Naturns im Vinschgau

Wandern von Katharinaberg auf den Meraner Höhenweg / Radeln am Nörderberg

Montag, der 29.5.2017

Wieder super Wetter! Wir frühstückten auf unserer Terrasse und holten dann um 9:15 Uhr meine Schwester ab. Manfred fuhr uns beiden Mädels ins Schnalstal zum 1245 Meter hoch gelegenen Katharinaberg. Während wir hier unsere Runde starteten, kehrte Manfred zum El Paradiso zurück und radelte von hier aus mit seinem Mountain eBike auf der anderen Bergseite entlang, dem sogenannten Nörderberg.

Hier könnt ihr Manfreds Tour ansehen

Fotografische Eindrücke von Manfreds Radtour:

Manfreds Radtour Manfreds Radtour

Fotos oben und unten: Manfreds Radtour über die Naturnser Alm und das Vigiljoch

Manfreds Radtour Manfreds Radtour

Bärbels und meine Wanderung:

Katharinaberg befindet sich sehr romantisch gelegen auf einem hohen Felsen, dort wo sich das Schnalstal wieder etwas weitet. Einst stand auf dem Platz, auf dem heute die Pfarrkirche von Katharinaberg thront, die Schnalsburg, welche dem Tal den Namen gab. 1350 wurde die Burg von den Kartäusern abgerissen, nur der alte Burgturm blieb stehen, welcher heute als Glockenturm dient. Um 1500 wurde die erste Kapelle an dieser Stelle erbaut und erst im Jahre 1748 im romanischen Stil auf die jetzigen Ausmaße erweitert.

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Fotos: Start in Katharinaberg

Wir beiden starteten um 9:30 Uhr. Zuerst führte uns ein Teersträßlein aufwärts zum Meraner Höhenweg, mit der Nummer 24. Den Meraner Höhenweg, der auf diesem Abschnitt immer auf einer Höhe von 1300 Metern bis 1600 Metern verläuft, folgten wir talauswärts in Richtung Naturns. Mal verlief der Weg über Wiesen, mal auf schmalen Steigen, mal durch Wald, mal bergab in eine Schlucht und auf der anderen Seite wieder aufwärts. Anfangs blickten wir rückwärts ins Schnalstal mit Katharinaberg. Bald kam Herr Messners Burg Juval unter uns liegend in Sicht.

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Fotos: Blicke ins Schnalstal

Wir passierten einige nett gelegene Höfe und Jausenstationen. Eine der Jausenstationen, der Kopfron, den wir um 11 Uhr passierten, schien zu schließen, denn hier wurde tüchtig umgebaut. Zu unserem Schrecken war die Straße durch riesige Baumaschinen gesperrt. Wir kamen wir hier vorbei? Mussten wir etwa einen riesigen Umweg über den Dickhof in Kauf nehmen? Der Raupenfahrer winkte uns und einem anderen Pärchen. Wir schlängelten uns an der Raupe vorbei und anschließend an der Teermaschine, die für uns abgeschaltet wurde und an noch einer Raupe vorbei. Das war sehr nett, dass sie für uns ihre Arbeit unterbrachen.

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Fotos: Eindrücke am Meraner Höhenweg

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Fotos: Kapelle am Wegesrand

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Foto rechts: Unter uns Schloss Juval

Schließlich sahen wir unser El Paradiso auf der anderen Bergseite vor uns liegen.

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Foto rechts: In der Ferne sieht man das El Paradiso

Gegen 12:40 Uhr, nach 2 Stunden und 10 Minuten Wanderzeit, erreichten wir den 1466 Meter hoch gelegenen Linthof, wo wir ein gemütliches Plätzchen im Schatten ergatterten. Zwar war es hier oben mit 22°C nicht so heiß wie unten im Tal mit 30°C, aber trotzdem wollten wir nicht in der Sonne bruzeln. Viele Liegestühle standen bereit, man konnte also richtig schön relaxen wenn man wollte. Bärbel schmauste gemischten Salat, ich Holunderblütenkuchen. Beides sehr lecker.

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Fotos: Linthof

Um 14 Uhr brachen wir wieder auf. Anfangs folgten wir noch ein Stückchen dem Weg 24, dann zweigte der Weg 24b zur Bergstation der Naturnser Seilbahn ab, mit der wir nach Naturns zurückfahren wollten. Wir trafen am Wegkreuz ein Wanderpaar, welchem wir den Linthof empfahlen, denn sie passierten wohl mit großem Durst zwei Jausenstationen die heute ohne vorherige Ankündugung geschlossen hatten. Dafür fragten wir sie nach dem Weg 24b, ob er nicht zu steil wäre, denn er war auf unserer Karte als "gepunktet" gekennzeichnet. Aber sie gaben uns grünes Licht für den Weg.

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Wir passierten den neu errichteten Kletterpark Knott bei Unterstell, wo sich auch eine neu errichtetet Aussichtsplattform mit Panoramablick befindet. Gegen 15:10 Uhr erreichten wir die Seilbahn und um 15:30 Uhr fuhren wir mit der halbstündlich verkehrenden Seilbahn nach Naturns hinunter (Mit der Gästekarte kostet die einfache Fahrt 8,20 Euro).

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Meraner Höhenweg Meraner Höhenweg

Fotos: Zurück zur Seilbahnstation

Unten angekommen wanderten wir in 10 Minuten in die Stadt. Bärbels 10 Jahre alten Schuhe drohten sich aufzulösen. Sie nahm bei den Wanderungen schon vorsichtshalber immer Klebeband mit, damit die Sohle nicht abfiel. Darum entschloss sie sich jetzt im Naturnser Sportladen neue Wanderschuhe zu leisten.

Die Beratung war sehr geduldig, gut und freundlich. Immer wieder schleppte die Verkäuferin neue Schuhe zur Anprobe herbei. Die Anprobe verlief nach folgender Taktik: An jedem Fuß wird ein anderer Wanderschuh anprobiert. Der, der besser passt wird anbehalten, am anderen Fuß wird ein weiterer Wanderschuh anprobiert. Der Schuh, der jetzt besser passt wird anbehalten, der andere ausgezogen und wieder gegen einen neuen ausgewechselt usw. Zum Schluss bleibt der am besten sitzende Schuh übrig. Da ich mit Manfred um 16:30 Uhr im Sparladen verabredet war, ließ ich Bärbel alleine und wanderte derweil schon mal zum Sparladen.

Um 17:45 Uhr holten wir Bärbel zum Abendessen ab. Sie erzählte, dass sie ein paar gute Wanderschuhe gefunden hatte. Da alle Parkplätze in der Stadt belegt waren, wählten wir erneut die Pizzeria Hofer. Diesmal aß ich Hirtenmaccaroni, Bärbel Spaghetti mit Ragout und Manfred Hauspizza. Nach Hofer genossen wir natürlich noch die Aussicht und die frische Luft auf unserer Terrasse.

Pizzeria Hofer Pizzeria Hofer

Fotos: Pizzeria Hofer

Wetter:
Schön und heiß. In Naturns mittags um die 30°C, auf dem Meraner Höhenweg 22-24°C. Morgens betrug die Temperatur 17°C auf unserer Terrasse.


4. Tag - --->

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