Südtirol 
Teil 2: Vinschgau

Donnerstag, der 13.6.2013

Nach dem Frühstück brachen wir mit dem Auto zu dritt ins Schnalstal auf, wir wollten heute eine unserer Lieblingsrunden um den Vernagtstausee bis Kurzrass und auf der anderen Stauseeseite über die Finailhöfe zurückwandern. Als wir in Vernagt an unserem Startpunkt vorbeikamen, der großen Staumauer des Vernagtstausees, sahen wir lauter Absperrungen und eine Baustelle darauf. Wir befürchteten schon, dass die Staumauer auch für Fußgänger gesperrt war. Wie sollten wir auf die andere Seeseite kommen? Da entdeckten wir das Umleitungsschild, wir mussten die halbe Staumauer herunterkrabbeln, dort gab es einen Weg an der grün bepflanzten Mauer entlang zur anderen Seite, wo wir wieder hinaufschnauften.

Schnalstal Schnalstal

Ab hier verlief der Weg wie gewohnt, zuerst durch Wald, am See entlang, später an vielen blühenden Enzianen entlang, auch die Alpenrose begann zu blühen. Unterwegs atzten wir uns an Wasser und wanderten über Almwiesen vor Kurzrass, weiter zur Straße. Diese mussten wir ein Stück aufwärts folgen, dann gings rechtsab auf der anderen Seite in größerer Höhe zurück.

Schnalstal Schnalstal

Schnalstal Schnalstal

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Nach dem Überqueren der Straße entdeckten wir die ersten Murmeltiere, aber viel zu weit entfernt, um sie gut zu fotografieren.

Schnalstal Schnalstal

Nachdem wir riesige bunte Wiesen gekreuzt haben, führte unser Weg aufwärts durch lichten Lärchenwald, am Rande steiler Hänge, über Wiesen und später mehr durch Wald. Was für eine Traumlandschaft! Bärbel überlegte, wie es wäre hier mal zu zelten und einfach ein paar Stunden hier sitzend und lesend zu genießen.

Schnalstal Schnalstal

Nun tauchte auch der weit unter uns liegende Vernagtstausee auf, das ist immer ein Blick, auf den ich mich auf der Wanderung schon lange freue. Schließlich erreichten wir durstig die Finailhöfe, aber nicht ohne dass wir kurz vor den Höfen nochmals Murmeltiere entdeckten.

Schnalstal Schnalstal

Schnalstal Schnalstal

Die Finailhöfe waren bis 1967 übrigens die höchstgelegenen Kornhöfe Europas. In den Finailhöfen bestellten wir Apfelstrudel (ich) und Gärtnersuppe (Manfred und Bärbel). Wir entdeckten oben in der Luft einen großen Raubvogel kreisen und fragten die Wirtin, was das sei. Sie meinte, obwohl sie eine Jägerstochter wäre, wüsste sie nicht, ob es ein Steinadler oder ein Bartgeier sei. Bartgeier wurden vor nicht allzu langer Zeit hier ausgesetzt.

Schnalstal Schnalstal

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Kurz hinter den Finailhöfen noch mal neugierige Murmeltiere, die uns von ihre Beobachtungsposten begutachteten. Von nun an ging es gemütlich abwärts zum Auto.

Schnalstal Schnalstal

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Wanderzeiten:
Vernagt - Kurzrass/Straßenüberquerung: 3 Stunden
Kurzrass/Straßenüberquerung - Finailhöfe: 2 Stunden
Finailhöfe - Vernagt: 1 Stunde
Gesamtwanderzeit: 6 Stunden.

In der Pizzeria Hofer schmausten wir draußen und fuhren anschließend zum Fallrohrhof zurück. Den Abend ließen wir beim Glaserl Wein und "Wer wird Millionär" auf unserem Balkon ausklingen.

Wetter:
Schön
Temperatur unterwegs: um die 20°C, unten in Naturns ca. 29°C.


14. Tag - --->

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