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Donnerstag, 9. September 2010
 

In der Nacht wachte ich plötzlich auf und dachte „Wer schießt denn da?“ Ein paar Minuten später merkte ich, dass hier keiner scharf schoss, sondern ein Gewitter nahte. Es fing plötzlich an fürchterlich zu pladdern und die Einschläge der Blitze näherten sich rasant. Nach einer gefühlten halben Stunde war der Spuk vorbei.

Als Folge des Gewitters, war es heute wunderbar klar. Restwolken hingen in den Bergen, das Panorama war malerisch. So verwarfen wir unsere Pläne von der Haustür aus loszuwandern, sondern wir fuhren nach Pemmern und von dort mit der Seilbahn auf die Schwarzseespitze. Das Panorama mussten wir festhalten, aber seht selbst...

 
Panorama vom Lobishof Panorama vom Lobishof
Ist das nicht ein herrlicher Ausblick aus unseren Wohnung am Morgen?
 


Sarner Scharte auf einer größeren Karte anzeigen

 
Rittner Horn Seilbahn Rittner Horn Seilbahn
Mir der Rittnerhorn-Seilbahn zur Schwarzseespitze
 

Wir wanderten den Weg, links um das Rittner Horn herum, etwa eine Stunde auf breitem Kiesweg entlang, mal leicht bergauf und mal leicht bergab, bis nach einer Stunde eine Abzweigung Richtung Gasteiger Sattel wies, die mussten wir nehmen.

 
Sarner Scharte mit Schnee Rittner Horn
Huch, da liegt ja Schnee auf unserem Ziel Im Hintergrund das Rittner Horn
Schafe am Wegesrand Schafe am Wegesrand
 

Eine weitere Viertelstunde wanderten wir abwärts auf einer Fahrstraße bis ein Abzweig nach links, auf den Weg 3 Richtung Sarner Scharte wies. Diese sollte unser heutiges Ziel sein.

 
Schilderwald Sarner Scharte hinten rechts
Weiter an den verwirrenden Schildern vorbei zur Sarner Scharte (rechts oben die Einkehrbung)
 
Zuerst blieb der Weg ein Fahrweg, aber schon bald zweigte unser Pfad von der Fahrstraße über ein Gatter ab, auf eine sumpfige Wiese, mit Felsen und Latschenkiefern bestückt. Es wurde immer extremer, ohne die rotweißen Markierungen des Alpenvereins hätte man den Weg bestimmt nicht gefunden. Hier ist es wirklich hochalpin. Wir wanderten schließlich aufwärts, Felsen hoch kraxelnd, meist am Wasser entlang. In einer Mulde hörten wir Murmeltiere pfeifen, entdeckten sie trotz intensiver Suche nicht. Wanderer sahen wir übrigens kaum. Etwa eine halbe Stunde vor der Scharte drehten wir vorsichtshalber um, es drohten einige dunkle Wolken und bald fing es auch leicht zu tröpfeln an. Diesen Weg wollten wir nicht auf glitschigen Steinen zurück rutschen.
 
Klettern ist angesagt über Stock und Stein
Zäune wurden überstiegen... ... weiter über Stock und Stein
Haflinger mit Manfred Haflingermama mit Fohlen
Haflinger findet man in den größten Höhen Haflingermama mit Fohlen
Sarner Scharte Ausblick nach Murmeltieren
Kurz vor der Sarner Scharte kehrten wir um, ... ... aber nicht, ohne nach Murmeltieren Ausschau zu halten
 
Kaum erreichten wir wieder die Fahrstraße, regnete es stärker und die Scharte lag in dichte Wolken gehüllt. Mensch, da hatten wir Glück gehabt! Zurück, setzten wir uns in die Feltuner Hütte und stärkten uns. Als wir gehen wollten, kamen uns zwei breite Gäste entgegen, an denen wir kaum vorbei passten. Zwei Kühe wollten die Wirtschaft besuchen. Der Wirt kam sogleich angelaufen, scheuchte die Kühe beiseite und setzte sich auf ein Schwätzchen und ein Schnäpschen mit uns vor die Tür, denn inzwischen strahlte nämlich wieder die Sonne aus allen Löchern.
 
Jausenstation Feltuner Hütte Wirt Sepp
Jausenstation Feltuner Hütte Sepp schmiss gerade wieder seine Gäste hinaus
(2 Kühe wollten einkehren)
 

Wir wanderten zum Auto zurück, mal Sonnenschein, mal tröpfeln. Aber dieser Weg zurück über die Almwiesen ist wunderschön, gehört eigentlich zum Abschluss einer so herrlichen Tour.

Wanderzeiten:
Schwarzseespitze – Abzweigung Wanderweg 1,3,7: 60 Minuten,
Abzweigung Wanderweg 1,3,7 – Abzweigung Wanderweg 3: 15 Minuten,
Abzweigung Wanderweg 3 – Umkehrpunkt: 1:35 Stunden,
Umkehrpunkt – Feltuner Hütte: 2:10 Stunden,
Feltuner Hütte – Pemmern: 1:10 Stunden,
Gesamtwanderzeit: 6:10 Stunden,
höchster Punkt: 2229 m,
tiefster Punkt: 1528 m,
Höhendifferenz: +609 m, -1141 m,
zurückgelegte Strecke: 21,5 km.

 
Schöner Ausklang der Wanderung von der Feltuner Hütte zum Parkplatz in Pemmern
Schöner Ausklang unserer Wanderung von der Feltuner Hütte zum Parkplatz in Pemmern
 

In Klobenstein kauften wir ein, kehrten zum Abendessen in der Bürgerstube ein und fuhren zum Lobishof zurück.

Wetter:
Morgens: Sonnenschein bis mittags, da zogen Wolkenfelder auf und es gab Regen und Graupelschauer.
Temperatur morgens: 7°C, auf dem Ritten 11 – 15°C.

 
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