Südtirol / Vinschgau

 

Dienstag, 19.09.06

Es war heute Morgen, bei 13°C etwas bedeckt, so packten wir vorsichtshalber die Regenschirme ein, bevor wir nach Latsch fuhren. Bei der Seilbahn nach St. Martin stellten wir unser Auto ab und wanderten von hier aus über die Reschenstraße zum Latschander Waalweg hinauf (Weg Nummer 3). Der Waal führte überhaupt kein Wasser, wir vermuteten, dass er gerade gründlich gereinigt wurde. Der Weg verlief angenehm fast immer unter Bäumen entlang, anfangs am Felsen mit Blick auf die laute Reschenstraße.


Latschander Waalweg


Blick auf die Reschenstraße und die Etsch


Nach ca. einer Stunde begegnete uns ein Paar, was uns vor kurzem überholte und meinte, es ginge nicht weiter, da ein Tor käme, mit der Aufschrift „Privatbesitz“. Wir hatten überhaupt keine Lust zum Umdrehen und glaubten ihnen vorsichtshalber mal nicht. Als wir das besagte Tor erreichten, wunderten wir uns über die Logik des Paares. Auf der Rückseite des Tores stand „Privatbesitz“, also, wenn dies für Fußgänger gelten sollte, dann doch für die Seite des Tores, auf der wir uns befanden und nicht für den Weiterweg. Außerdem war der Weg eindeutig vom Alpenverein gekennzeichnet.   

Auffallend viele Esskastanien säumten unseren Weg und auch viele andere Bäume. Obwohl diese Bergseite, auch Sonnenberg genannt, recht trocken ist, da es wenig regnet und zum größten Teil des Tages von der Sonne beschienen wird, ist die Vegetation sehr üppig, wahrscheinlich wegen des normalerweise Wasser führenden Waals.   

Eine Zeitlang wanderten wir knapp unter den jetzt reifen Trauben entlang und an den Apfelplantagen vorbei. Die Obstbauern verteilten gerade die leeren Obstkisten, wahrscheinlich begann morgen die Ernte.
 


Auf dem Waalweg unter den reifen Trauben


Blick Richtung Naturns


Kurz vor unserem Ziel, dem Sonnenhof, latschten wir, ja schlichen fast, hinter einer mindestens 20-köpfigen Gruppe hinterher, keine Chance zu überholen. Wäre der Weg noch länger gewesen, hätten wir eine Pause eingelegt, um der Kolonne einen Vorsprung zu geben, aber zum Glück nahte unser Ziel. Am Sonnenhof, kurz unter Juval, angelangt, blieb die Gruppe abrupt stehen und verteilte sich hirnlos über den Weg, man kam mit Mühe vorbei. In der Gruppe scheint der Einzelne sein Gehirn auszuschalten.  

Im Sonnenhof schmausten wir wieder Speck und Käse. Der war zwar sehr lecker, aber es war viel zu viel. Das Ganze wanderten wir wieder zurück und waren gegen 16:30 Uhr im Hotel. Abends aßen wir wieder im Hotelrestaurant, diesmal Pasta.
 


Wanderkarte
 

Ort

Höhe in Metern

Zeiten (von - nach)

Latsch

647

Start um 9:40 Uhr

Sonnenhof

827

2h 50m

Latsch

647

2h 30m

Gesamtwanderzeit: 5h 20m
Gesamthöhenunterschied: 180 Meter
 

Wetter: Schön mit Wolken, Temperatur morgens 13°C, mittags auf Wanderhöhe 23°C

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