fünfzehn Minuten erreichten.

Statt auf österreichischer Seite den Pass hinunterzufahren, bogen wir wieder Richtung St. Moritz ab und fuhren auf Schweizer Seite zur Kajetunbrücke. Obwohl diese Strecke nicht viel weiter ist und auch, wegen einer Baustelle empfohlen wurde, nutzte dies kaum einer außer uns. Die Strecke ist sehr gut ausgebaut und leer. Nach ein paar Metern hielt Manfred, da unser Automatikauto seit dem Pass nur noch im 3. Gang fuhr und ein Warnlicht aufleuchtete. Die Bedeutung des Warnlichts fanden wir nicht in der Anleitung, aber nach ein paar Minuten Pause erlosch das Licht und wir konnten normal weiterfahren, zum Glück!

Eine ganze Zeit lang schon wunderten wir uns, warum uns kein Auto begegnete und das, obwohl die Pfingstferien in einigen Bundesländern begannen. Plötzlich standen wir in einem Stau. Nichts ging mehr, die Straße war für beide Richtungen gesperrt wegen eines Unfalls. Wir sahen einen Rettungshubschrauber und mehrere Feuerwehrautos. Zum Glück konnten wir, wie einige andere, durch ein nicht ganz korrektes Manöver, auf eine neben der Bundesstraße verlaufende Landstraße ausweichen. Kaum hatten wir die Landstraße erreicht, zuckelte unser Vordermann mit Tempo 10 km/h dahin, beide Blicke des Fahrers und des Beifahrers neugierig gaffend zum Unfall gerichtet und eine weitere Schlange bildend. Dämliche Leute gibt's! Da auch der Gegenverkehr über diese Landstraße durch einen kleinen Ort umgeleitet wurde, inklusive Wohnmobils und Wohnanhänger, staute es sich hier auch, denn es passte manchmal nur einer durch die Gassen. Irgendwann hatten wir es dann aber geschafft.

 
Heimreise
Langsam kam die Zugspitze in Sicht
 
Heimreise
In einer Stunde sind wir zu Hause
 
Weiter ging es recht zügig voran, und um 14:35 Uhr erreichten wir mit einer Tankpause vor der deutschen Grenze und einer Eisesspause in Bad Kohlgrub unser Ziel.
 
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