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Samstag, 11. September 2010
 

Heute wechselten wir unser Quartier und zwar gings in den Fallrohrhof in Naturns im Vinschgau. Wir packten nach dem Frühstück unsere sieben Sachen und marschierten in die Gaststätte zum Zahlen. Frau Ramoser wollte uns großzügig anbieten, statt 85 Euro die Nacht nur 75 Euro zu berechnen, da wir ja doch nicht zu viert gekommen wären. Wir sagten ihr, dass wir nirgends erwähnt hätten, zu viert zu kommen und sie uns im letzten Angebot sowieso 75 Euro die Nacht berechnen wollte. Ich weiß nicht, wie sie dauernd auf die vier Personen kam. Sie hatte jetzt eigentlich seit unserer Ankunft sieben Tage Zeit unsere E-Mails nochmals zu lesen.

Nach längerer Rechnerei mit unserer Anzahlung verrechnete sie sich erst einmal um 100 Euro zu unseren Gunsten, nahm aber wortlos den richtigen Betrag, den der Computer berechnete. Irgendwie schien das alles jedenfalls fürchterlich kompliziert zu sein, als Manfred auch noch mit seiner normalen EC-Karte zahlen wollte. Jedenfalls verblieben wir so, dass Manfred den ganzen Betrag, also ohne Anzahlung per EC-Karte zahlte und wir die Anzahlung bar zurück erstattet bekamen. Etwas merkwürdig empfanden wir, dass sie Manfred direkt auf die Finger blickte, als er seine Geheimnummer eintippte, im Normalfall dreht man sich doch dezent zur Seite. Was wir im Nachhinein ebenso merkwürdig fanden, dass ihr letztes Angebot an uns vom Jahre 2009, 35 Euro Endreinigung auswies, aber in die Abrechnung setzte sie 40 Euro ein. Außerdem erhielt ich zuhause erst auf Nachfrage eine Bestätigung, dass unsere Wohnung gebucht wäre. Eine Bestätigung, dass die Anzahlung auf dem Konto der Familie angekommen war, erhielten wir nie.

Ich glaube den Lobishof werden wir als Quartier nicht mehr wählen, er hat doch zu viele Nachteile für uns, mal abgesehen von der abrechnungstechnischen Seite: Warmes Essen bekommt man bis maximal 17 Uhr, was aus der Internetseite des Lobishofs leider nicht hervorgeht, kaltes Essen bis 18 Uhr. Und bis zu dem Zeitpunkt schafft man kaum seine Wanderungen. Nach langen Wanderungen hat man hinwiederum keine Lust nochmals über eine halbe Stunde nach Oberbozen zu den nächstgelegenen Restaurants zu wandern und zurück auch noch bergauf. Etwas nervte mich mein Zimmernachbar, ein Angestellter des Hauses, der seinen Wecker täglich punkt halb sieben läuten ließ mit zweimaliger Wiederholung alle 10 Minuten. Dann saß ich spätestens senkrecht im Bett. Wer allerdings Selbstversorger ist oder gerne mit dem Auto noch zum Essen fährt am Abend und absolute Ruhe in der Nacht wünscht bis 6:30 Uhr, der mag sich im Lobishof wohl fühlen.

 
Ein letzter Blick von unserem Balkon im Lobishof Frühstück im Lobishof
Ein letzter Blick von unserem Balkon Unser letztes selbstgebasteltes Frühstück
 
Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir Richtung Salten, wir wollten vor dem Quartierwechsel noch etwas die Sonne genießen. Etwa einen Kilometer weiter fragte mich Manfred, ob ich meinen Rucksack dabei hätte, hatte ich. Ich fragte Manfred daraufhin, ob er seinen Rasierapparat eingepackt hätte. Er glaubte ja. Auf der Wanderung, etwa 1,5 Stunden später meinte er, dass er meine Frage vorhin seltsam fand, denn er war sich gar nicht sicher, ob er den Rasierapparat eingepackt hätte. Das müsste ich schließlich wissen, weil ich zuletzt prüfend durch die Wohnung gegangen bin. Erwartete Manfred, dass ich von allen mitgenommenen und in der Wohnung verteilten ca. 200 Gegenständen, oder was man so ein Kleinteilen mit hat, 100%ig sicher war, absolut nichts vergessen zu haben???? Es hätte Manfred sicher auch keine 5 Minuten gekostet, bei meiner Frage rasch anzuhalten, nachzusehen und evtl. umzudrehen, wenn er sich nicht sicher war, statt mir 1,5 Stunden später meine Frage negativ unter die Nase zu reiben. Aber was soll’s – jetzt ist Urlaub und ohne Rasierer stirbt man nicht :-)
 


Saltenrundwanderung auf einer größeren Karte anzeigen

 

Der Parkplatz in Lafenn war schon wahnsinnig voll um diese Zeit und es wanderten Kolonnen von Leuten mit uns. So voll habe ich es hier noch nie erlebt. Ich fand das Spazieren durch diese offene Parklandschaft mit seinen leicht hügeligen Wiesen und den darauf verteilten Lärchen und Tannen trotzdem ganz herrlich. Ein Kalb auf einer Wiese sprang ganz übermütig umher. Viele Pferde grasten um die Wege herum. Wegen der vielen Leute wanderten wir aber diesmal nicht wie sonst zum Tschaufenhaus, sondern kürzten ab und beschlossen gleich nach Naturns zu fahren und unser neues Quartier zu beziehen.

Wanderzeiten:
Lafennrunde: 2,5 Stunden,
höchster Punkt: 1499 m,
tiefster Punkt: 1409 m,
Höhendifferenz: +209 m, -209 m,
zurückgelegte Strecke: 10,6 km.

 
Fahrt vom Ritten zum Salten Herrliche Parklandschaft auf dem Salten
Fahrt vom Ritten zum Salten Herrliche Parklandschaft auf dem Salten
   
Auf dem Salten Blindschleiche
Auf dem Salten Blindschleiche
   
Was knipse ich denn da? Herbstzeitlose
Was knipse ich denn da? Herbstzeitlose mit Inhalt
 
Dolomitenpanorama
Dolomitenpanorama
 

In einer Stunde erreichten wir den Fallrohrhof in Naturns. Wir wurden von Frau Schwienbacher wie immer sehr freundlich empfangen, erhielten gleich unsere Kennungen für den Internetzugang, packten unsere Koffer aus und checkten E-Mails.

Fahrzeiten:
Lobishof – Lafenn über Terlan und Mölten: 1:15 Stunden,
Lafenn – Naturns: 1:00 Stunde.

 
Pizzeria Hofer

Zum Abendessen fuhren wir natürlich zur Pizzeria Hofer. Frau Hofer erkannte uns sogleich und begrüßte uns sehr freundlich wie Stammkunden. Die Pizzen schmeckten sehr lecker, wie auch in den Jahren davor. Den Abend ließen wir auf unserem Balkon ausklingen. Übrigens war der verloren geglaubte Rasierapparat mit im Gepäck, alle Aufregung von heute Mittag umsonst ;-)

 

 

 

 

<-- Pizzeria Hofer

   
Blick von unserem Balkon Typischer Tagesausklang auf dem Balkon
Blick von unserem Balkon Typischer Tagesausklang auf dem Balkon
 
Gute Nacht
Gute Nacht
 

Wetter:
Sonne pur!
Temperatur morgens 11°C, tagsüber: bis 21°C.

 
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