Heimreise

Samstag, der 10.6.2017

Die Sonne strahlte aus allen Löchern. Leider mussten wir heute abreisen. Als ich in der Früh aus dem Fenster blickte äste gerade ein Reh auf der Wiese direkt vor dem Schlafzimmerfenster.

Lanerhof Lanerhof

Fotos: Blick aus dem Schlafzimmerfenster mit einem Reh

Nach dem Frühstück wuchtete Manfred die Räder auf das Dach, packte das Auto voll, während ich ein wenig Heimarbeit machte, Bettbezüge abziehen, Küchenutensilien zusammensuchen, Müll rausbringen. Manfred fotografierte für unseren Gastgeber noch seine Maschinen, dann starteten wir nach Hause. Leider konnten wir uns nicht von unserer Gastgeberin verabschieden, sie hatte einen sehr wichtigen Termin und schrieb uns das später.

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Fotos: Die Landmaschinen unserer Gastgeber

Um 9:30 Uhr starteten wir. Wir fuhren über Bozen nach Meran. Bei der Ausfahrt Sinich fuhren wir runter und folgten den Schildern Richtung Passeiertal, denn wir wollten heute über das Timmelsjoch zurückreisen. Es war ein ziemliches rumgegurke durch Meran, aber irgendwann hatten wir es geschafft. Das Passeier Tal war zu Beginn recht eng und dicht bebaut, schließlich wurde es immer breiter. Einige Kanuten starteten gerade zu einer Kanutour auf der Passer.

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Fotos: Fahrt durchs Passeier Tal

In St. Leonard, das wir nach 1 Stunde 25 Minuten erreichten, bogen wir zum Timmelsjoch ab. Die Straße schraubte sich auf imposante 2500 Meter den Berg hinauf.

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Fotos: Fahrt aufs Timmelsjoch

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Das Joch erreichten wir nach weiteren 40 Minuten. Auf österreichischer Seite zahlten wir 16 Euro Maut. Nun gings erst steil in Serpentinen und dann gemächlich durchs Ötztal abwärts bis kurz vor Imst.

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Fotos: Jetzt haben wir das Timmelsjoch überquert

Bei Ims ging es weiter nach Fernstein, das wir nach weiteren 35 Minuten erreichten. Dann standen wir im Stau. Ein Polizeiauto schlängelte sich mühsam durch die Serpentinen zur Unfallstelle. Es waren wohl drei Autos aufeinandergefahren. Nach 25 Minuten Stau konnten wir die Fahrt fortsetzen.

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Um 14:40 Uhr, nach 5 Stunden 10 Minuten erreichten wir Bad Kohlgrub, wo wir im Eiscafe Firenze ein leckeres Eis schmausten und uns mit Kaffee erfrischten. Nach einer weiteren guten Stunde waren wir daheim.

Gesamtfahrzeit (mit Stau): 6 Stunden 20 Minuten und 357 km.

Wetter:
Schön auf italienischer Seite, leicht bewölkt auf der Alpennordseite. Temperaturen unterwegs zwischen 10°C auf dem Timmelsjoch und 26°C im Tal auf italienischer Seite. In Deutschland 21°C.

Dies und das zum Schluss

Zwei Wochen, statt einer Woche Südtirol sind bedeutend entspannter, da sind wir uns einig. Wir wandern dann nicht nur die Wege, die wir unbedingt noch mal machen wollen, sondern testen auch neue Wege. Auch ein zweigeteilter Urlaub, erst Naturns, dann Ritten hat mir sehr gefallen. Beide Orte haben ihren Reiz und auch beide Unterkünfte.

Die erste Woche verbrachten wir im Vinschgau. Das El Paradiso testeten wir zum ersten Mal. Wir suchten eine neue Unterkunft in Naturns mit viel Platz, wo man sich bei schlechtem Wetter ausbreiten kann, wo es ruhig ist, wo man eine schöne Terrasse oder Balkon mit Aussicht hat, wo nicht zu viele Gäste in einem Haus wohnen und von wo aus man auch mal zu Fuß in den Ort gehen kann. Manfred und ich sind beide vom El Paradiso begeistert. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal hier.

In der zweiten Woche wohnten wir wieder im Lanerhof in Oberbozen auf dem Ritten. Dieser Hof erfüllt auch genau unsere Wünsche: Sehr nette Gastgeber, kein Massenbetrieb, herrliche Aussicht vom Balkon und viel Platz.

Die beiden Landschaften, Vinschgau und Ritten kann man eigentlich nicht miteinander vergleichen, weil sie einfach zu unterschiedlich sind. An Naturns und dem Vinschgau gefallen mir die Höhenwege, die sich auf den verschiedenen Höhen der Berge entlangschlängeln und auf denen man endlos wandern kann. An vielen Stellen sind diese Höhenwege durch Seilbahnen zu erreichen. Außerdem kann man dieses oder jenes Seitental des Vinschgaus besuchen, überall gibt es Wanderwege. Nicht zu vergessen sind die vielen Waalwege, wenn man unten im Tal mal eine Tour machen möchte. Der Ritten ist wie eine riesige Parklandschaft. Man kann von der Haustür aus loswandern und hat schon Panoramablicke auf alle Berge um den Ritten herum, inklusive Dolomiten. Ebenso kann man zum Rittner Horn fahren, auf ca. 2000 Meter, wo man eine völlig andere Landschaft vorfindet und auch immer das Panarama vor sich liegen hat. Bei nicht so gutem Wetter oder wenn man auch nur zum Essen fahren möchte, setzt man sich in die große Gondel der Seilbahn und lässt sich rasch 1000 Meter abwärts nach Bozen bringen.

Ein paar praktische Apps für Südtirol:
Südtirol News (Zeitungsinfos)
Wetter Südtirol
Südtirol2Go (Öffis)
ape map (ersetzt Kompasskarten, man kann sich die Karten für seine Gegend herunterladen, wenn sie innerhalb Deutschlands, Österreichs oder Südtirols liegt).


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