Barcelona

 

Sonntag, 11.04.04

Trotz der schlechten Wettervorhersage von wetteronline.de strahlte heute morgen die Sonne aus allen Löchern. Heute wollten wir doch unbedingt die gestern verpasste Stadtrundfahrt unternehmen. Nach dem Frühstück marschierten wir in etwa 5 Minuten zur Säule Mirador de Colom, wo unser Bus „Bus Touristic“ hielt, so umgingen wir den vollen Placa Catalunya, wo tatsächlich auch wieder Schlangen warteten. 


Schlangen vor dem Bus Touristic am Placa Catalunya


Dali / Gaudi Ausstellung

Oben im Cabrio-Bus führte uns die Fahrt zuerst am Hafen entlang zum Olympischen Hafen, am Zoo vorbei, zum Placa Catalunya, weiter an vielen historischen Bauwerken vorbei auf den Montjuic. Der 213 Meter hohe Berg diente sowohl Barcelonas zweiter Weltausstellung 1929, als auch der Olympiade 1992. Hier stiegen wir aus, wanderten am Nationalmuseum vorbei durch hübsche Gärten zu einem Aussichtspunkt über ganz Barcelona. Die Tulpenblüte, die bei uns zu Hause noch nicht mal begonnen hat, war hier fast vorüber. Wir wanderten zu Fuß wieder herunter und legten eine mehrstündige Kaffeepause im Apartment ein. 


Blick vom Palau Nacional auf Barcelona


Park auf dem Montjuic

Am Spätnachmittag pilgerten wir nochmals zum Placa Catalunya und setzten uns in einen Bus, der die Nordlinie fuhr. Diesmal warteten keine Schlangen. Wieder ging es vorbei an vielen historischen Gebäuden, wie die berühmte „Sagrada Familia“, ein Bauwerk Gaudis. Die Sagrada Familia ist derzeit die einzige im Bau befindliche Kathedrale der Welt. Die Finanzierung erfolgt allein über die Spenden und über Eintrittskarten. Sie stellt Gaudis Traum dar, das Werk, dem er den größten Teil seines Lebens widmete. Als Gaudi 1926 starb, war allein einer der Türme vollendet. Kurz vor dem Ende der Runde passierten wir noch das FC Barcelona Stadion, mit seinen 100.000 Sitzplätzen, das größte Europas. 


Blick vom Montjuic auf den Hafen


Verstecktes Plätzchen im Gotischen Viertel

Abends aßen wir wieder im Fresc Co, war wieder sehr lecker (Manfred und Ingrid beobachteten einen Mann, der sich 5 mal von der gleichen Suppe nachholte). 

 

Kleine Infos zum Tage:

Bus Touristic: steuert die interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt an. Man kann nach Belieben an den 32 Haltestellen ein und aussteigen. Die ganze Rundfahrt ist in zwei verschiedene Routen unterteilt, eine Nordroute (rot) und die Südroute (blau). Die Busse verkehren im 5 bis 30 Minuten Takt, je nach Saison, heute (Ostern) im 10 Minuten Takt. Kosten: 16 Euro pro Person und Tag / 20 Euro pro Person für 2 Tage

Die "blaue Südroute", die wir am Vormittag wählten steuert den Hafen, Placa Catalunya und einige Ziele auf dem Montjuic an. 

Die "rote Nordroute", die wir am Nachmittag und morgen wählten, startet auch am Placa Catalunya und steuert zum Beispiel die Casa Mila an (von Gaudi erbaut), die Sagrada Familia (siehe oben), Park Güell (siehe morgen), die Tramvia zum Aussichtsberg Tibidabo, FC Barcelona und noch mehr.   

Tipp: Man sollte am ersten Tag die Busrundfahrt beginnen, da man mit der Fahrkarte ein Gutscheinheft mit vielen Ermäßigungen erhält (z.B.: Eintritte für die Sagrada Familia, Zoo, Aquarium, Transportermäßigung für die Seilbahn zum Montjuic, für die Tramvia Blau, Essensermäßigungen für Pizza Hut, McDonald...)

