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Sonntag, 29. Mai 2011
 

Ich wachte heute zum erstenmal um 5 Uhr auf und fotografierte den Sonnenaufgang, dann legte ich mich wieder schlafen bis 7:30 Uhr.

 

Blick zum Schlern

Morgens um 5 Uhr der Blick vom Balkon

 

Um 8 Uhr gingen wir zum Frühstück hinunter. Frau Bauer senior bewirtete uns. Mit uns waren noch vier weitere Tische belegt. Es gab alles was man zum Frühstück braucht, Brot, Marmelade, Kuchen, Eier, Saft, Kaffee, Wurst, Käse, Nutella... Frau Bauer erzählte uns, dass heute ein Fest in Unterinn stattfinden würde, wo wir tanzen könnten. Worauf unser Tischnachbar erzählte, er wäre auf einem Fest gewesen, da wollte er aber nicht tanzen, weil die jungen Frauen heutzutage alle mit Jeans und Turnschuhen herumlaufen würden. Ihm gefielen Trachten bzw. Röcke viel besser. Man - solche Sprüche kenne ich eigentlich nur von 90-jährigen! Ich frage mich, warum er denn nicht mit gleichaltrigen Frauen tanzen wollte, die nach seinem Geschmack gekleidet wären :-)

 

Informationen zum Tage:

Keschtnweg:
Wir wanderten heute einen Teil des Keschtnwegs. Keschtn sind Kastanien und diese wachsen hier auf einer Höhe bis zu ca. 900 Metern. Unser Weg heute verläuft hauptsächlich in einer Höhe zwischen 700 und 900 Metern.

Burg Stein am Ritt:
Die Burg wurde ca. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts vom Herrn de Lapide (zum Stein) errichtet und 1349 zerstört.

Hier ein Link zu den Rittner Erdpyramiden

 
Wir wurden früh fertig und wanderten runter zum Bahnhof. Ein Schaffner gab uns die nette Auskunft, dass unser Bus 161 nach Unterinn 100 Meter weiter am Parkplatz halten würde und da stand er auch schon. Die Busfahrerin war nicht so gut drauf, entweder ärgerte sie sich, dass sie Sonntagsdienst hatte oder sie ärgerte sich über sonst irgendetwas. Jedenfalls als Manfred die RittenCard in den Automaten schieben wollte, bemerkte sie nur schnipisch „verkehrt herum“. Als er es ein weiteres mal versuchte „verkehrt herum“. Ja warum zeigt sie es Manfred nicht gleich? Na ja egal, der Bus war fast leer, nach einer 10-minütigen gemütlichen Fahrt stiegen wir an der ersten Haltestelle in Unterinn aus.
 


Von Unterinn über Lengstein nach Klobenstein auf einer größeren Karte anzeigen

 

Hier begann unsere Wanderung, hinunter zum Keschtnweg. Anfangs wanderten wir durch Apfelplantagen, nun durch Wald zu einem Wasserfall hinunter. Immer versuchte ich zwischendurch Blicke zu den Erdpyramiden bei Unterinn zu werfen, aber man sah sie kaum, gerade mal eine.

 

Im Bus nach Unterinn Startpunkt Unterinn
Im Bus nach Unterinn Startpunkt Unterinn
   
Wanderweg bei Unterinn Erdpyramide bei Unterinn
Der Weg führte durch Apfelbäume In der Ferne sah man eine Erdpyramide
 
Ab Wasserfall ging es wieder hinauf, bis wir nach einer guten Stunde die Buschenschank Rielinger Hof, 3 Fußminuten abseits des Hauptkeschtnwegs, erreichten. Kurz vor der Buschenschank entdeckten wir einen Gang in den Felsen, der ziemlich weit hinein zu reichen schien. Er war mit „Privat“ gekennzeichnet.
 
Blick vom Keschtnweg Höhle
Immer wieder Aussicht auf kleine Dörfer Kurz vor dem "Rielinger" entdeckten wir eine Höhle

 

Der Hof liegt sehr idyllisch, man kann fast ums ganze Gut herum draußen sitzen und der Ausblick ins Tal, zur Ruine Stein am Ritt und auf den Weg, den wir gekommen waren, war grandios. Die Wirtin war gerade dabei die Hühner zu füttern, kam aber rasch herauf, um uns was zu trinken zu bringen. Sie erzählte uns, dass der Vorbesitzer 8 Jahre lang versuchte Wasser zu finden, darum der Tunnel. Er fand aber keins. Jetzt haben sie ein 200 Meter tiefes Loch, aus dem sie Wasser erhalten. Nachdem wir uns gestärkt hatten, wanderten wir weiter, bis wir auf den uns schon bekannten Teil des Keschtenwegs trafen.

 

Blick vom Rielinger Richtung Dolomiten Buschenschank Rielinger
Blick vom Rielinger Richtung Dolomiten Buschenschank Rielinger
   
Ruine Stein am Ritt Blick zur Brennerautobahn
Ruine Stein am Ritt Blick zur Brennerautobahn
   
Widderchen Eidechse
Widderchen Eidechse
 

Weiter führte der Weg immer abwärts und aufwärts im Wechsel, an Höfen vorbei, durch Wald, auf Sträßchen entlang immer mit Blick auf die Dolomiten. In Lengstein angelangt nach insgesamt 3h15m Stunden Wanderzeit steuerten wir gleich auf das Gasthaus Schwaiger zu, wo wir alleine draußen auf der Terrasse saßen. Herr „Börner“ aus dem Tatort bediente uns wie schon in den Jahren davor. Wir schmausten Erdbeeren mit Eis.

 
Lengstein

Blick zurück auf Lengstein mit dem Schlern im Hintergrund

 

Dann kam ein schweißtreibender Teil und zwar den Kreuzweg nach Maria Saal hinauf, dafür wurden die Panoramablicke noch schöner. Ab hier wandert man wieder über Sträßchen und Wiesen, die Erdpyramiden meidend auf dem Weg 29 Richtung Kematen und schließlich den Weg 33 nach Klobenstein. Wir landeten nach weiteren 1h15m ab Lengstein direkt vor unserer Haustür.

Wanderzeit:
Unterinn – Rielinger: 1h10m,
Rielinger – Lengstein: 2h05m,
Lengstein – Klobenstein: 1h15m,
Gesamtgehzeit: 4h30m,
maximale Höhe : 1248 m,
durchschnittliche Höhe: 963 m,
minimale Höhe: 777 m,
Höhendifferenz: +1109 m, -818 m,
zurückgelegte Strecke: 14,2 km.

Abends trafen wir vor der Haustür Frau Bauer, die uns zum Essen das Gasthaus Wiesenheim empfahl. Wir waren viel zu früh dort, man kann dort ab 18:30 Uhr essen, es war sehr lecker. Ich aß Spargel mit Kartoffeln und Schinken und Bozner Soße und Manfred Wienerschnitzel mit Pommes Frites. Vorweg spendierten sie uns ein Spargelmousse. Den Abend ließen wir auf dem Balkon ausklingen.

 

Leckeres Essen im Wiesenheim

oben: Spargel mit Bozner Soße

rechts: Schnitzel mit Pommes

Leckeres Essen im Wiesenheim
 
Rosengarten

Abendstimmung mit Blick zum beleuchteten Rosengarten

Wetter:
Schön, Temperaturen morgens 14°C, nachmittags 20°C.
 
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