Auf dem Ritten in Südtirol

Freitag, der 12.6.2015

Ritten Ritten

Da man auf dem Rittner Horn so schön eben und knieschonend erwandern kann, sammelten wir Bärbel in Klobenstein ein und fuhren nach Pemmern zur Seilbahntalstation. Der Automat für die RittenCard funktionierte immer noch nicht, an der Kasse gab man uns wieder Ersatzkarten, um mit der Seilbahn zur Bergstation zu gelangen. Oben soll der Automat für die RittenCard angeblich funktionieren - lassen wir uns überraschen.

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Oben angekommen cremten wir uns mit Sonnenschutz ein, auf 2000 Meter Höhe ist die Sonneneinstrahlung doch ziemlich heftig. Wie vorgestern wanderten wir auf dem breiten Wanderweg in offener Landschaft an der Feltuner Hütte vorbei, weiter um das Horn herum immer mit mindestens 270° Panorama. Unterwegs auf einem Geröllfeld hörte Bärbel Murmeltiere pfeifen, ich sah eins davonhuschen. Toll, hätte ich gar nicht zu hoffen gewagt, so nah am Wegesrand eins zu entdecken. Es blieb bei dem einen, aber man will ja nicht undankbar sein :-)

Ritten Ritten

Nach ca. 1,5 Stunden, kurz vor dem Gasteiger Sattel, Manfred marschierte schon voran, machte Bärbel eine blöde Bewegung mit ihrem sowieso schon lädierten Knie, dass es im Gelenk richtig knackte. Jetzt konnte sie kaum noch ohne Schmerzen auftreten. Was für ein Mist! Bärbel wartete, während ich den weit vorausgehenden Manfred einsammelte. Gemeinsam humpelten wir zurück, Bärbel nur unter Schmerzen. Wir kehrten deshalb nicht mehr in der Feltuner Hütte ein, sondern wanderten schnurstracks zur Seilbahn. Tatsächlich funktionierte hier der Automat für die RittenCard. In einer Gondel schaukelten wir gemeinsam talwärts.

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In Klobestein schauten wir im Haus, wo wir neulich das Weisse Kreuz entdeckt hatten, ob wir einen diensthabenden Arzt finden würden, der sich Bärbels Knie mal ansehen könnte. Denn sie hatte noch 2 Wochen Urlaub vor sich und es wäre interessant zu wissen, ob sie ihr Knie noch belasten dürfe oder nicht. Ich schaute mich in dem Haus um und fand im 1. Stock 3 Türen zu Ärzten. Einer von ihnen öffnete freitags von 15 bis 16 Uhr. Ansonsten war das Haus völlig ausgestorben. Zurück bei Bärbels Vermieter fragte sie ihn nach einem Arzt, er schickte uns zu seinem Hausarzt, der sich in einem Seniorenheim befinden sollte. Es war 13:30 Uhr und freitags hat er öfter länger als seine reguläre Sprechzeit um 12 Uhr geöffnet. Hatte er heute aber leider nicht. Manfred und ich fuhren zum Wolfsgrubensee, tranken Kaffee und schmausten Eis, bis wir Bärbel kurz vor 15 Uhr wieder einsammelten und zum Doktor in dem Haus beim Weissen Kreuz brachten. Nebenbei, der Hausbecher des Wolfgrubensees schmeckte lange nicht gut wie der Eisbecher im Lichtenstern, viel zu viel hartes Knusperzeug und der Cappuccino war eher ein doppelter Espresso - sehr stark!

Beim Haus des Weissen Kreuzes fragte Bärbel mich, ob wir die Stufen zum 1. Stock zu Fuß hoch humpeln müssten, ob es denn keinen Lift geben würde. Es gab tatsächlich einen Aufzug. Wir betätigten im Aufzug die "1", er ruckelte, blieb stehen, ruckelte und die Tür ging nicht auf - so ein Mist, steckenbleiben wollten wir nicht unbeding in dem ansonsten leeren Haus. Wir versuchten es nochmals und der Lift fuhr statt auf "1" auf "-1". Wir waren aber sehr dankbar, dass sich die Tür hier überhaupt öffnete. Nichts wie raus aus dem Aufzug, auch wenn wir nun vom Keller in den 1. Stock zu Fuß gehen mussten. Wir saßen erst eine Weile vor der Tür, bis ein Mann an uns vorbeimarschierte und direkt zu den Praxisräumen der Ärztin eintrat. Auf die Idee sind wir gar nicht gekommen. Wir marschierten hinter ihm her. Als um 15 Uhr die Ärztin herauskam, sprang der Mann sofort auf und ging in die Praxis. Das wir eigentlich vor ihm hier waren, interessierte ihn weniger. Nach ca. 20 Minuten kam Bärbel an die Reihe. Inzwischen war das Wartezimmer voll, lauter Einheimische, die sich kannten und munter miteinander plauderten. Die Ärtin nahm sich viel Zeit für Bärbel, um ca. 15:45 Uhr war sie fertig. Genaueres konnte die Ärztin ohne MRT leider nicht sagen, aber sie sollte das Knie bewegen aber nicht überanstrengen. Wir fuhren Bärbel in ihr Apartment und selber zurück in unsers. Wir brachten schon mal eine Ladung Müll in die vielen Trennbehälter, warfen einen Blick in den Kuhstall und plauderten mit der gerade Unkraut jähtenden netten Seniorin des Hauses.

Zum Abendessen fuhren wir zu dritt wieder in die Pizzeria Central, wo wir fast das gleiche wir gestern schmausten, aber man saß hier so schön gemütlich unter rankenden Wein.

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Zuhause besuchten wir unsere Gastgeber, um unsere Rechnung zu begleichen, denn morgen war Abreisetag. Bei der Gelegenheit plauderten wir mit den beiden noch 2 Stündchen, sie luden uns in ihre Küche ein. Unter anderem erzählten sie uns, was die Ursache des abendlichen "Bellens" ist, was wir neulich auf unserem Balkon am Abend hörten. Bärbel vermutete schon, dass es sich um ein Reh handeln könnte und richtig, die Wirtsleute sagten uns es wäre ein alter, ihnen schon bekannter Rehbock :-). Ich erzählte ihnen, dass ich heute Morgen vor dem Frühstück ein Reh direkt unter unserem Balkon gesichtet hätte. Sie war gar nicht begeistert, da sie ihre Rosenknospen als Speise bevorzugen.

Wetter: Schön


8. Tag - --->

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