 

Montjuic: (Judenberg)Seinen Namen erhielt der 212 Meter hohe Aussichtsberg, direkt am Hafen gelegen, von einem früher einmal hier vorhandenem Judenfriedhof. 1929 nannte man ihn "Ausstellungsberg" nach der Weltausstellung und 1992 "Olympiaberg" nach der hier stattgefundenen Olympiade. Die Festung auf dem Montjuic diente bis 1960 in der Franco Diktatur als Militärgefängnis. Hier ließ das Franco-Regime viele Oppositionelle aus Katalonien foltern und hinrichten. Nicht weit vom Kastell entfernt befindet sich ein Massengrab für die Gefallenen im Unabhängigkeitskrieg gegen Franco. Auch mittellose Bewohner wurden hier begraben.

 

Wetter: Schön, 20°C, abends ein kurzer Schauer

 

Montag, 12.04.04

Wieder eine herrlich ruhige Nacht und das mitten in Barcelona! Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Placa Catalunya, wo wir uns in eine lange Schlange vor dem Bus Touristica (Nordroute) einreihten. Die Abfertigung ging relativ flüssig vonstatten. Wir erhielten sogar oben im Freien noch Plätze. 


Sagrada Familia


Park Güell

Diesmal hieß unser Ziel der „Park Güell“. Wie fast alle Freiluft Attraktionen strömten auch hier Scharen von Menschen her. Die Aussicht auf die Stadt war sehr schön. Nach diesem Besuch setzten wir uns wieder in den Bus und beendeten die Runde am Placa Catalunya. Glück gehabt, denn jetzt begann es auch zu regnen.  Beim Kaffee relaxten wir wieder gemütlich und schmiedeten Pläne für den Nachmittag. 


Park Güell


Blick vom World Trade Center auf den Hafen

Gegen 16 Uhr brachen wir zu Fuß zum World Trade Center auf. Als wir das Gebäude mit seinen angeblichen Geschäften besichtigen wollten, entdeckten wir außer dem Luxushotel nicht ein geöffnetes Geschäft und auch kein Restaurant. Lediglich der Ausblick zum Hafen und zur Stadt waren ein Besuch wert, vor allem auch weil hier kaum ein Mensch herumläuft im Gegensatz zum gegenüberliegendem Port Vell. Anschließend besuchten wir den Nachbarkai, Port Vell. Über eine bewegliche Brücke erreichten wir den Freizeitkomplex Maremagnum. Hier schoben wir uns mit riesigen Menschenmassen hin. Im Maremagnum befinden sich Restaurants, Geschäfte mit Dingen die keiner braucht. 

 


Eingang zum Maramagnum auf Port Vell


Im Apartment

Jetzt war es 18 Uhr, unsere Mägen knurrten schon laut vor sich hin, aber wo sollten wir essen? Die ersten Lokale öffneten, wie gesagt um 20 Uhr. So entschlossen wir uns wieder einmal das FrescCo zu besuchen, das einzige Lokal, welches wir kannten, das durchgehend geöffnet hatte. Außer uns waren nur noch ein paar Touristen im Lokal.

 

Kleine Infos zum Tage:

Parc Güell: Dieser Park gehört zum Weltkulturerbe und verdankt seinen Namen dem Grafen Güell, dem großen Mäzen Gaudis. Dieser entwarf die Pläne für die hier geplante Gartenstadt im englischen Stil. Es war als Wohngebiet für gehobene Ansprüche gedacht. Der Plan scheiterte aber mangels Interesse der Barcelonesen, es wurden nur zwei Parzellen verkauft. Eins der Häuser wurde von Gaudi bewohnt, dass jetzt als Museum des Baumeisters dient. 1923 schenkte Güell das Grundstück der Stadt, seitdem ist es öffentlicher Park (kostenloser Eintritt). 

 

World Trade Center: Dies ist ein Komplex aus vier Gebäuden an der Spitze der Moll de Barcelona gelegen. In einem Gebäude ist ein Luxus Hotel untergebracht. In den anderen Gebäuden befinden sich Büros, Konferenzsäle usw.. Das gleiche Architektenteam, das die berühmte Pyramide des Louvres in Paris entwarf, erbaute dieses Gebäude. Die Form erinnert an ein Schiff, denn in zunehmender Höhe wird das Gebäude breiter. 

 

Port Vell: Der älteste Teil Barcelonas Hafens, seit der Olympiade 1992 zum Freizeitkomplex umgestaltet mit dem Maremagnum, IMAX und dem Aquarium. 

 

Wetter: Anfangs schön, dann Schauer bei 12°C bis 18°C

 

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