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Donnerstag, 16. September 2010
 

Manfred fragte heute Morgen Frau Schwienbacher, was sie uns für heute empfehlen würde. Sie empfahl uns eine ganze Menge, was wir noch nicht kannten, außer dem Schnalser Waalweg. Hörte sich alles interessant an, wir konnten uns nicht entscheiden und so fuhren wir ganz anders als empfohlen nach Katharinaberg und starteten dort den uns noch unbekannten Teil des Meraner Höhenweges Richtung Pfossental.


Pfossental auf einer größeren Karte anzeigen

 
Katharinaberg

In Katharinaberg stellten wir unser Auto ab, und wanderten zuerst mal die Straße hinauf Richtung Höhenweg. Nun zweigte der Weg 28 vom Weg Nr. 10 ab und wir schwenkten nach links, den Weg 28 Richtung Vorderkaser im Pfossental. Es ging weiter leicht aufwärts zum Einstieg des Höhenweges, dann verlief der Weg am Berg entlang aufwärts und abwärts, auf einer Höhe zwischen 1400 und 1500 Metern, immer mit freiem Blicken ins Tal. Mal wanderten wir auf Teerstraße, dann wieder auf einem schmalen Pfad entlang. Die Sonne zeigte sich immer mehr. Uns begegneten kaum Wanderer, wenn, dann waren es Wanderer mit Riesenrucksäcken, die wahrscheinlich mehrere Tage auf dem Höhenweg unterwegs waren.

 

<-- Start in Katharinaberg

   
GPS-Kennzeichnung am Meraner Höhenweg GPS-Kennzeichnung am Meraner Höhenweg
An den Wegweisern befinden sich sogar die GPS-Koordinaten
 

Zum erstenmal sah man von hier, die Ummauerung vom ehemaligem Kloster Karthaus, das war uns von der Straße aus bisher nie aufgefallen. Nach ca. 1,5 Stunden Wanderzeit sagte ich ganz begeistert „Diesen Teil des Höhenwegs habe ich mir ganz anders vorgestellt, nicht so sonnig mit vielen Ausblicken, sondern im Walde und alles ziemlich dunkel“.

 
Katharinaberg Karthaus
Blick zurück auf Katharinaberg Karthaus
   
Unterwegs auf dem Meraner Höhenweg Unterwegs auf dem Meraner Höhenweg
Bauernhof unterwegs Hübscher Weg in der Sonne
   

Achtung Steinschlag

Manche Stellen müssen wegen Steinschlags
zügig passiert werden -->

Achtung Steinschlag
 

Zwei Minuten später tauchten wir in den Wald des Pfossentals, die Sonne hatte Mühe über die Berge zu spitzeln und den Weg zu beleuchten. So trat genau das ein, was ich gerade meinte. Wir wanderten noch eine Stunde weiter bis kurz vor die Nasereith Hütte. Da man hier nicht einkehren konnte, ließen wir die Hütte aus und erklärten dies zum Umkehrpunkt. Zwar hätten wir nach einer weiteren Stunde wahrscheinlich den Vorderkaser erreicht, der bewirtschaftet war, aber 7 Stunden Wanderzeit waren uns doch zu viel (hin und zurück), vor allem weil der Weg wirklich hauptsächlich ohne Sonne verlief in dem hier noch engen Pfossental.

 
Pfossental Pfossental
Plötzlich liefen wir im dunklen Wald Blick ins Pfossental
 

Ich sagte zu Manfred „Uns begegnen heute gar keine Tageswanderer, nur Fernwanderer“ und schon eine Minute später begegneten uns die ersten Tageswanderer. Manfred probierte den gleichen Trick. Er sagte „Heute finden wir gar keine 100 Euroscheine“ Aber witzigerweise fanden wir wirklich keine. Aber versuchen konnte man es ja mal.

 
Pfossentalende Richtung Katharinaberg
Austritt aus den Wald, nun beginnt der schöne Teil Sonniger Wegteil mit Blicken ins Schnalstal
   
Beeren am Wegesrand herbstlicher Farn
Beeren am Wegesrand Auch der Farn verfärbt sich herbstlich
   
Blick vom Höhenweg auf Katharinaberg Huch, wo ist denn Manfreds Kopf?
Blick vom Höhenweg auf Katharinaberg Huch, wo ist denn Manfreds Kopf?
   
Endspurt nach Katharinaberg Endspurt nach Katharinaberg
Endspurt nach Katharinaberg
 

Zurück in Katharinaberg schmausten wir einen Apfelstrudel und überlegten, dass sich dieser Abschnitt des Höhenwanderweges unbedingt lohnt, auch wenn er nur kurz ist bis zum Eintritt ins Pfossental. Die Ausblicke waren herrlich!

Wanderzeiten:
Parkplatz Katharinaberg (1244 Meter) – Eintritt in den Wald (Pfossental): 1:30 Stunden,
Eintritt in Wald – Nasereith: 1:00 Stunden,
Nasereith - Katharinaberg: 2:10 Stunden,
Gesamtwanderzeit: 4:40 Stunden,
höchster Punkt: 1579 m,
tiefster Punkt: 1229 m,
Höhendifferenz: +1238 m, -1238 m,
zurückgelegte Strecke: 13,6 km.

Abends trafen wir uns mit meiner Schwester zum Pizzaessen in der Pizzeria Hofer, sie kam gerade von ihrer Waalwegwanderung von Latsch zu Burg Juval zurück. Diesmal gab es Pfifferlingspizza – sehr lecker! Wir brachten  meine Schwester noch zur Bahn, damit wir sicher waren, dass sie auch wirklich abfuhr und setzten uns zum Ausklang des Abends auf unseren Balkon.

Wetter:
Hochnebel, der sich rasch auflöste. Nachmittags wieder Eintrübung.
Temperaturen morgens: 13°C, tagsüber am Berg 18°C, in Naturns 23°C.

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