Bayerischer Wald
02.01.2004 bis 06.01.2004
Zum
zweiten Mal verbrachten wir einen Kurzurlaub beim Postwirt http://www.hotel-postwirt.de
in Rosenau bei Grafenau, im
verschneiten bayerischen Wald. Diesmal sollte es ein kleiner Australientreff
werden mit unseren Emailfreunden Angie und Michael aus Linz. Das Ziel Bayerischer Wald ist uns richtig ans Herz gewachsen, auch die Österreicher Angie und Michael, aus ihrer Heimat an wesentlich höhere Gipfel gewohnt, schätzen die hügelige Landschaft rund um den Arber.
Freitag, 2.01.04
Nachdem
wir meine Mutter in den fast überpünktlichen ICE nach Hannover gesetzt hatten,
brausten wir um 11:45 Uhr am Bahnhof Augsburg los und erreichten nach 2,3
Stunden Rosenau. Je mehr wir uns München näherten, desto dichter
wurde der Verkehr, aber hinter der Flughafenabfahrt lichteten sich die Straßen.
Die
Unterbringung in dem Appartement könnte nicht besser sein, es war alles
vorhanden und kostete uns 65 Euro die Nacht (3 Personen). Im nahegelegenen Einkaufszentrum deckten wir uns mit
ein paar Lebensmitteln ein
und erfrischten uns anschließend mit Kaffee und Kuchen im Appartement. Einige
Zeit später trudelten auch Angie und Michael ein. Im 100 Meter zu Fuß
entfernten, zugehörigem Gasthof schmausten wir jeden Abend. Es war der einzige
Gasthof des Ortes und bei der Kälte
hatten wir keine Lust mit dem Auto irgendetwas anderes zu suchen. Außerdem war
das Essen immer sehr lecker. In Laufschrift erscheint unser tägliches
Abendessen, aber wer was zu sich nahm, lasse ich aus
Datenschutzgründen weg :-).
Samstag, 3.01.04
Um
8:25Uhr wachten wir auf, verabredet waren wir mit A & M um 8:30Uhr, peinlich,
peinlich! Wir schickten die beiden schon mal zum Frühstück vor.
Heute
stand das Tierfreigehege des Nationalparks auf dem Programm. Dazu fuhren wir ca.
8km nach Neuschönau und weiter auf den Parkplatz des Nationalparks. http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/
Der Eintritt in den Park ist kostenlos, die Parkplatzgebühr ist abhängig von
der Parkdauer. Trotz der klirrenden Kälte von –7°C ließen wir uns für den
Rundgang 3,5 Stunden Zeit. Im Tierfreigehege werden von Tieren bewohnt, die
früher und zum Teil jetzt noch wirklich hier leben. Die Gehege sind zum Teil so
geräumig, dass sich ihre Bewohner vor den Blicken der Zuschauer in Sicherheit
bringen können. Viele Tiere zeigten sich wie bestellt von ihrer
besten Seite. Die Wölfe beeindrucken mich immer wieder. Wenn man so
vor dem Gehege steht und das markerschütternde, schauerliche Heulen hört, kann
man sich vorstellen, wie gruselig es hier alleine in der Nacht sein muss. Die
jungen Bären spielten im Schnee, während ihre Mutter oder Vater nach einer
Weile aus der Höhle hervortrat und mit den beiden kleinen zum Wasserloch
stapfte, ein paar Schlucke trank und im Gänsemarsch wieder zur Höhle
marschierte. Auf
dem Rückweg wärmten wir uns im Waldcafe, nahe Rosenau auf. Nach dem Abendessen
im Gasthof zeigten wir uns gegenseitig unsere Australien-
bzw. Hawaiifotos.
