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Zypern

 
Montag, 28. März 2005
 

Da Ingrid Shopping-Fan ist, versprachen wir ihr heute Nicosia zu besuchen, die Hauptstadt Zyperns. In zwei Stunden legten wir die 150 km zurück. Kurz vor dem Grenzübergang zum türkischen Teil der Insel fanden wir einen bewachten Parkplatz (2 CYP Parkgebühr für den ganzen Tag).

 
Fahrt ins 150 km entfernte Nicosia
 
Kleine Info zum Tage:

Nikosia, griechisch Lefkosia:
Mitten durch die Hauptstadt Nikosias verläuft die Grenze zum türkischen Teil Zyperns. Auf griechischer Seite leben 195.000 Bewohner, auf türkischer Seite 35.000. Den Kern der Stadt bildet die historische, fast kreisrunde, in der Mitte geteilte Altstadt. Um diese Altstadt zieht sich eine 4830 Meter lange Stadtmauer, die 1570 von den Venezianern zum Schutz gegen die osmanische Invasion errichtet wurde. Nützte aber nichts, die Türken stürmten die Stadt und massakrierten 20.000 Einwohner. Die enge Altstadt von Süd-Nikosia bietet ein völlig anderes Aussehen, als die moderne Neustadt außerhalb der Stadtmauern. In der Altstadt bummelt man durch enge Gassen mit zum Teil baufälligen Häusern. Der Stadtteil Laiki Yitonia jedoch wurde in den Achtzigerjahren renoviert und es entstand ein nettes Fußgängerviertel mit engen Gassen, einladenden Tavernen, die zum Verweilen einladen und kleinen Läden. Das Auto lässt man am besten vor der Stadtmauer stehen. Wem der Sinn nach Monumenten aus Zyperns Geschichte steht, kommt hier auch nicht zu kurz. Uns stand der Sinn nicht danach. Die Neustadt außerhalb der Stadtmauern sieht aus, wie jede moderne Großstadt mit ihren Bürohochhäusern, modernen Kaufhäusern und dem regen Autoverkehr.

 

Per Zufall landeten wir in der Altstadt in einem Kaufhaus, namens Ermes. Hier erstanden wir als Andenken Bierdeckel aus Holz. Es erwies sich deswegen als Zufall, da wir vorher nicht wussten, dass sich im 11. Stock dieses Kaufhauses eine Aussichtsplattform, vielleicht sogar die beste über ganz Nicosia befindet. Im 6. Stock stärkten wir uns im Kaufhauskaffee erst einmal mit Kaffee und Kuchen, damit wir hinterher den weiten Weg im Lift in den 11. Stock schafften. Die Aussicht war wirklich herrlich (50 Cent Eintritt pro Person, die sich lohnen)! Im Reiseführer ist das Kaufhaus noch als Woolworth beschrieben, stimmt aber nicht mehr.

 

Fußgängerzone in Nikosia

Blick vom Kaufhaus Ermes

 

Blick auf den türkischen Teil der Stadt

Blick auf den türkischen Teil der Stadt

 

Auf der Suche nach Schuhen für Ingrid entdeckten wir lauter andere schöne Sachen, aber nicht das Gesuchte. Zum Beispiel kauften wir ein schönes Bild von Zypern. Wir genossen die Atmosphäre im Stadtteil Laiki Yitonia mit seinen vielen, winzigen Läden und Restaurants, wo wir uns auch auf ein Bierchen niederließen.

 

Shopping in Nikosia

Grenze mitten durch Nikosia

 

In der Fußgängerzone der Altstadt wuchsen Orangenbäumchen wie Unkraut bzw. wie bei uns Ahornbäume oder ähnliche. Nachdem wir nach dem Besuch von 10 Schuhgeschäften immer noch erfolglos blieben, machten wir zum Schluss einen kleinen Abstecher in die Neustadt. Kurz vor der Aufgabe nach 4 Stunden Nicosia, entdeckte Ingrid endlich ihr Traumpaar (Schuhe). Auf dem Weg, an der Grenze entlang, zum Auto standen einige junge Männer auf der türkischen Seite und winkten herunter.

 

Im Stadtteil Laiki Yitonia

Im Stadtteil Laiki Yitonia

 

Abends aßen wir wieder in Mikis Taverne in Polis. Dieses mal waren wir die einzigen Gäste. Ingrid aß Mikis Salat, Manfred Schwertfisch und ich Scholle. Vorweg teilten wir uns wieder Zaziki. Dazu tranken wir lokalen Rotwein und Ingrid Wasser. Das ganze kostete 19 CYP, davon 2 CYP ein halber Liter Wein.

Wetter: Schön bei ca. 24°C

 
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