Südtirol 
Teil 1: Grödnertal

Montag, der 3.6.2013

Nach einer ruhigen Nacht, stand ich gegen 7:30 Uhr auf. Chalet Regina ist ein "Klima-Haus", das heißt es ist sehr gut isoliert. Es ist auch eine neue Erfahrung, sicher energiesparend, aber wenn man morgens das Fenster zum Lüften aufreißt, beschlägt erstmal die Scheibe, von der gesammelten Luftfeuchtigkeit innen. Man merkt es auch, wenn man ins Haus kommt, es riecht etwas strenge (ungelüftet). Gut, dafür sind sicher die Energiekosten niedrig.

Wir frühstückten unser Müsli mit Kaffee und Orangensaft. Um 8:55 Uhr waren wir startbereit und wanderten in 10 Minuten zur Talstation der Seilbahn Col Raiser. Mit ihr fuhren wir auf den 2100 Meter hoch gelegenen Col Raiser. Es ist eine der wenigen Seilbahnen, die jetzt schon geöffnet hat. Die meisten sind Winterseilbahnen. Wir schmierten unsere Gesichter vorsichtshalber mit Lichtschutzfaktor 20 ein.

Col Raiser Col Raiser

Oben befindet sich ein riesiges Hochplateau mit einer Aussicht zu den majestetisch aufragenden Bergspitzen, wie ich es noch nicht erlebt habe - einfach toll! Wir wanderten den Wanderweg 2 entlang, weil er so schön auf gleicher Höhe entlanglief und immer mit noch besser werdender Aussicht.

Col Raiser Col Raiser

Gleich nach dem Start, hörten wir uns bekannte Pfiffe, das mussten Murmeltiere sein! Sie pfiffen und pfiffen, wir schauten und schauten und doch - schließlich entdeckte ich eins auf einem Felsen thronend. Unser Weg verlief über Almwiesen, nah an Schneefeldern vorbei und mündete schließlich in Weg Nummer 6, den wir ein Stückchen weiter folgten. Von hier konnten wir alle uns bekannten Berge sehen, vom Schlern, Seiser Alm bis zum Rittner Horn. Den Lang- und der Plattkofel und auch die Geißlerspitze sahen wir sowieso schon die ganze Zeit. Die Wege sind übrigens perfekt ausgeschildert. Die Hüttendichte ist sehr groß, aber geöffnet hatte kaum eine. Das muss hier der reinste Skizirkus im Winter sein. Zu dieser Jahreszeit traf man keinen Menschen.

Col Raiser Col Raiser

Col Raiser Col Raiser

Col Raiser Col Raiser

Col Raiser Col Raiser

Auf einem nicht ausgeschilderten breiten Weg wanderten wir aufwärts auf 2290 Meter, bis zu einer geschlossenen Skihütte. Dort folgten wir dem mit 1a markierten Weg zurück zur Seilbahn-Bergstation. 

Col Raiser Col Raiser

In der daneben geöffneten Odles-Hütte ließen wir uns Gemüsesuppe, bzw. Apfelstrudel schmecken. Die Gesamtwanderzeit belief sich auf 2,5 Stunden.

Col Raiser Col Raiser

Zurück fuhr die Seilbahn stündlich. Wir nahmen die Bahn um 13 Uhr und erreichten unsere Ferienwohnung schon um 13:30 Uhr, wo wir auf dem Balkon unseren täglichen Kaffee genossen mit Blick auf den Langkofel.

Abends, als der Magen zu knurren begann, fuhren wir nach Wolkenstein zur Pizzeria Rino. Wir setzten uns auf meinen Wunsch in das Lokal und nicht davor, da ich keine Lust hatte neben einer Baustelle zu schmausen. Die Pizzen waren okay, aber nicht so gut wie in "unserer" Pizzeria Alpenhotel Plaza.

Hinterher sahen wir uns einen Prominenten "Wer wird Millionär" an. Da merkt man erst, was man davon hat, wenn Manfred zuhause die Werbung wegschneidet vorm Anschauen. Die nervte dermaßen, dass wir das Ende nicht mehr abwarteten und schlafen gingen.

Col Raiser Wolkenstein

Wetter:
Vormittags schön, nachmittags Eintrübung
Temperaturen: Bergstation 6°, am Ende der Wanderung 13°C, nachmittags im Tal: 16°C.


4. Tag - --->

Zurück zur Startseite

Datenschutz