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Nationalparkfakten aus dem Internet:
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Wanderdaten: |
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Gesamtgehzeit: 3 Stunden 15 Minuten |
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Wetter: |
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Trüb, etwas Sonne, Tageshöchsttemperatur: -4°C |
Sonntag, 4.01.04
Diesmal
wachten wir pünktlich auf. Nach dem Frühstück ging’s ins 23 km entfernte
Finsterau, nah der tschechischen Grenze. Nachdem
A & M ihr Auto aus dem Schnee gebuddelt hatten und wir nur doof herumstanden
und zusahen, brachen wir zu unserem Wanderstartpunkt auf. Wir fuhren durch
Finsterau durch, anschließend hörte die Straße auf, dort befand sich
ein großer Parkplatz, wo wir das Auto abstellten. Warm eingepackt stapften
wir Richtung Grenze los. Die Straße,
jetzt im Winter nur zu Fuß und mit Langlaufskiern begehbar, führte durch herrlichste
Winterlandschaft. Nach einer Stunde erreichten wir die Grenze. Der tschechische
Grenzbeamte nahm es ganz genau und ließ sich unsere Pässe zeigen. Langläufer,
die ihre Pässe nicht dabei hatten, wurden abgewiesen oder mussten Strafe
zahlen, das habe ich nicht so genau mitbekommen. Nach weiteren 50 Minuten
kehrten wir um. Die Langlaufloipen sahen so gut gespurt aus und waren so wenig
befahren, dass ich als Langläufer unbedingt hier laufen würde. Zurück trödelten
wir nicht, da uns ein starker eisiger Wind die Tränen in die Augen trieb
und unsere Gesichter erstarren ließ. Lustigerweise war das Grenzhäuschen auf
dem Rückweg nicht mehr besetzt. Also schmuggeln bitte erst ab
14Uhr! |
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Wanderdaten: |
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Wetter: |
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Schneefall, Temperatur: –9°C, die Schneehöhe betrug etwa 50 cm |
Montag, 5.01.04
Die
ganze
Nacht
hatte es "nonstop" geschneit. A & M sind mal wieder vor uns zum Frühstück
marschiert, was sich für uns als Glück herausstellte, so mussten wir uns nicht
selber einen Weg zum Gasthof durch die Schneeberge bahnen und konnten ihre
Fußspuren nutzen. Nach dem Frühstück kämpften wir uns bei Temperaturen um
den Gefrierpunkt und einem eisigem Wind auf freiem
Feld durch dichtes Schneegestöber Richtung Grafenau. Genug vom Eiswind
versuchten wir im Tal weiterzulaufen. Wir betraten nach einer Weile einen
schneeweißen Winterwaldweg ohne jede menschliche Fußspur, links und rechts
wurde er von riesigen Nadelbäumen gesäumt. Er führte zu einem Bach hinab,
über eine Brücke und auf der anderen Seite auf einem ebenso hübschen Waldweg
bis nach Grafenau. A & M hatten sich vorsorglich Moonboots besorgt, was sich
als nützlich herausstellte, denn man versank recht tief im Schnee bei jedem Schritt. Die
Bäume schützten auch gut vor dem eisigen Wind, hier spürte man ihn kaum.
Grafenau ist ein kleiner, netter Ort mit einem Park, durch den wir den Ortskern
erreichten. Wir bummelten die Geschäftsstraße rauf und runter, Manfred und ich
kauften uns als Andenken Blutwurz und suchten uns den direkten Weg zurück nach
Rosenau. Auf halben Wege, im Cafe Panorama wärmten wir uns
auf, dann ging's zum Endspurt wieder über das freie Feld bei dichtem
Schneegestöber. Wir vier rasten Manfred mit hängender
Zunge hinterher, der auf keinen Fall sein Skispringen im TV versäumen wollte,
dass aber leider ausfiel, wie er im Gasthof anschließend feststellte :-)
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Wanderdaten: |
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Wetter: |
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Schneefall, Temperatur: –3°C |
Dienstag, 6.01.04
Heute ist leider Abreisetag. Nach einem reichhaltigem Frühstück, unserer
Henkersmahlzeit, packten wir
unsere sieben Sachen ins Auto, verabschiedeten uns voneinander und fuhren
jeder in die entgegengesetzte Richtung davon. Der Wirt schenkte uns jeweils als
Dankeschön eine Hirschsalami. Nach etwas mehr als zwei Stunden erreichten wir
Augsburg.
Fotografen: Angie & Ingrid
Text: Sabine
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