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Freitag, 10. September 2010
 
Heute wanderten wir gleich von der Haustür aus los, den Wanderweg Nr. 16 entlang. Es war ein breiter angenehm zu laufender Waldweg, Nach einer Weile zweigte der schmale Steig Nr. 32 ab, der uns in eine Schlucht hinunter führte. In der Schlucht an einem Wässerchen angekommen, kraxelten wir bergauf Richtung Oberinn. Das Wetter war herrlich, nur ein paar Wölkchen zierten den Himmel.
 


Oberinn-Wangen auf einer größeren Karte anzeigen

 
Auf dem Ritten Auf dem Ritten
Auf dem Steig 32 eine Schlucht hinunter
 
Anschließend  spazierten wir auf einem Teersträßchen nach Oberinn hinauf. Weiter den Wanderweg 32 nach Wangen, erst auf einem Sträßchen, anschließend auf einen Steig entlang. Immer wieder erhielt man herrliche Ausblicke Richtung Salten, Bozen, Mendel, man konnte sich gar nicht satt sehen. Wir erreichten schließlich Wangen mit seinen Blumen geschmückten Häusern. Der Ort zog sich recht in die Länge, wir brauchten fast 20 Minuten um von einem Ende zum exponiert liegenden Friedhof zu gelangen. Leider fanden wir keine Möglichkeit etwas zu essen oder zu trinken. Ein Restaurant hatte geschlossen, die Fensterscheiben fehlten, aber Tischdecken waren auf den Tischen und das zweite Gasthaus, das wir vom letzten, lang zurück liegendem Besuch in Erinnerung hatten, gab es gar nicht mehr.
 
Sonnenblumen in Wangen andere hübsche Blumen in Wangen
Mit Sonnenblumen und ... ... anderen Blumen werden wir in Wangen empfangen
   
Wangen Wangen
Wangen, im Hintergrund Bozen Nettes Haus in Wangen
   
So wanderten wir hinter dem Gasthaus den Wanderweg Nummer 2 zurück. Der verlief anfangs auf geteerter und auch befahrener Straße, aber nach 10 Minuten zweigte unser Weg von der Teerstraße ab, auf einen Wiesenweg.
 
Pilzwanderweg Pilzwanderweg
"Pilzwanderweg"
 
Manfred naschte unterwegs frische Brombeeren. Kurz vor Ende unserer Runde erreichten wir den Waldner Hof, eine Jausenstation, wo wir uns mit Blicken über das ganze Tal eine Brotzeit schmecken ließen. Die Wirtin wies uns auf ein Reh hin, was gar nicht weit von uns unten am Hang stand, es ließ sich nicht von den Kühen daneben stören. Während wir ca. vier kleine Katzen und ihre Mama alle zwei Minuten von unseren Bänken schubsten, schmausten wir eine Portion Speck und Käse. Manfred fütterte sie zum Schluss mit Speckresten und Käserinde. Die Seniorin des Hauses scheuchte schleunigst alle Katzen weg, als sie sie in unserer Nähe entdeckte. Anschließend unterhielt sie uns, es war nett mit der Seniorin.
 
Blick zurück nach Wangen Jausenstation Waldner Hof
Blick zurück nach Wangen Jausenstation Waldner Hof
   
Jausenstation Waldner Hof Jausenstation Waldner Hof
Die sieht nur so brav aus, in Wirklichkeit nutzte sie jede Gelegenheit etwas von unserem Speck zu ergattern :-) Die Wirtin entdeckte dieses Reh unten auf der Wiese
 

Wanderzeiten:
Lobishof – Oberinn - Wangen auf Weg 2: 20 Minuten,
Wangen - Waldner Hof auf Weg Nr.2: 1:30 Stunden,
Waldner Hof – Lobishof: 0:25 Stunden,
Gesamtwanderzeit: 4:15 Stunden,
höchster Punkt: 1311 m,
tiefster Punkt: 952 m,
Höhendifferenz: +856 m, -856 m
zurückgelegte Strecke: 12,1 km.

Nach einer Kaffee und Verschnaufpause im Lobishof, fuhren wir nach Oberbozen und von dort aus mit der neuen Rittner Seilbahn nach Bozen hinunter. Man löst ein einziges Ticket, auch für mehrere Personen, steckt es zum Entwerten in einen Automaten, der schaltet abhängig vom Ticket die Personenzahl frei, die die Schranke passieren dürfen. Alle 4 Minuten fährt eine große Kabine mit 24 Sitzplätzen nach Bozen hinunter. Das ist eine bequeme Sache. Das Ticket runter und rauf kostet nur 3,50 Euro pro Person. Es sind immerhin 950 Meter Höhenunterschied, die man in 12 Minuten zurücklegt. Das ist ein Superservice, den man nutzen muss.

 


Bozen auf einer größeren Karte anzeigen

 
In der Seilbahn von Oberbozen nach Bozen Bozen
In der Seilbahn von Oberbozen nach Bozen Bozen
 

In Bozen bummelten wir Richtung Innenstadt zuerst an der Kellerei vorbei, dessen Wein wir in Deutschland für 4,95 Euro kaufen (St. Magdalener), während wir ihn hier für 5,60 Euro entdeckten. Es lohnt sich also nicht mehr in Italien Wein einzukaufen. Anschließend versuchten wir Blicke in das benachbarte Hotel Stiegl zu werfen, dort verbrachten meine Eltern häufig ihre Urlaube. Wir entdeckten kein bekanntes Gesicht.

Wir schlenderten durch die stark begangene Laubengassen, durch Seitengassen, am Talferufer entlang und schmausten bei einem Chinesen im Garten zu Abend. Wir aßen Pekingsuppe, anschließend Manfred Ente, ich Huhn mit Ananas.

 
Laubengasse in Bozen Unser Chinese in Bozen
Laubengasse in Bozen Links "unser" Chinese mit den roten Lampen
   
Nette enge Gassen in Bozen Nette enge Gassen in Bozen
Nette enge Gassen in Bozen Überall kann man sitzen und essen
   
Am Talferufer Rosengarten
Am Talferufer Blick vom Talferufer zum Rosengarten
   
Eine Schaufensterauslage in Bozen Der Waltherplatz
Eine Schaufensterauslage in Bozen Der Waltherplatz
 

Auf dem Rückweg leisteten wir uns ein Eis, dann fuhren wir mit der Seilbahn im Dunkeln wieder aufwärts. Wir ließen den Abend bei einem Gläschen Sekt ausklingen, es war unser letzter Abend im Lobishof. Morgen wechselten wir das Quartier.

Wetter:
Sonne mit ein paar Wolken.
Temperatur morgens 11°C, unterwegs 21°C, in Bozen am Nachmittag 25°C.

 
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