Südtirol 
Teil 1: Grödnertal

Freitag, der 7.6.2013

Morgens nach dem Frühstück setzten wir uns über die Karte und überlegten uns eine Tour von Wolkenstein zum Grödner Joch und auf der anderen Seite wieder zurück. Wir fuhren also nach Wolkenstein und schlengelten uns durch die engen Gassen, die teilweise durch Baustellen ganz gesperrt oder noch enger wurden. Jedenfalls fanden wir nicht den geplanten Parkplatz und stellten uns deshalb an einen Wanderweg, an dem zufällig ein Parkplatz frei war, denn auch Parkplätze sind sehr rar, obwohl kaum Touris hier waren.

Wanderstartpunkt Wolkenstein Langental

Nach einem erneuten Blick auf die Karte planten wir um und beschlossen ins Langental zu wandern, denn zum einen standen wir direkt an einem Hinweisschild Richtung Langental, zum anderen befürchteten wir auf der ursprünglichen Strecke, dass sie durch riesige Skianlagen verschandelt ist. Im Langental entdeckten wir keine Lifte auf der Karte. Zuerst spazierten wir an einem idyllischen Bächlein, umgeben von Wiese, durch Wolkenstein aufwärts, dann auf einem Teersträßlein an einer Kaserne vorbei. Ich befürchtete schon, dass wir uns diese Straße noch lange mit Autos teilen mussten, aber bald schon endete die Teerstraße an einem großen Parkplatz mit Kiosk. Hier startete das Langental. Das Tal lag herrlich wie eine Parklandschaft, eingebetet zwischen hohen Felsen, vor uns. Ich musste gleich an den Yosemite Park denken, nur dass hier kein so ein Rummel um die herrliche Landschaft gemacht wurde. Wir starteten im Langental in einer Höhe von ca. 1650 Metern, die Felsen rechts und links von uns erreichen 2400 oder 2500 Meter, also wurde der Weg umsäumt von ca. 800 Meter aufragenden, steilen Felswänden. Wir wanderten an einer kleinen Kapelle vorbei, an vielen bunten Wiesen und am plätschernden Wasser entlang.

Langental Langental

Langental Langental

Es wanderten nicht sehr viele mit uns. Ein paar englischsprachige Gruppen mit riesigen Rucksäcken kamen uns entgegen, sie wanderten bestimmt von Hütte zu Hütte.

Durchs Langental Langental

Nach ca. 2 Stunden, als wir fast das Talende erreichten, bevor es steil aufwärts geht, kehrten wir um. Zurück entdeckten wir wieder viele uns unbekannte Blümchen, weidende Schafe und plötzlich sah Manfred auf einer Lichtung zwei Gämsen stehen. Eine ließ sich sogar fotografieren, die zweite sprang davon.

Langental Langental

Langental Langental

Langental Langental

Zurück wanderten wir mit einer kleinen Variante, jedenfalls sahen wir nun Ruine Wolkenstein hoch über uns auf einem Felsen thronen. Daneben übten ein paar Kletterer der Bergrettung.   

Langental Langental

Wanderzeiten:
Startpunkt Parkplatz Wolkenstein (1580 m) bis Talanfang Langental (1650 m): 30 Minuten
Talanfang bis kurz vor Talende Langental (1850 m): 1,5 Stunden
Umkehrpunkt bis Parkplatz Wolkenstein: 2 Stunden
Gesamtwanderzeit: 4 Stunden

Auf unserem Balkon genossen wir noch unseren Kaffee und schmausten ein bisschen Käse (Dolomitenkönig) dazu. Nachmittags gab es wieder einen kräftigen Regenschauer. Ich schrieb 2 Postkarten (Mutter und Tochter), schrieb Tagebuch, relaxte und pakte ein paar Sachen für morgen zusammen, denn morgen ist unser Weiterreisetag nach Naturns, dann beginnt der zweite Teil. 

St. Christina St. Christina

St. Christina St. Christina

Abends wanderten wir zu unserer Pizzeria, Manfred aß Atomica, ich Filoncino tonno, hinterher leisteten wir uns einen leckeren Eisbecher. Unser freundlicher Ober spendierte uns zum Abschied noch einen Grappa. Hinterher saßen wir noch auf ein Gläschen Wein auf dem Balkon und beobachteten auf der gegenüberliegenden Wiese am Waldrand Rehe.

St. Christina St. Christina

Wetter:
Vormittags Sonne, nachmittags langsam Wolken aufziehend. 
Temperatur unterwegs: 17 bis 19°C, abends auf dem Balkon: 10°C.


8. Tag - --->

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