Zurück
weiter
 

Zypern

 
Donnerstag, 24. März 2005
 
Eingewickelt in zwei Decken, schlief ich wie ein Stein bis 7 Uhr durch. Die Sonne schien und wir entschlossen uns auf der Terrasse zu frühstücken, dort in der Sonne war es bedeutend wärmer mit 18°C, Tendenz steigend, als innen mit 15°C. Folgende Ziele haben wir uns für heute vorgenommen:

Avgas Schlucht: dies soll die schönste Schlucht Zyperns sein,

Coral Bay: soll einer der schönsten Strände Zyperns sein mit seinen feinen Korallen,

Paphos Hafen: ein bisschen Action für Ingrid

 
Zypern
 

Wir fuhren über Polis und Kathikas, eine schöne Bergstrecke mit Aussicht, Richtung Cape Drepano.

 

Durch die Berge zur Avgas Schlucht

Durch die Berge zur Avgas Schlucht

 

Aus der geteerten Straße wurde, nach einem großen Restaurant, eine Schotterstraße mit vielen Schlaglöchern, so dass wir lieber umkehrten, einen kleinen Strand besuchten, im Restaurant etwas tranken und uns nach der Avgas Schlucht erkundigten.

Der Wirt meinte, nach einem Kilometer Schotterstraße läge der Parkplatz für die Schluchtwanderer. Also nahmen wir einen erneuten Anlauf und tatsächlich, der Parkplatz kam in Sicht. Die ersten 20 Minuten wanderten wir auf einem breiten Fahrweg bergauf, bis wir schließlich die Schlucht erreichten. Ganz oben, auf den 100 Meter senkrecht neben uns aufragenden Felswänden, meckerte eine Ziege. Unser Weg führte nun immer schmaler werdend am Bachlauf des Avgas entlang, bis schließlich Wanderweg und Bachlauf eins waren, da einfach nicht mehr Platz zwischen den engen Felswänden vorhanden war. Die steilen Wände links und rechts waren schon sehr imposant. Laut Reiseführer sollte man vorsichtig laufen, immer mit Blick nach oben, da Vögel oft ganze Steinlawinen auslösen würden. Dies passierte uns zum Glück nicht. Im Sommer kann man hier besser wandern, da der Fluss nur im Winter und Frühjahr Wasser führt. Nach einer Stunde kehrten wir um, weil zum einen Ingrid keine Lust mehr hatte, sie hatte auch sehr schlechte Schuhe für den Weg und zum anderen wurde es immer schwieriger sich durch den Bach zu kämpfen. Entgegen kamen uns Leute mit den abenteuerlichsten Schuhen, Cowboy Stiefel, ein anderer kaputte Turnschuhe, seine Begleiterin hatte nur Sandalen an. Bei einem weiteren Paar konnte man die Schuhe nur erahnen, so eingestaubt waren die nackten Beine. Aber das Schuhwerk manch anderer war noch schlechter, mit halb abgelösten Sohlen und zerschundenen Absätzen.

 

Avgas Schlucht

Avgas Schlucht

 

Avgas Schlucht:
8 km nördlich von der Agios Georgios gelegen. Eine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln hierher gibt es nicht. Den Parkplatz erreicht man nur über eine Schotterstraße. Man kann allerdings auch seinen Leihwagen beim Restaurant abstellen und den einen Kilometer zu Fuß gehen, wenn man das Auto schonen will. Die Avgas Schlucht ist Zyperns schönste Schlucht, die man alleine oder auf geführten Touren durchwandern kann. Im Winter führt der Avgas Wasser, er mündet beim Strand von Toxeftra ins Mittelmeer. Der Wanderpfad führt durch dieses steinige Bachbett, in dem Platanen, Schilf und Oleander wachsen.

 
Unser nächstes Ziel hieß Coral Bay, der Strand mit den Korallensand. Der zugehörige Ort war der reinste Rummelplatz, ein Geschäft reihte sich an zwei Restaurants, grausam! Ebenso propenvoll war der Strand, wir flohen auf der Stelle.
 

Coral Bay

Coral Bay

 

Coral Bay:
Liegt ein paar Kilometer nördlich von Paphos und soll laut Falk-Reiseführer einer der schönsten Strände mit feinem Korallensand sein. In einem anderen Reiseführer von HB Bildatlas steht, dass es weit und breit keine Korallen gibt, darum wüsste man nicht woher der Name käme. Mir kam es auch nicht wie Korallensand vor, sondern stinknormaler Strandsand und schön fand ich den Strand schon gar nicht. Okay, vielleicht bin ich Australiengeschädigt, denn er war mir viel zu voll.

 
Nun war Paphos an der Reihe. Mitten am Hafen entdeckten wir einen Parkplatz. Wir bummelten an den vielen Schiffen auf der einen Seite liegend und den Shops auf der anderen Seite entlang. Im Internetcafe "Maroushia" checkten wir unsere Mails, leckten hinterher noch ein Eis und fuhren wieder über Polis zurück nach Skoulli.
 

Hafen von Paphos

Hafen von Paphos

 

Paphos:
Paphos kann man in die beiden Teile Kato Paphos, das Hafenviertel und Ktima die Oberstadt, unterteilen. Der Hafen ist die eigentliche Keimzelle der Stadt. König Nikokles ließ ihn 312 v. Chr. anlegen, samt einer neuen Stadt: Neo Paphos. Kato Paphos nimmt nun den Platz der antiken Stadt Paphos ein. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in einem weitläufigen archäologischen Park. In Kato Paphos ist nach 1974 die gesamte touristische Infrastruktur entstanden mit Hotels, Diskos, Tavernen und Souvenirgeschäften. In Ktima Paphos befinden sich kaum Hotels, hier findet man Gebäude aus dem 19Jh bis 1974 unter anderem die meisten öffentlichen Bauten, wie Schulen, Post, Rathaus, Gericht und die Geschäfte für den Bedarf der Einheimischen. 600 Jahre lang, bis weit in die römische Zeit, war Paphos die Hauptstadt Zyperns. Wegen der Fülle antiker Stätten ernannte die UNESCO das alte Neo Paphos zum Weltkulturerbe. Seit Fertigstellung des Flughafens in Paphos im Jahre 1979 wächst die Stadt zusehends.

 

Abends aßen wir in Polis im Finitras Restaurant. Um 19 Uhr war es hier schon recht voll, wir ergatterten mit Mühe noch einen Tisch. Manfred aß Steak mit Käsesauce, Ingrid Huhn mit Brokkoli und ich Scholle mit Spinat und Feta.

 

In der Abendsonne nach Polis

Polis

 

Wetter: Mittags schön bei 22°C , morgens 14°C

 
Zurück
weiter