Oberbozen auf dem Ritten

Wandern und Radeln am Rittner Horn

Mittwoch, der 7.6.2017

Das erste mal gestern Nacht, dass ich hier nur mit Ohropax um 23:30 Uhr einschlafen konnte. Gestern Abend sind neue Gäste mit Nürnberger Kennzeichen angekommen, die so schrecklich laut herumdonnerten, dass an Schlaf erst nicht zu denken war (nicht die Kinder, sondern die Erwachsenen waren laut).

Lanerhof

Foto: Blick am Morgen vom Balkon

Blitzeblauer Himmel! Nach dem Frühstück starteten wir mit dem Auto ins 10 km entfernte Pemmern, zur Talstation der Rittner Horn Seilbahn. Manfred schnalte sein Fahrrad aufs Dach. Auf dem großen Parkplatz der Seilbahn wurden wir von einem Giftzwerg eingewiesen. Manfred stellte sich vorschriftsmäßig (wie er dachte) an ein anderes Auto, als der Giftzwerg auch schon angerannt kam. Wir sollten näher an dem anderen Auto parken und weiter vor fahren. Manfreds Einwand, dann könne er das Fahrrad nicht vom Dach heben, ließ er nicht gelten, er sollte wie in einer Tiefgarage einparken. Manfred stellte das Auto etwas näher. Das war wohl immer noch nicht nah genug, jedenfalls schrie er uns hinterher: "Nächstesmal stellen Sie es aber näher hin". So ein Giftzwerg!

Ich fuhr mit der Seilbahn auf die Schwarzseespitze, die Bergstation der Rittnerhorn-Seilbahn und erhielt sogar eine eigene Kabine, während Manfred auf das Rittner Horn radelte.

Ich startete meine Wanderung an der Seilbahn-Bergstation der Rittner Seilbahn um 9:50 Uhr. Da die Luft so schön klar war und die Berge alle sichtbar, wollte ich zuerst den Panoramaweg gehen. Da hier oben aber eine richtige Menschenmeute herumstand, die wohl alle den Panoramaweg gehen wollten, wanderte ich gleich meine geplante Route Richtung Gasteiger Sattel. Das Alpenpanorama war unbeschreblich schön, ein 360°C Panorama (auch ohne Panoramaweg). Als ich auf den Weg mündete, der von Pemmern heraufkam, trafen Manfred und ich zufällig zusammen. Er radelte den Weg von Pemmern hinauf. Es war 10 Uhr, wir verabredeten uns für 13:30 Uhr an der Feltuner Hütte.

Schwarzseespitze Manfred auf dem Rad

Fotos: Wander-/Radelstart am Rittner Horn

Ritten Ritten

Fotos: Wandern unterhalb des Rittner Horns

Unterwegs hörte ich es schon Murmeltiere pfeifen. Als ich an die Stelle kam entdekte ich tatsächlich zwei Tiere.

Ritten Ritten

Fotos links: Murmeltier unterhalb des Rittner Horns / rechts: Enzian

Ritten

Foto: Selbstauslöser unterwegs

Weiter gings in der Sonne auf der riesigen Hochebene auf gemütlichem Weg zum Gasteiger Sattel hinunter, den ich nach einer guten Stunde, also gegen 11:15 Uhr erreichte. Hier wanderte ich den Wanderweg Nummer 1 entlang, der plötzlich sehr schmal wurde und nur durch die gekennzeichneten Steine der Wegverlauf zu erkennen war. Im Nebel möchte ich den Weg nicht gehen.

Ritten Ritten

Fotos: Hier kommt meine Abzweigung

Zwei Paare gingen vor mir und eins hinter mir. Also brauche ich mir keine Sorgen zu machen, dass man hier bei einem Unfall unentdeckt liegenblieb. Ich hoffte, dass ich in der halben Stunde bis zur vorgenommenen Umkehrzeit noch über die Kuppe blicken konnte. Es passte ganz genau! Um 11:45 Uhr erreichte ich das Rittner Bildstöckerl, dass auf der Kuppe stand, von der man auf die andere Seite blicken konnte - super! Ich setzte mich ein bisschen hin, trank mein Wasser, schoss Fotos und kehrte wieder um.

Als ich den Weg 1 entlanglief, entdeckte ich plötzlich einen gelben Punkt am Horizont. Ein Blick durch das Fernrohr bestätigte mir, dass es Manfred mit seinem Radl war.

Ritten Rückweg zur Feltuner Hütte

Fotos links: Rittner Bildstöckel und die Dolomiten im Hintergrund / rechts: Weg zurück zur Feltuner Hütte

Um 13:20 Uhr erreichte ich dann unseren Treffpunkt die Feltuner Hütte. Manfred saß schon einen Platz freihaltend hinterm Haus, wo es schön windgeschützt war. Manfred erzählte, dass ihm am Ende seiner Tour auffiel, dass seine Brille fehlen würde. Auf dem Rückweg schaute Manfred überall auf dem Weg, ob er sie vielleicht verloren hatte. Er fragte mich, ob ich auf meinen Fotos mal nachsehen könne, ob er von Anfang an keine Brille aufhatte. Hatte er nicht. Er glaubte, dass er die Brille, abgelenkt vom Parkplatz-Giftzwerg auf dem Autodach hat liegenlassen nach dem Einschmieren mit Sonnencreme. Es stellte sich hinterher heraus, dass seine Brille tatsächlich auch nach 5 Stunden noch auf dem Autodach lag - was für ein Glück!

Aber bevor ich weiter erzähle, hier ein paar Eindrücke von Manfreds Radtour:

Ritten Ritten

Ritten Ritten

Nun geht's mit Fotos auf der Feltuner Hütte weiter:

Ritten Feltuner Hütte

Fotos: Die Feltuner Hütte

Die beiden netten Wirtsleute plauderten mit uns. Manfred schmauste Dinkelkornnudeln, ich Gerstelsuppe - beides sehr lecker.

Feltuner Hütte Feltuner Hütte

Anschließend wanderte ich hinunter und Manfred radelte hinunter.

Ritten Ritten

Fotos: Von der Feltuner Hütte zum Parkplatz der Talstation

Ritten Ritten

Fotos links: Eine Gruppe mit Lamas begegnete mir / rechts: Die Brille lag noch auf dem Autodach :-)

Gesamtgehzeit: 4 Stunden 30 Minuten.

Gegen 17:30 Uhr fuhren wir zum Pfos Hof bei Klobenstein, wo wir die Aussicht genießend schmausten. Manfred aß Rindergulasch von eigenen Rindern, ich aß Tortellini mit Wild gefüllt und dazu Preisselbeeren. Das herrliche Panorama war kostenlos.

Gasthof Pfos Hof Gasthof Pfos Hof

Fotos: Gasthof Pfos Hof

Gasthof Pfos Hof Gasthof Pfos Hof

Gasthof Pfos Hof Gasthof Pfos Hof

Fotos: Um den Pfos Hof herum

Gasthof Pfos Hof Gasthof Pfos Hof

Fotos: Blicke auf Lengmoos (links) und den Schlern (rechts)

Wetter:
Sonne! Temperatur morgens in Oberbozen 15°C, mittags auf dem Rittner Horn: 15°C.


13. Tag - --->

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