Naturns in Südtirol

Freitag, der 30.5.2014

Heute fuhren wir in ein Seitental des Schnalstals, das Pfossental. Beim Vorderkaser auf ca. 1700 Meter befand sich ein großer Parkplatz, hier mussten wir eine Parkgebühr von 3 Euro entrichten, wobei ein Gutschein von 2 Euro dabei war, zum Verzehr eines Getränks im Wert von mindestens 2 Euro. Um 9:30 Uhr starteten wir unsere Wanderung ins Pfossental.


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Zuerst verlief der Weg auf einem breiten Forstweg durch das enge Tal, begrenzt, links durch hohe steile Felsen, rechts durch einen tief unter uns fließenden Bach, den Pfossenbach und steile Talwände auf der anderen Bachseite.

Pfossental Pfossental

Pfossental Pfossental

Es war noch schön ruhig, außer uns waren nur wenige Wanderer unterwegs. Wir passierten Wiesen mit Felsen, wie gemacht für Murmeltiere. Wir hörten sie auch und sahen zwei.

Pfossental Pfossental

Die Landschaft wurde immer offener, Wiesen links und rechts, Pferde weideten am Pfossenbach. Ich sah noch eine Gemse davonhuschen.

Pfossental Pfossental

Pfossental Pfossental

Über Murmeltiere fanden wir hier folgende Tafel:
"Die Murmeltiere entwickelten sich in Nordamerika. Während der Eiszeiten, als zwischen Nordamerika und Eurasien eine Landbrücke bestand, wanderten sie in die Graslandschaften Europas ein. Nach den Eiszeiten, als sich die Wälder wieder ausbreiteten, blieben ihnen neben den Steppen Asiens nur noch die Graslandschaften des Hochgebirges, die alpinen Rasen als Lebensraum."

Wir passierten den Mitterkaser, den wir auf dem Rückweg einen Besuch abstatten wollten und die Rableidalm. Hier stand die Wirtin schon mit einem großen Fernglas und hielt nach Gästen Ausschau. Draußen stand eine Tafel "Beste Almhütte Südtirols", davor ein riesiger Gerümpelhaufen. Wer diese Almhütte wohl zur besten gewählt hatte blieb uns schleierhaft :-)

Pfossental Pfossental

Nach insgesamt 1 Stunde und 50 Minuten erreichten wir die Eishöfe. Wir holten uns etwas zu Trinken und setzten uns vor die Tür. Es lagerte hier gerade eine größere Gruppe mit Guide. Er richtete sein Fernrohr auf ein paar Kitze (Gemse, Rehe?) und erzählte, dass das Schnalstal das wildreichste Gebiet wäre in Südtirol. Ein Gast meinte er habe zwei Steinadler gesichtet, woraufhin der Wildführer meinte, es könnten auch Bartgeier gewesen sein. Toll, was es hier alles gibt! Wir beobachteten in der Ferne zwei Skifahrer, die von dem gegenüberliegendem Berg herunterschossen. Alle Achtung, von welcher Seite die beiden dort wohl hinauf kamen?

Pfossental Pfossental

Auf dem Rückweg kam eine Gruppe Radler auf uns zu. Einer von ihnen fragte uns plötzlich "Na, schon auf dem Rückweg?". Da merkten wir erst, dass die vier Radler auch im Fallrohrhof wohnten, ich hatte sie in ihrer Radlermontour auf dem ersten Blick gar nicht erkannt. Tapfer, tapfer! Wir wanderten zum Mitterkaser weiter, wo wir uns in die gemütliche warme, gut gefüllte kleine Stube setzten. Im Laufe des Essens kamen wir mit einem jungen Paar aus Altötting ins Gespräch, denn es stellte sich heraus, dass Manfred und das Paar die gleiche Kamera besaßen. Manfred schmauste Nudelsuppe mit Wurst, ich Apfelstrudel. Für die Toilette musste man sich bei der Wirtin einen Schlüssel geben lassen.

Pfossental Pfossental

Nach dem Essen wanderten wir gemütlich zurück. Eine Gruppe Ziegen saß für uns Spalier und um 14:10 Uhr erreichten wir das Auto und fuhren zum Fallrohrhof zurück.

Pfossental Pfossental

Wanderzeiten:
Jägerhütte - Eishöfe: 1 Stunde 50 Minuten,
Eishöfe - Mitterkaser: 30 Minuten,
Mitterkaser - Jägerrast: 50 Minuten,
Gesamtwanderzeit: 3 Stunden 10 Minuten.

Zum Abendessen fuhren wir zur Pizzeria Hofer. Frau Hofer schenkte uns zum Abschied ein kleines Wanderbüchlein "Südtirols schönste Almwirtschaften". Das fanden wir sehr nett, damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Nach einem Salat, den wir uns teilten, testete ich diesmal Räucherlachspizza mit Büffelmozzarella. Sie war mit Salatblättern, Zwiebeln und Räucherlachs belegt - sehr lecker. Manfred schmauste Hauspizza auch mit Büffelmozzarella. Frau Hofer meinte, dass Büffelmozzarella leichter verdaulich wäre als die andere. 

Naturns Pfossental

Danach schafften wir es gerade noch zum Ladenschluss beim MPreis einzukaufen und zwar Mozartkugeln und scharfe Pepperonie für unsere Daheimgebliebenen.

Anschließend packten wir ein bisschen und Manfred zahlte unsere Unterkunft, denn morgen mussten wir wieder heimreisen.

Wetter:
Bewölkt mit sonnigen Abschnitten und ein paar Regentröpfchen. Nachmittags besser werdend.
Temperaturen:
Naturns morgens: 12°C,
bei Wanderstart im Pfossental auf 1700 Meter: 10°C,
in Naturns bei der Rückkehr um 15 Uhr: °C: 23°C.


8. Tag - --->

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